Abo
  • Services:
Anzeige
Moderne Browser sind über Cookies angreifbar.
Moderne Browser sind über Cookies angreifbar. (Bild: Stan Honda/AFP/Getty Images)

Security: Cookies können Sicherheitslücke sein

Moderne Browser sind über Cookies angreifbar.
Moderne Browser sind über Cookies angreifbar. (Bild: Stan Honda/AFP/Getty Images)

Alle gängigen Browser sind über manipulierte Cookies angreifbar. Angreifer können mit einem Man-in-the-Middle-Angriff vertrauliche Nutzerdaten auslesen.

Anzeige

Moderne Webbrowser können über Cookies angegriffen werden. Einen entsprechenden Bericht aus dem August hat jetzt das Computer Emergency Response Team (CERT) der Carnegie-Mellon-Universität bestätigt. Mit dem Angriff können Cookies auf den Rechnern der Nutzer manipuliert werden, um später Man-in-the-Middle-Angriffe auf verschlüsselte Verbindungen durchzuführen.

Cookies sind verwundbar, weil sie nicht in jedem Fall eine Identitätsprüfung vornehmen, etwa bei Geschwister-Domains. Angreifer können also Webnutzern, die über eine unverschlüsselte Verbindung surfen, ein gefälschtes Cookie unterschieben, das später eine verschlüsselte Verbindung der gleichen Domain angreift.

Denkbar ist, dass ein Angreifer bei einer Kommunikation mit einer unverschlüsselten Subdomain, etwa foo.beispiel.com, ein Cookie mit dem Domain-Attribut beispiel.com setzt. Eine spätere Verbindung mit der Seite bar.beispiel.com könnte Angreifern dann über das manipulierte Cookie vertrauliche Nutzerdaten preisgeben, wenn Schwachstellen der Serverkonfiguration ausgenutzt werden.

Cookies dokumentieren ihre Herkunft nicht

Das ist möglich, weil Cookies keine sogenannte Chain-of-Custody haben, also keine genaue Dokumentation über den Verlauf vorliegt. Eine HTTPS-Verbindung kann demnach nicht prüfen, ob das Cookie durch eine sichere Verbindung ausgestellt wurde oder über eine unsichere. Weil Cookies darauf ausgelegt sind, Nutzer über den gesamten Bereich einer Webseite zu begleiten und zu tracken, haben sie deutlich mehr Zugriff auf Nutzerdaten als andere Anwendungen. Das macht sie zum beliebten Angriffsziel.

Nach Angaben des Forscherteams um Xiaofeng Zheng sind auch Verbindungen zu Banken oder zu Google-Diensten unter Umständen von den Angriffen betroffen. Auch gängige Browser wie Firefox, Internet Explorer, Edge und Chrome sind demnach betroffen. Die Experten empfehlen die Implementierung von HSTS (HTTP Strict Transport Security) auf Server-Ebene, um die Angriffe abzuwehren. HSTS wird jedoch nicht von allen positiv gesehen - die Technologie ist in der Kritik, da damit über eine Art Super-Cookie das Surfverhalten der Nutzer nachvollzogen werden kann.

Nachtrag

Wir haben einige Details zu den Angriffen präzisiert.


eye home zur Startseite
elf 25. Sep 2015

Was mich eher irritiert ist, dass der "Angreifer" ja auch verschlüsselte Verbindungen...

dakira 25. Sep 2015

Gegen diese Art von Angriffen schützen sich Webapps doch seit Jahren, sofern sie sauber...

Xiut 25. Sep 2015

Signieren ist nicht nur mit einem Private Key möglich und verschlüsseln erst recht...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
  2. ifm electronic GmbH, Essen
  3. über Ratbacher GmbH, Raum Gummersbach
  4. Bundeskriminalamt, Meckenheim


Anzeige
Top-Angebote
  1. (Kaufen und Leihen)
  2. (u. a. LG 24UD58-B 24"-UHD-Monitor mit FreeSync für 279,00€)
  3. 279,00€ (Vergleichspreis 319€)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. Festnetz

    O2 will in Deutschland letzte Meile per Funk überwinden

  2. Robocar

    Roborace präsentiert Roboterboliden

  3. Code.mil

    US-Militär sucht nach Lizenz für externe Code-Beiträge

  4. Project Zero

    Erneut ungepatchter Microsoft-Bug veröffentlicht

  5. Twitch

    Videostreamer verdienen am Spieleverkauf

  6. Neuer Mobilfunk

    Telekom-Chef nennt 5G-Ausbau "sehr teuer"

  7. Luftfahrt

    Nasa testet Überschallpassagierflugzeug im Windkanal

  8. Lenovo

    Moto Mod macht Moto Z zum Spiele-Handheld

  9. Alternatives Betriebssystem

    Jolla will Sailfish OS auf Sony-Smartphones bringen

  10. Gamesbranche

    PC-Plattform ist bei Spielentwicklern am beliebtesten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Trappist-1: Der Zwerg und die sieben Planeten
Trappist-1
Der Zwerg und die sieben Planeten
  1. Weltraumteleskop Erosita soll Hinweise auf Dunkle Energie finden
  2. Astrophysik Ferne Galaxie schickt grelle Blitze zur Erde
  3. Astronomie Vera Rubin, die dunkle Materie und der Nobelpreis

Limux: Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
Limux
Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
  1. Limux München prüft Rückkehr zu Windows
  2. Limux-Projekt Windows könnte München mehr als sechs Millionen Euro kosten
  3. Limux Münchner Stadtrat ignoriert selbst beauftragte Studie

Wacoms Intuos Pro Paper im Test: Weg mit digital, her mit Stift und Papier!
Wacoms Intuos Pro Paper im Test
Weg mit digital, her mit Stift und Papier!
  1. Wacom Brainwave Ein Graph sagt mehr als tausend Worte
  2. Canvas Dells Stift-Tablet bedient sich bei Microsoft und Wacom
  3. Intuos Pro Wacom verbindet Zeichentablet mit echtem Papier

  1. Re: 90 Tage sind auch genug Zeit

    Der schwarze... | 21:57

  2. Re: Erstrangig geht es denen wohl um die eigene...

    sampleuser | 21:56

  3. Re: Absurd...

    Bouncy | 21:54

  4. Re: tolle Lenkradhaltung des Fahrers

    stiGGG | 21:49

  5. Re: ein mal ausprobieren und dann liegts in der ecke

    g3kko | 21:49


  1. 18:18

  2. 17:56

  3. 17:38

  4. 17:21

  5. 17:06

  6. 16:32

  7. 16:12

  8. 15:33


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel