Security: Gravierende Lücke in AVG Remote Administration

Nutzer, die das Fernwartungspaket AVG Remote Administration nutzen, sollten dringend einen aktuellen Patch installieren. Bisher war es möglich, dass Angreifer über das Programm Code einschleusen konnten - aber das ist nicht die einzige Lücke, weitere stehen noch offen.

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Login mit falschen Daten
Login mit falschen Daten (Bild: SEC/Screenshot: Golem.de)

Das Security-Unternehmen SEC Consult weist auf vier Lücken im Programm AVG Remote Administration hin. Entdeckt hat sie der Sicherheitsforscher Stefan Viehböck. Die Fehler stecken in der Client-Anwendung des Fernwartungspakets, dieses Programm führt auch die Authentifizierung über Passwörter durch. Diese werden vom Server verschlüsselt gesendet, aber nur auf dem Client geprüft.

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Daher ist es möglich, das Clientprogramm so zu manipulieren, dass jedes Passwort akzeptiert wird. Ein Angreifer kann sich mit einem so präparierten Client so verbinden, als wäre er dessen Administrator, Einstellungen ändern, Daten abgreifen und so agieren, als säße er vor dem Rechner.

Eine weitere Lücke ermöglichte es bisher auch, über den Server des Remote-Systems Programme in den fremden Rechner einzuschleusen. Nach monatelangem Kontakt, so schreibt Viehböck in seinem Security-Advisory, habe sich AVG entschlossen, diese Lücke zu patchen - die anderen, so meint das Unternehmen, seien weniger kritisch. Dazu gehört auch eine mangelhafte Verschlüsselung des Protokolls, das die Fernwartungssoftware benutzt.

Viehböck hat zu den Lücken zwei Youtube-Videos erstellt, die seinen Proof-of-Concept im Einsatz zeigen. Er empfiehlt, die betroffenen AVG-Anwendungen nicht mehr zu nutzen und auch die Fernwartung auf den Clients zu deaktivieren. Wenn das nicht möglich ist, sollte zumindest der Patch gegen die Remote-Ausführung von Programmen installiert werden. Eine unmittelbare Stellungnahme von AVG zu den weiterhin nicht geschlossenen Lücken liegt noch nicht vor.

Nachtrag vom 8. Mai 2014, 18:05 Uhr

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AVG hat sich inzwischen zu den Problemen wie folgt geäußert: "Die von SEC entdeckten Lücken wurden an die AVG-Entwicklung gemeldet. An einer Lösung arbeiten die Entwickler, eine Aktualisierung benötigt jedoch noch Zeit und muss umfangreiche Stabilitätstests bestehen. Neue Versionen erhalten die User im Rahmen ihrer regulären Updates." Ob nun also doch alle vier Lücken geschlossen werden sollen, geht daraus nicht hervor.

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