Security: Heartbleed in WLAN-Routern gefunden
In einem Proof-of-Concept hat der portugiesische Sicherheitsexperte Luis Grangeia den Beweis erbracht, dass der Heartbleed-Fehler noch in zahlreichen WLAN-Routern vorhanden ist. Denn das Authentifizierungsprotokoll EAP (Extensible Authentication Protocol) nutzt OpenSSL. Router mit älteren Versionen der Verschlüsselungssoftware wären demnach anfällig. Noch ist unklar, wie viele Geräte von dem Fehler betroffen sind.
Grangeia taufte seinen Angriff Cupid(öffnet im neuen Fenster). Damit ließe sich aus Routern mit EAP-basierter Authentifizierung etwa der private Schlüssel auslesen. Der über den Heartbleed-Bug auslesbare Speicher könne aber auch Zertifikate oder weitere Zugangsdaten für den Angreifer offenbaren.
Proof-of-Concept
Sowohl EAP-PEAP, EAP-TTLS als auch EAR-TLS nutzen OpenSSL und sind somit anfällig für den Heartbleed-Bug. Mit Cupid lässt sich ermitteln(öffnet im neuen Fenster), ob die Authentifizierung eines Routers einer noch unsicheren Version von OpenSSL zugrunde liegt. Dazu muss auf einem Linux-Rechner ein von Grangeia bereitgestellter Patch für die Verifizierungssoftware Wpa-Supplicant und Hostapd angewendet werden. Anschließend lässt sich mit einem Netzwerksniffer wie Wireshark überprüfen, ob etwa Zugangsdaten im Datenverkehr auftauchen.
Grangeia kann nach eigenen Angaben nicht sagen, in wie vielen Router noch Firmware mit unsicheren Versionen von OpenSSL läuft. Seine Forschung zeigt auf, dass der Heartbeat-Bug nicht nur auf Servern im Internet verbreitet war, sondern er auch andere Hardware unsicher machen könnte. Die Authentifizierung über EAP wird beispielsweise auch in Netzwerkdruckern oder VoIP-Telefonen genutzt.
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