Abo
  • IT-Karriere:

Security: John McAfee blamiert sich mit angeblichem Whatsapp-Hack

Mit "eigenen, abgelegenen Servern in den Bergen von Colorado" will John McAfee verschlüsselte Whatsapp-Nachrichten gehackt haben. Leider alles Unsinn. Übrig bleiben tote Links bei Medienhäusern und ein bisschen Fremdschämen.

Artikel von veröffentlicht am
John McAfee liebt den großen Auftritt.
John McAfee liebt den großen Auftritt. (Bild: Joe Raedle/Getty Images)

Wenn John McAfee Dinge ankündigt, dann ist Vorsicht geboten. Der Gründer der gleichnamigen Sicherheitsfirma, mit der McAfee schon seit Jahren nichts mehr zu tun hat, wollte im vergangenen Jahr für kurze Zeit mit der Cyber-Partei US-Präsident werden. Außerdem kündigte er Anfang des Jahres an, das iPhone des San-Bernardino-Attentäters Syed Farook hacken zu wollen. Später gab er zu, dass es ihm nur um öffentliche Aufmerksamkeit ging.

Inhalt:
  1. Security: John McAfee blamiert sich mit angeblichem Whatsapp-Hack
  2. Die Verschlüsselung wurde nicht gebrochen

Jetzt kontaktierte er Journalisten mit der Behauptung, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Whatsapp unter Android ausgehebelt zu haben.

Aufgrund der zweifelhaften Historie von McAfees Aussagen wäre ein kritischer Blick sicher angebracht gewesen. Doch mehrere Medien berichteten über den angeblich erfolgreichen Hack. Bei einigen Webseiten sind die Links auf die Geschichte mittlerweile verschwunden, bei Forbes etwa kann die Story nur noch im Google-Cache gelesen werden, Engadget hat eine Richtigstellung publiziert.

Kein Hack, nur ein Hoax

Was genau ist passiert? In dem ursprünglichen Bericht auf der Webseite der recht unbekannten Firma Cybersecurity Ventures steht: "Eine winzige App, die von McAfees Team geschrieben wurde, wurde auf zwei komplett neue Android-Smartphones heruntergeladen, die für den Austausch der Nachrichten genutzt wurden."

Stellenmarkt
  1. Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main
  2. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf, Münster, Hagen

Dann wurde die Nachricht: "H3y guys. Can you read this? LIFARS. C0D3 br34k3r." versendet, zu Deutsch etwa "Hallo Jungs. Könnt ihr das lesen? LIFARS. Codeknacker". Lifars ist der Name einer Sicherheitsfirma, die an dem "Hack" beteiligt war. Diese Nachricht konnte von McAfee, oh Wunder, mitgelesen werden.

Lifars sagte in dem Blogpost von Cybersecurity Ventures, dass es keine Spuren dafür gebe, dass das Telefon gerootet wurde. Man habe aber "Spuren" gefunden, die auf Malware und einen Keylogger hindeuten.

Die Verschlüsselung wurde nicht gebrochen 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Seasonic Focus Gold 450 W für 46,99€ statt über 60€ im Vergleich)
  2. 92,60€
  3. (aktuell u. a. Notebooks)
  4. 999€ (Vergleichspreis 1.111€)

Galde 19. Mai 2016

Aus dem selben Grund wie Leute jemand zum Bundeskanzler wählt weil es eine Frau ist...

gadthrawn 19. Mai 2016

Das habe ich so nicht geschrieben. 10 Nachrichten pro Redakteur.. Überleg mal weiter...

Prypjat 19. Mai 2016

Gehe nicht so hart mit Dir ins Gericht. Wenn Du das hier nicht gelesen und kommentiert...

Prypjat 19. Mai 2016

Ich sehe da durchaus Parallelen zur Politik. ;)

juli1337 18. Mai 2016

Meines Erachtens ist es doch so, dass pro Nummer nur ein Gerät verknüpft wird. Das...


Folgen Sie uns
       


Backup per Band angesehen

Das Rattern des Roboterarms und Rauschen der Klimaanlage: Golem.de hat sich Bandlaufwerke in Aktion beim Geoforschungszentrum Potsdam angeschaut. Das Ziel: zu erfahren, was die 60 Jahre alte Technik noch immer sinnvoll macht.

Backup per Band angesehen Video aufrufen
Watch Dogs Legion angespielt: Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee
Watch Dogs Legion angespielt
Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee

E3 2019 Elitesoldaten brauchen wir nicht - in Watch Dogs Legion hacken und schießen wir auch als Pensionistin für den Widerstand. Beim Anspielen haben wir sehr über die ebenso klapprige wie kampflustige Oma Gwendoline gelacht.


    DIN 2137-T2-Layout ausprobiert: Die Tastatur mit dem großen ß
    DIN 2137-T2-Layout ausprobiert
    Die Tastatur mit dem großen ß

    Das ẞ ist schon lange erlaubt, aber nur schwer zu finden. Europatastaturen sollen das erleichtern, sind aber ebenfalls nur schwer zu finden. Wir haben ein Modell von Cherry ausprobiert - und noch viele weitere Sonderzeichen entdeckt.
    Von Andreas Sebayang und Tobias Költzsch

    1. Butterfly 3 Apple entschuldigt sich für Problem-Tastatur
    2. Sicherheitslücke Funktastatur nimmt Befehle von Angreifern entgegen
    3. Azio Retro Classic im Test Außergewöhnlicher Tastatur-Koloss aus Kupfer und Leder

    IT-Forensikerin: Beweise sichern im Faradayschen Käfig
    IT-Forensikerin
    Beweise sichern im Faradayschen Käfig

    IT-Forensiker bei der Bundeswehr sichern Beweise, wenn Soldaten Dienstvergehen oder gar Straftaten begehen, und sie jagen Viren auf Militärcomputern. Golem.de war zu Gast im Zentrum für Cybersicherheit, das ebenso wie die IT-Wirtschaft um guten Nachwuchs buhlt.
    Eine Reportage von Maja Hoock

    1. Homeoffice Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
    2. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
    3. IT-Headhunter ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht

      •  /