Security: Bug Bounty für Barbie-Puppen

Nicht nur Vtech-Spielzeug ist unsicher: Die umstrittene WLAN-Barbie von Mattel hält es mit der Sicherheit ebenfalls nicht so genau. Ein Hacker konnte aus der Puppe zahlreiche Informationen auslesen - und glaubt, auch die Serveranbindung manipulieren zu können.

Artikel veröffentlicht am ,
Die WLAN-Barbie spricht nicht nur mit Kindern - sondern gibt auch zahlreiche Daten preis.
Die WLAN-Barbie spricht nicht nur mit Kindern - sondern gibt auch zahlreiche Daten preis. (Bild: Mattel)

Der Sicherheitsforscher Matthew Jackubowski hat im Auftrag des US-Fernsehsenders NBC die neue Barbie-Puppe mit WLAN und Sprachfunktion auf Sicherheitslücken untersucht. Die derzeitigen Sicherheitsmaßnahmen scheinen geübte Angreifer nicht vor große Probleme zu stellen - Mattel hat daher angekündigt, ein Bug-Bounty-Programm für die Puppe zu starten.

Stellenmarkt
  1. Business Process Expert (m/w/d)
    Richter-Helm BioLogics GmbH & Co. KG, Bovenau
  2. IT-Administrator / -innen (m/w/d)
    alpha trading solutions GmbH, Erding
Detailsuche

Der Beitrag liefert wenig technische Details. Doch Jackubowski gab an, dass er aus der Barbie neben der Mac-Adresse, den Account-IDs und dem WLAN-Namen auch lokal gespeicherte MP3-Dateien habe auslesen können. Die Informationen seien ausreichend, um sich nach einer Analyse der Puppe mit dem WLAN-Netzwerk der Eigentümer zu verbinden, sagt er. Außerdem sei es vermutlich möglich, die Server, mit denen die Puppe kommuniziert, zu ändern - und so das Kommunikationsverhalten des Spielzeuges zu manipulieren. "Dann könnten wir sie alles sagen lassen, was wir wollen", sagte er zu NBC.

Hersteller räumt Sicherheitslücken ein und bestreitet deren Relevanz

Ein Sprecher der Firma Toy Talk, die die Technik der Puppe im Auftrag von Mattel entwickelt, räumt zwar ein, dass die Puppe gehackt werden könne. "Doch in diesem Fall würden die Informationen nicht ausreichen, um ein Kind zu identifizieren. Außerdem wären keine Audioaufzeichnungen von Kindern betroffen."

Die Puppe ist ohnehin umstritten - denn Eltern könnten über eine App die Gespräche ihrer Kinder mithören. Die Professorin Lori Andres warnte davor, dass das Unternehmen in den AGB darauf hinweist, dass es die Behörden alarmieren könnte, wenn durch "eine Unterhaltung Bedenken hinsichtlich der Sicherheit des Kindes oder anderer" entstünden.

Golem Akademie
  1. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS): virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. Februar 2022, virtuell
  2. Microsoft Dynamics 365 Guides mit HoloLens 2: virtueller Ein-Tages-Workshop
    16. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Immer mehr Kinderspielzeug verfügt über vermeintlich smarte Funktionen - doch die meisten Hersteller scheinen derzeit mit den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen schlicht überfordert - wie auch das Beispiel Vtech zeigt. Dass Mattel jetzt über ein Bug-Bounty-Programm externe Expertise einbinden will, ist zu begrüßen. Wie viel Geld Mattel für gefundene Sicherheitslücken auszahlen will, ist bislang nicht bekannt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Naomi "SexyCyborg" Wu
Pappbüste einer Tech-Youtuberin ist Youtube zu anstößig

Naomi Wu wird in der Maker-Szene für ihr Fachwissen geschätzt. Youtube demonetarisiert sie aber wohl wegen ihrer Körperproportionen.

Naomi SexyCyborg Wu: Pappbüste einer Tech-Youtuberin ist Youtube zu anstößig
Artikel
  1. VDSL-Mietpreiserhöhung: Sie investieren nicht in Netzausbau, aber beschweren sich
    VDSL-Mietpreiserhöhung
    "Sie investieren nicht in Netzausbau, aber beschweren sich"

    Die Deutsche Telekom hat die Kritiken von 1&1, Vodafone und Telefónica erwartet.

  2. Ausgegolft: In Zwickau beginnt Serienproduktion des VW ID.5
    Ausgegolft
    In Zwickau beginnt Serienproduktion des VW ID.5

    Mit der Serienfertigung des Topmodell der ID.-Baureihe hat VW die Transformation des Werks in Zwickau zum Elektroauto-Standort abgeschlossen.

  3. Trägheitseinschlussfusion: Forscher erzielen wichtigen Fortschritt bei der Kernfusion
    Trägheitseinschlussfusion
    Forscher erzielen wichtigen Fortschritt bei der Kernfusion

    An der NIF wurde erstmals brennendes Plasma erzeugt, bei dem das entstandene Helium das Plasma weiter aufheizt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RX 6900 XTU 16GB 1.449€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Acer Gaming-Monitor 119,90€ • Logitech Gaming-Headset 75€ • iRobot Saugroboter ab 289,99€ • 1TB SSD PCIe 4.0 128,07€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • GOG New Year Sale: bis zu 90% Rabatt • LG OLED 65 Zoll 1.599€ [Werbung]
    •  /