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Security: Der Secret Service gibt Tipps für Rechenzentrumsbetreiber

Ein Rechenzentrum behandeln wie das Weiße Haus? Diesen Tipp gab ein ehemaliger Mitarbeiter des Secret Service auf der Sicherheitkonferenz Usenix Enigma . Tatsächlich gibt es Anbieter, die nach einem ähnlichen Prinzip verfahren.
/ Hauke Gierow
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Rechenzentren sollen wie das Weiße Haus behandelt werden - findet ein Ex-Secret-Service-Agent. (Bild: Matt Wade)
Rechenzentren sollen wie das Weiße Haus behandelt werden - findet ein Ex-Secret-Service-Agent. Bild: Matt Wade / CC-BY 3.0

Der ehemalige Direktor für Cybersicherheit beim US Secret Service, Nathaniel Gleicher, hat auf der Sicherheitskonferenz Usenix Enigma Erfahrungen aus seiner Zeit bei dem Dienst geteilt(öffnet im neuen Fenster) – und will daraus Lehren für die IT-Sicherheitsbranche ableiten können. Bereits im vergangenen Jahr hatte der ehemalige Chef der NSA-Abteilung Tailored Access Operation (TAO) Tipps gegeben, wie Unternehmen ihre Security verbessern können .

So sei etwa der Zaun rund um das Weiße Haus in Washington DC nicht besonders hoch und könne leicht überwunden werden. Dahinter würden Eindringlinge jedoch vom Secret Service nach wenigen Sekunden aufgehalten, während Angriffe in Netzwerken oft wochenlang unbemerkt bleiben. Eine solche engmaschige Kontrolle der internen Ressourcen empfiehlt der Mitarbeiter auch Unternehmen.

37 Millionen Verbindungen in einem Rechenzentrum

In einem beispielhaften Rechenzentrum seien etwa 3500 Server in Betrieb, die rund 37 Millionen Verbindungen untereinander hätten. Dabei würden aber nur weniger als 1 Prozent der Verbindungen im normalen Betrieb auch genutzt. Betreiber von Rechenzentren sollten also, sagte Gleicher, daher versuchen, ungenutzte Verbindungen abzuschalten und aktive Übergabestellen wie Checkpoints zu behandeln.

Eine solche von Gleicher vorgeschlagene Kompartmentalisierung ist ohnehin ein guter Rat, um die Security zu verbessern. Gerade große Umgebungen sollten auch intern voneinander abgekoppelt werden. Angreifer sind oft mehrere hundert Tage in einem Netzwerk, bevor der Angriff entdeckt wird. Google betreibt seine Rechenzentren nach dem Zero-Trust-Prinzip, sodass die Infektion oder Störung eines Gerätes nicht gleich das ganze Netzwerk schädigt.

Firmen sollten ihr Netzwerk daher genau verstehen, sagte Gleicher. "Es ist wichtig, nicht nur das Netzwerk selbst zu mappen, sondern auch zu versuchen, die Hosts, die Server und ihre Verbindungen und wie sie miteinander kommunizieren nachzuzeichnen." Denn diese Verbindungen seien eben auch die Wege, die Angreifer bei einer Attacke nutzen würden.

Dem im Weg stehen häufig über Jahre gewachsene Infrastrukturen in einer Firma, bei denen oft kaum ein Mitarbeiter den vollen Überblick hat – gerade, wenn einzelne Prozesse outgesourct werden .

Der Secret Service, der dem Department of Homeland Security unterstellt ist, ist unter anderem mit dem Schutz des US-Präsidenten beauftragt.


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