Security: E-Mail-Konten des syrischen Präsidenten mutmaßlich gehackt

Syrische Oppositionelle wollen die E-Mail-Konten des syrischen Präsidenten und seiner Frau gehackt und E-Mails entwendet haben. Die Mails, die sie dem Guardian zuspielten, geben einen Einblick in die Lebensweise der Assads.

Artikel veröffentlicht am ,
Präsident al-Assad und seine Frau: unter falschem Namen bei iTunes eingekauft
Präsident al-Assad und seine Frau: unter falschem Namen bei iTunes eingekauft (Bild: Sana Sana/Reuters)

Der britischen Tageszeitung The Guardian sind von syrischen Oppositionellen 3.000 E-Mails aus Syrien zugespielt worden. Dabei soll es sich um private E-Mails des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad und seiner Frau Asma handeln.

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Die Aktivisten hätten, so berichtet der Guardian, die E-Mail-Konten der Assads gehackt und die Mails von dort heruntergeladen. Sie stammen aus der Zeit zwischen Juni 2011 und Februar 2012.

Privates Informantennetz

Die E-Mails geben einen Einblick in die Sicht Assads auf die Aufstände im Land: So scheint der Präsident sehr gut über die Vorgänge in seinem Land informiert zu sein. Er habe ein Netz von Vertrauten aufgebaut, die ihm direkt und ohne den Umweg über seine Berater per E-Mail Bericht erstatten. Danach habe er gewusst, dass sich ausländische Journalisten in der Stadt Homs, einer Hochburg der Opposition, aufhalten.

Mehrfach soll Assad den Nachbarn Iran dazu konsultiert haben, wie er mit dem Aufstand umgehen solle. Im Dezember soll ihm ein Berater eine lange Liste von Themen vorgelegt haben, die der Präsident in einer Rede ansprechen solle. Diese Liste soll in Gesprächen mit Beratern aus dem Iran erarbeitet worden sein. Darin wurde dem Bericht zufolge Assad geraten, mächtige und gewalttätige Worte zu wählen, Angaben zur Stärke des eigenen Militärs zu machen sowie die befreundeten Nationen der syrischen Wertschätzung zu versichern.

Luxusgüter gekauft

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Außerdem zeigen die E-Mails, wie die Familie des Präsidenten lebt. So hat sich Asma al-Assad laut Guardian trotz der aktuellen Krise, in der das Land steckt, Luxusgüter wie Möbel, Einrichtungsgegenstände oder Schmuck im Wert von mehreren zehntausend US-Dollar bestellt. Ihr Mann kaufte unterdessen im iTunes-Shop ein - wegen der Sanktionen der USA gegen Syrien über das Konto eines anderen mit einer Adresse in den USA.

Angesichts der Situation im Land riet Hamid bin Khalifa al-Thani, die Tochter des Emirs von Katar, den Assads kürzlich, sie sollten Syrien verlassen. Als Exil schlug sie Doha, die Hauptstadt des Emirats, vor.

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MrSpok 16. Mär 2012

Er kauft also brav bei iTunes ein. Glück für ihn. Denn wäre zum Mord am eigenen Volk noch...

altavista 15. Mär 2012

was, er hat was gekauft ? Luxusgueter ??? das ist ja unfassbar. scheisse, hab ich auch...

jayrworthington 15. Mär 2012

Assad.m3u: Rammstein - Feuer frei Crystal Method - Bloodbath Dance Britney Spears - Oops...

Anonymer Nutzer 15. Mär 2012

Damit wäre ich vorsichtig, es wird Dir mit einem solchen kauf ein Abo und jede Menge...

waswiewo 15. Mär 2012

Ist es für eine Lügengeschichte nicht noch viel zu harmlos?



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