Hello Kitty: Kinderdaten ungeschützt im Netz

Eine MongoDB-Datenbank mit den privaten Informationen zahlreicher Hello-Kitty-Fans wurde veröffentlicht. Vor allem Kinder dürften davon betroffen sein - und sollten ihre Passwörter bei anderen Diensten überprüfen.

Artikel veröffentlicht am ,
Hello-Kitty-Fans müssen sich unter Umständen neue Passwörter ausdenken.
Hello-Kitty-Fans müssen sich unter Umständen neue Passwörter ausdenken. (Bild: Carlo Allegri/Reuters)

Eine Datenbank mit Informationen zahlreicher Hello-Kitty-Fans ist offenbar mit einfachen Mitteln aus dem Netz einsehbar. Die Datenbank enthält unter anderem eine Hello-Kitty-Fancommunity, rund drei Millionen Zugänge sollen betroffen sein. Die Webseite dient auch als Accountverwaltung für andere Hello-Kitty-Portale, demnach könnten auch Nutzer betroffen sein, die nicht direkt bei Sanriotown.com angemeldet sind

Stellenmarkt
  1. IT-Projektmanager (m/w/d) HR- und CRM-Systeme
    ABO Wind AG, Wiesbaden, Ingelheim am Rhein
  2. Teamleiter (m/w/d) Systemadministration
    BRUDER Spielwaren GmbH + Co. KG, Fürth bei Nürnberg
Detailsuche

Der Hacker Chris Vickery schrieb, die Daten seien einfach zugänglich - vermutlich wegen einer falsch konfigurierten MongoDB-Datenbank. Aus den Berichten von CSO und Softpedia geht nicht eindeutig hervor, ob Vickery selbst eine verwundbare Datenbank auf den Servern von Sanrio fand oder ob er eine geleakte Kopie der Datenbank einsehen konnte.

Vickery hatte Databreaches.net und CSO über den Datenfund informiert. Diese haben die Daten verifiziert, sehen aber von einer Veröffentlichung von Details wie Screenshots ab, um eine Identifizierung der Datenbank durch Kriminelle zu unterbinden. Nach Angaben von CSO wurde der Diensteanbieter, bei dem die geleakte Datenbank gehostet wurde, und auch Sanrio selbst informiert. Sanrio ist das Unternehmen, das unter anderem die Hello-Kitty-Produkte veröffentlicht.

In den Daten sollen sich Namen, Geburtsdaten, Geschlecht, Herkunftsland, E-Mail-Adressen sowie die ungesalzenen, mit SHA-1 gehashten Passwörter befinden. Außerdem wurden auch die Passwortfragen und Antworten veröffentlicht. Die Geburtsdaten sollen codiert gespeichert sein, der Klartext soll aber nach Angaben von Vickery leicht wiederherstellbar sein. Betroffen sind auch Fans, die Nutzerprofile auf den Webseiten hellokitty.com, hellokitty.com.sg, hellokitty.com.my, hellokitty.in.th und mymelody.com angelegt haben. Eltern, deren Kinder auf einer der Seiten registriert sind, sollten schnell Passwörter ändern, falls diese doppelt verwendet wurden.

Falsch konfigurierte Datenbank?

Golem Akademie
  1. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    26.–28. Oktober 2021, Virtuell
  2. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    9.–10. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Details zu dem Angriff gibt es bislang keine. Nach Angaben von Datebreaches.com handelt es sich bei dem Datensatz jedoch um eine MongoDB-Datenbank. Die in der vergangenen Woche veröffentlichte Datenbank der Software MacKeeper basierte ebenfalls auf MongoDB - Forscher warnten schon da vor weiteren Angriffen, weil mehr als 35.000 MongoDB-Datenbanken eingehende Verbindungen auf Port 27101 zulassen würden. Eine Shodan-Suche gibt eine Auflistung verwundbarer Installationen, die sich dann mit Werkzeugen wie Mongovue anzeigen lassen. Es ist demnach nicht unwahrscheinlich, dass die Sanrio-Datenbank ebenfalls falsch konfiguriert wurde. Gegen entsprechende Verwundbarkeiten gibt es Checklisten des Herstellers.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Zip
Ratenzahlung in Microsoft Edge empört die Community

Die App Zip wird seit Microsoft Edge 96 standardmäßig aktiviert. Diese bietet Ratenzahlung an, schürt aber nur Hass in der Community.

Zip: Ratenzahlung in Microsoft Edge empört die Community
Artikel
  1. Pornhub, Youporn, Mydirtyhobby: Gericht bestätigt Zugangsverbot für Pornoportale
    Pornhub, Youporn, Mydirtyhobby
    Gericht bestätigt Zugangsverbot für Pornoportale

    Die Landesmedienanstalt NRW hat zu Recht gegen drei Pornoportale mit Sitz in Zypern ein Zugangsverbot verhängt.

  2. Razer Zephyr im Test: Gesichtsmaske mit Stil bringt nicht viel
    Razer Zephyr im Test
    Gesichtsmaske mit Stil bringt nicht viel

    Einmal Cyberpunk mit Beleuchtung bitte: Tragen wir Razers Zephyr in der U-Bahn, fallen wir auf. Allerdings ist das Produkt nicht ausgereift.
    Ein Test von Oliver Nickel

  3. World of Tanks: Schwarzenegger spielt Weihnachts-Panzer
    World of Tanks
    Schwarzenegger spielt Weihnachts-Panzer

    Sonst noch was? Was am 1. Dezember 2021 neben den großen Meldungen sonst noch passiert ist, in aller Kürze.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Last Minute Angebote bei Amazon • Crucial-RAM zu Bestpreisen (u. a. 16GB Kit DDR4-3600 73,99€) • HP 27" FHD 165Hz 199,90€ • Razer Iskur X Gaming-Stuhl 239,99€ • Adventskalender bei MM/Saturn (u. a. Surface Pro 7+ 849€) • Alternate (u. a. Adata 1TB PCIe-4.0-SSD für 129,90€) [Werbung]
    •  /