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John McAfee liebt den großen Auftritt.
John McAfee liebt den großen Auftritt. (Bild: Joe Raedle/Getty Images)

Die Verschlüsselung wurde nicht gebrochen

Ganz offensichtlich haben McAfee und sein Team also weder die Verschlüsselung von Whatsapp noch die Server des Unternehmens angegriffen. Wer physischen Zugang zu einem Gerät hat und hier Software installieren kann, für den stellt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kein Problem dar.

McAfee soll nach Angaben von Gizmodo zahlreiche Medien wie die International Business Times und Russia Today kontaktiert haben, um die Geschichte zu platzieren. Nach mehreren Nachfragen hätten die meisten aber dankbar abgelehnt. Auf kritische Nachfragen von Medien reagierte McAfee gereizt. In den Artikeln sei doch ganz klar beschrieben, dass er Android angegriffen habe und nicht Whatsapp.

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Doch Gizmodo zitiert eine anonyme Quelle, der zufolge McAfee verschiedenen Medien verkaufen wollte, dass er Whatsapp - und eben nicht Android - gehackt habe. Er wolle ihnen zwei eingeschweißte Smartphones zuschicken, deren Kommunikation er dann abfangen würde, soll er gesagt haben. Die Beweiskraft eines solchen Versuches tendiert allerdings gegen null. Die Verpackung von Smartphones wieder mit einer Folie zu versehen, ist kein sonderlich großes Problem.

Auch Moxie Marlinspike, der mit seinem Unternehmen das Signal-Protokoll für Whatsapp implementierte, äußerte sich bei Gizmodo zu der Geschichte: "Ich habe mit McAfee am Telefon gesprochen und er hat mir dann widerwillig bestätigt, dass es sich um ein Malware-Ding mit vorbereiteten ('pre-cooked') Telefonen handelt und alle Medien, die er ursprünglich kontaktiert hatte, sich entschieden hätten, die Geschichte nicht zu bringen."

McAfee hat den Medien nur den Namen eines seiner Mitstreiter präsentiert: Chris Roberts. Roberts war im vergangenen Jahr bekannt geworden, weil er behauptet hatte, ein Flugzeug während des Fluges gehackt zu haben. Mit einem entsprechenden Tweet hatte er für Unruhe gesorgt und wurde dafür auch kritisiert. Später wurde er vom FBI mehrfach befragt. Seine eigene Sicherheitsfirma musste nach den Veröffentlichungen Insolvenz anmelden.

Jetzt will er auch noch Snapchat mitlesen

McAfee will jetzt mit Google ins Gespräch kommen. Denn angeblich soll ein "schlimmer Fehler" in Android ihm ermöglicht haben, die Malware aufzuspielen. Auch zu diesem mysteriösen Fehler gibt es aber keinerlei Details. Im Übrigen will McAfee auch noch Snapchat mitlesen können.

Vermutlich veröffentlicht er in den kommenden Tagen eine Liste mit allen Messengern, die er mitlesen kann, wenn er ein Smartphone mit Malware infiziert hat. Auch mit Whatsapp will McAfee sprechen. Unklar ist aber, worüber eigentlich. Es gehe ihm nicht um Geld, sagte er. "Das ist meine Verantwortung gegenüber dem Stamm." Mal schauen, womit er das nächste Mal um die Ecke kommt.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

 Security: John McAfee blamiert sich mit angeblichem Whatsapp-Hack

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Galde 19. Mai 2016

Aus dem selben Grund wie Leute jemand zum Bundeskanzler wählt weil es eine Frau ist...

gadthrawn 19. Mai 2016

Das habe ich so nicht geschrieben. 10 Nachrichten pro Redakteur.. Überleg mal weiter...

Prypjat 19. Mai 2016

Gehe nicht so hart mit Dir ins Gericht. Wenn Du das hier nicht gelesen und kommentiert...

Prypjat 19. Mai 2016

Ich sehe da durchaus Parallelen zur Politik. ;)

juli1337 18. Mai 2016

Meines Erachtens ist es doch so, dass pro Nummer nur ein Gerät verknüpft wird. Das...



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