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Security: Google Recaptcha-Alternative lässt sich mit Stock-Fotos austricksen

Google hat eine neue Alternative für Recaptcha-Rätsel vorgestellt: Handgesten. Das System ist offenbar noch nicht ausgereift.
/ Tobias Költzsch
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Ein solches Foto könnte ausreichen, um das Recaptcha zu lösen. (Bild: Pexels)
Ein solches Foto könnte ausreichen, um das Recaptcha zu lösen. Bild: Pexels / Pexels-Lizenz

Googles neues Recaptcha-System mit Handgesten lässt sich einfach mit Fotos austricksen. Wie ein Nutzer auf X in einem Video zeigt, können statt einer Aufnahme von sich mit den verlangten Handgesten(öffnet im neuen Fenster) einfach Stock-Fotos verwendet werden. Das Problem konnte nach einigen Versuchen dargestellt werden.

Es werden statt des Videofeeds einer Kamera per Bildschirmübertragung, etwa ODB, die Fotos als Kamerabild eingespeist. Googles Handerkennung kann offenkundig bisher nicht zwischen Bewegtbild und Foto unterscheiden. Im Video ist zu sehen, wie das System den Nutzer auffordert, bestimmte Zeichen mit der Hand darzustellen.

Für die Gesten wurden vorher passende Stock-Fotoaufnahmen heruntergeladen und passend eingespielt. Nach zwei erfolgreich dargestellten Gesten ist das Recaptcha bestätigt.

System kann wohl nicht zwischen Foto und Bewegtbild unterscheiden

Offenbar hat Google keine KI implementiert, die erkennt, ob tatsächlich eine echte Person die Gesten anzeigt. Das System befindet sich aktuell in der Testphase und könnte entsprechend verbessert werden. Gedacht ist es als Alternative zu den Recaptcha-Puzzles, die für manche Nutzer nicht einfach zu lösen sind.

Google hat kürzlich Android-Nutzer verärgert, die kein Google-Android verwenden. Ein neuer Schutz soll KI-gesteuerte, betrügerische Zugriffe auf Webseiten verhindern. Sollte das Google Cloud Fraud Defense genannte System denken, dass eine KI hinter einem Zugriff steht, kann es den Scan eines QR-Codes zur Freischaltung verlangen.

Um den QR-Code zu bestätigen, sind Googles Play-Services notwendig. Auf Google-freien Android-Smartphones sind diese nicht installiert. Nutzer könnten daher vor einem unüberwindbaren Hindernis stehen, wenn Googles System glaubt, dass eine betrügerische Aktivität stattfindet.


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