Abo
  • Services:
Anzeige
FreeBSD hat eine Sicherheitslücke geschlossen, die sich über eine seit zehn Jahren bekannte Schwachstelle ausnutzen lässt.
FreeBSD hat eine Sicherheitslücke geschlossen, die sich über eine seit zehn Jahren bekannte Schwachstelle ausnutzen lässt. (Bild: FreeBSD)

Security: FreeBSD schließt Schwachstelle im TCP-Stack

Das FreeBSD-Team hat eine Sicherheitslücke im TCP-Stack des Kernels geschlossen. Sie hat sich über eine seit zehn Jahren bekannte Schwachstelle im TC-Protokoll ausnutzen lassen.

Anzeige

Über einen seit zehn Jahren bekannten Angriff hat sich der TCP-Stack des FreeBSD-Kernels lahmlegen lassen. Die Lücke im TCP-Stack haben die FreeBSD-Entwickler jetzt geschlossen. Eine TCP-Verbindung konnte darüber gekappt beziehungsweise ein DDoS-Angriff gestartet werden, etwa wenn es sich um eine Verbindung zu einem Webserver oder einen Mailserver handelte. Updates für FreeBSD stehen inzwischen bereit. Der Angriff war über eine Schwachstelle im TC-Protokoll möglich, die es seit zehn Jahren gibt und die immer wieder für Diskussionen sorgt.

Die Lücke CVE-2004-0230 wurde bereits von anderen Distributionen und Herstellern entdeckt und die Schwachstellen, die darüber ausgenutzt werden konnten, wurden behoben. Die Lücke betraf aber nicht nur den TCP-Stack in Unix-Systemen, sondern auch IPv6 in Windows.

Leicht zu erratende Sequenznummern

Für einen Spoofing-Angriff werden normalerweise unter anderem die Port-Nummer sowohl des angegriffenen Rechners als auch die des Clients benötigt. Hat der Angreifer aber nur einen Port, könnte er mit gefälschten Pakten versuchen herauszufinden, welcher zweite Port verwendet wird. Dazu muss er aber die Sequenznummern für die Pakete kennen, die für jede Paketfolge vom Betriebssystem per Modulo berechnet werden. Anhand dieser Sequenznummern setzt der Empfänger später die einzelnen Pakete wieder zusammen. Dies kann der Angreifer nur, indem er mehrfach Pakete mit verschiedenen Sequenznummern versendet, bis er die richtige trifft.

Als die Lücke vor zehn Jahren entdeckt wurde, galt dies noch als schwer durchführbar, da dafür 2^17 oder 131072 Pakte innerhalb weniger Sekunden gesendet werden mussten. Mit der aktuellen Rechenleistung und schnellen Internetverbindungen ist ein solcher Angriff durchaus möglich.

Mit den gefälschten Paketen samt gültiger Sequenznummer ließ sich beispielsweise mit der CVE- 2004-0230 ein Paket mit dem RST-Befehl verschicken, um so die Verbindung zu kappen. Im besonderen Fall von FreeBSD, kann ein Angreifer ein Paket stattdessen mit einem SYN-Flag an eine bereits existierende Verbindung verschicken. Dabei ignorierte der TCP-Stack des FreeBSD-Kernels die Sequenznummer, die in jedem TCP-Paket enthalten ist und der Reihenfolge entspricht. Der bereitgestellte Patch überspringt Pakete samt SYN-Befehl mit doppelten Sequenznummer einfach. Die Entwickler weisen darauf hin, dass eine entsprechend konfigurierte Firewall solche Angriffe trotz Schwachstelle abwehren kann.


eye home zur Startseite
reach 18. Sep 2014

ok, sehe gerade, daß das Thema schon in einem verschobenen Thread diskutiert wird. Kann...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. LEDVANCE GmbH, Garching bei München
  2. Chemische Fabrik Budenheim KG, Budenheim
  3. ENERTRAG Aktiengesellschaft, Dauerthal, Berlin, Edemissen
  4. IKOR Management- und Systemberatung GmbH, deutschlandweit


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 64,97€/69,97€
  2. (-75%) 2,49€
  3. ab 129,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. VLC, Kodi, Popcorn Time

    Mediaplayer können über Untertitel gehackt werden

  2. Engine

    Unity bekommt 400 Millionen US-Dollar Investorengeld

  3. Neuauflage

    Neues Nokia 3310 soll bei Defekt komplett ersetzt werden

  4. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  5. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  6. Schutz

    Amazon rechtfertigt Sperrungen von Marketplace-Händlern

  7. CPU-Architektur

    RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht

  8. FSP Hydro PTM+

    Wassergekühltes PC-Netzteil liefert 1.400 Watt

  9. Matebook X und E im Hands on

    Huawei kann auch Notebooks

  10. Celsius-Workstations

    Fujitsu bringt sichere Notebooks und kabellose Desktops



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
The Surge im Test: Frust und Feiern in der Zukunft
The Surge im Test
Frust und Feiern in der Zukunft
  1. Computerspiele und Psyche Wie Computerspieler zu Süchtigen erklärt werden sollen
  2. Wirtschaftssimulation Pizza Connection 3 wird gebacken
  3. Mobile-Games-Auslese Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn

Redmond Campus Building 87: Microsofts Area 51 für Hardware
Redmond Campus Building 87
Microsofts Area 51 für Hardware
  1. Windows on ARM Microsoft erklärt den kommenden x86-Emulator im Detail
  2. Azure Microsoft betreut MySQL und PostgreSQL in der Cloud
  3. Microsoft Azure bekommt eine beeindruckend beängstigende Video-API

3D-Druck bei der Bahn: Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
3D-Druck bei der Bahn
Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
  1. Bahnchef Richard Lutz Künftig "kein Ticket mehr für die Bahn" notwendig
  2. Flatrate Öffentliches Fahrradleihen kostet 50 Euro im Jahr
  3. Nextbike Berlins neues Fahrradverleihsystem startet

  1. Re: Arbeitsspeicher aufrüstbar?

    ChristianKG | 01:38

  2. Re: Far Cry 5 wird wohl der Grund sein

    RickRickdiculou... | 01:36

  3. Re: Ähnliches auch damals bei LCDs mit LED-Backlight

    Apfelbrot | 01:01

  4. Re: Unity ist auch eine vergleichsweise gute Engine

    GenXRoad | 00:59

  5. Re: Marketing scheint bei Unity ein besonders...

    Mithrandir | 00:54


  1. 18:58

  2. 18:20

  3. 17:59

  4. 17:44

  5. 17:20

  6. 16:59

  7. 16:30

  8. 15:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel