Abo
  • Services:

Security: Google startet Bounty-Programm für Android

Wer in Android eine Schwachstelle findet, wird von Google entlohnt. Der Suchmaschinenanbieter erweitert sein Bounty-Programm auf das mobile Betriebssystem - allerdings mit einigen Einschränkungen.

Artikel veröffentlicht am ,
Für Android hat Google ein Bug-Bounty-Programm gestartet.
Für Android hat Google ein Bug-Bounty-Programm gestartet. (Bild: Impish/CC BY 3.0)

Google will künftig für das Entdecken von Sicherheitslücken in Android zahlen. Dazu erweitert der Android-Hersteller sein Bounty-Programm auf das mobile Betriebssystem. Bisher belohnt Google das Aufdecken von Sicherheitslücken im Browser Chrome und in seiner Linux-Distribution Chrome OS. Allerdings gibt es Einschränkungen: So darf nur auf den aktuellen Nexus-Geräten nach Schwachstellen gefahndet werden.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart, Esslingen
  2. eco Verband der Internetwirtschaft e.V., Köln

Auf den aktuellen Nexus 6 und Nexus 9 können Entwickler im Code des AOSP (Android Open Source Project) und im OEM-Code, der in Bibliotheken und Treibern eingesetzt wird, nach Schwächen suchen. Auch entdeckte Fehler in Androids Linux-Kernel und im Trustzone OS samt Modulen fallen unter das Bounty-Programm. Ausgenommen sind bislang der Nexus Player, Android Wear oder das Projekt Tango.

Gestaffelte Preisgelder

Je schwerwiegender der Fehler, desto höher fällt die Belohnung aus. Wer gleich einen Test für Androids Compatibility Test Suite und einen funktionierenden und getesteten Patch mitliefert, erhält zusätzlich Geld. So wird das Auffinden eines als kritisch eingestuften Bugs mit 2.000 US-Dollar belohnt, wer zusätzlich Test und Patch einreicht, erhält 8.000 US-Dollar.

Auch entwickelte Exploits fallen unter das Bounty-Programm. Wer aus der Ferne den Android-Kernel kompromittieren kann, wird mit 20.000 US-Dollar entlohnt. Allerdings gelten auch hier Einschränkungen: Ausgenommen sind Angriffe, die komplexe Benutzereingaben erfordern, etwa Veränderungen der Konfiguration. Ebenso wenig berücksichtigt werden Angriffe, die eine Veränderung der Benutzeroberfläche voraussetzen sowie Phishing-Angriffe oder Angriffe über die Android Debug Bridge (ADB).

Verantwortungsvolle Veröffentlichungen

Gefundene Schwachstellen müssen über den öffentlichen Bug Tracker des Android Open-Source-Projekts eingereicht werden. Google weist zudem darauf hin, dass entdeckte Fehler nicht zuvor publik gemacht worden sein dürfen und appelliert an die Entwickler, sich an seine Richtlinien zur verantwortungsvollen Veröffentlichung (Responsible Disclosure) von Schwachstellen zu halten. Sind die Fehler repariert, dürfen und sollen deren Entdecker öffentlich darüber berichten.

Google hat letztes Jahr insgesamt 1,5 Millionen US-Dollar an externe Entwickler ausgezahlt, die Bugs in Chrome oder anderen Produkten entdeckt haben. Kürzlich hatte Google erstmals einen Bericht zur Sicherheit von Android veröffentlicht und darin seine Maßnahmen zur Absicherung des mobilen Betriebssystems detailliert beschrieben. Durch sein Bug-Bounty-Programm will Google externen Entwicklern einen Anreiz geben, an der Absicherung von Android mitzuarbeiten und zudem verhindern, dass Informationen über kritische Schwachstellen an mögliche Kriminelle verkauft werden.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Logan, John Wick, Alien Covenant, Planet der Affen Survival)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

Folgen Sie uns
       


Alexa-App für Windows 10 ausprobiert

Wir stellen Alexa über die neue Windows-10-App einige Fragen und natürlich erzählt sie auch wie immer einen Witz.

Alexa-App für Windows 10 ausprobiert Video aufrufen
Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

Key-Reseller: Das umstrittene Geschäft mit den günstigen Gaming-Keys
Key-Reseller
Das umstrittene Geschäft mit den günstigen Gaming-Keys

Computerspiele zum Superpreis - ist das legal? Die Geschäftspraktiken von Key-Resellern wie G2A, Gamesrocket und Kinguin waren jahrelang umstritten, mittlerweile scheint die Zeit der Skandale vorbei zu sein. Doch Entwickler und Publisher sind weiterhin kritisch.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper und Sönke Siemens


    Apple Mac Mini (Late 2018) im Test: Tolles teures Teil - aber für wen?
    Apple Mac Mini (Late 2018) im Test
    Tolles teures Teil - aber für wen?

    Der Mac Mini ist ein gutes Gerät, wenngleich der Preis für die Einstiegsvariante von Apple arg hoch angesetzt wurde und mehr Speicher(platz) viel Geld kostet. Für 4K-Videoschnitt eignet sich der Mac Mini nur selten und generell fragen wir uns, wer ihn kaufen soll.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Apple Mac Mini wird grau und schnell
    2. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

      •  /