Security: BSI findet keine Zensurlisten in Xiaomi-Smartphones

Nachdem litauische Behörden umfangreiche Zensurlisten auf Smartphones von Xiaomi entdeckt haben, hat auch das BSI die Geräte untersucht.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
BSI findet keine Zensurlisten auf Xiaomi-Smartphones
BSI findet keine Zensurlisten auf Xiaomi-Smartphones (Bild: David Ramos/Getty Images)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in Smartphones von Xiaomi weder Sicherheitslücken noch Hinweise auf Zensurfunktionen entdeckt. Das teilte die Behörde am 14. Januar in Bonn mit und bestätigte einen entsprechenden Bericht des Deutschlandfunks. Das BSI hatte die Geräte aus China über mehrere Monate hinweg untersucht, weil zuvor die litauische Cyberabwehr vor Sicherheitslücken und eingebauten Zensurfunktionen in chinesischen Mobiltelefonen gewarnt hatte. Die Litauer hatten sich konkret auf das Modell Xiaomi Mi 10T 5G bezogen.

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Das BSI habe bei der Untersuchung "relevanter Geräte" keine Auffälligkeiten festgestellt, erklärte der BSI-Sprecher. Es sei auch keine Übertragung von Filterlisten festgestellt worden. Deshalb seien keine weiteren Nachforschungen oder andere Maßnahmen bezüglich der Xiaomi-Smartphones erforderlich. Das Ergebnis der Untersuchungen beziehe sich auf Deutschland.

Ein Sprecher von Xiaomi begrüßte die BSI-Stellungnahme. Die Ergebnisse der Untersuchung bestätigten das Engagement von Xiaomi für eine transparente und verantwortungsbewusste Geschäftstätigkeit, bei der die Privatsphäre und die Sicherheit der Kunden oberste Priorität hätten. "Sie hat bewiesen, dass wir alle EU- und nationalen Datenschutz- und Sicherheitsgesetze sowie alle geltenden EU-Normen für unsere Produkte einhalten."

Litauen hatte Filterliste mit über 2.000 Begriffen gefunden

Bei einer Untersuchung entdeckte das litauische Zentrum für Cybersicherheit im vergangenen Jahr Wörterlisten auf Xiaomi-Smartphones, die regelmäßig aktualisiert wurden. Laut dem Blog XDA enthielten die Listen neben politischen Begriffen wie "Freies Tibet", "demokratische Bewegung" oder "Lang lebe das demokratische Taiwan" auch Gerätebezeichnungen wie "xiaomi mi5" oder "sony ericsson". Die große Mehrheit der Begriffe hatte jedoch mit Sex, Pornografie und anderen Smartphone-Marken zu tun.

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Bereits ein Jahr zuvor wurden massive Datenschutzvorwürfe gegen Xiaomi erhoben. Demnach sendet der Browser des Herstellers jede besuchte Webseite an Xiaomi-Server. Darüber hinaus zeichne Xiaomi die Ordner auf, die ein Benutzer öffnet, die Bildschirme, die ein Benutzer betrachtet, und die gesetzten Einstellungen. Der Smartphone-Hersteller bestätigte die Vorwürfe, betonte aber, sich an Datenschutzstandards zu halten.

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