Security: Google veröffentlicht Windows-Sicherheitslücke
Google hat eine Sicherheitslücke im Betriebssystem Windows 8.1(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Experten des Internetunternehmens hatten die Schwachstelle Ende September vergangenen Jahres entdeckt und den Windows-Hersteller Microsoft informiert.
Die Schwachstelle betrifft ein System mit der Bezeichnung NtApphelpCacheControl. Ein Nutzer mit eingeschränkten Rechten kann sich nach Angaben von Google damit Administrator-Rechte über den Rechner sichern. Er bekommt damit Zugriff auf das komplette System.
Möglicherweise ist auch Windows 7 betroffen
Die Sicherheitslücke sei auf Windows 8.1 in der 32- und in der 64-Bit-Version getestet worden. Unklar sei aber, schreibt Google, ob es sie auch in der Vorgängerversion Windows 7 gebe. Das sei nicht getestet worden.
Microsoft hat nach der Veröffentlichung reagiert – allerdings nicht mit der Bereitstellung eines Patches, sondern mit einem Kommentar(öffnet im neuen Fenster): Es werde daran gearbeitet, die Schwachstelle zu beheben, erklärt das Unternehmen. Außerdem, so wiegelt Microsoft ab, könne nur ein Nutzer, der ein Nutzerkonto auf dem angegriffenen Computer habe, die Lücke auch ausnutzen. Schließlich rät der Software-Hersteller noch, alle verfügbaren Sicherheits-Updates zu installieren sowie die Firewall auf dem Computer zu aktivieren.
Mitarbeiter des Project Zero hatten die Schwachstelle gefunden. Die Google-Sicherheitsforscher benachrichtigen einen Software-Hersteller über eine Lücke und geben dem Unternehmen dann drei Monate Zeit, um die Lücke zu schließen. Gibt es nach Ablauf dieser Frist keinen Patch, wird die Lücke veröffentlicht. Google hatte das Project Zero im Juli 2014 gegründet.
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