Security: Aus Backtrack wird Kali

Der Namenswechsel von Backtrack zu Kali geht mit zahlreichen Änderungen an der Linux-Distribution für Sicherheitstests in IT-Netzwerken einher. Dabei wurde die Werkzeugsammlung aufgeräumt und von Altlasten befreit. Außerdem haben die Entwickler des Herstellers Offensive Security das Linux-System aktualisiert, es nutzt den Kernel 3.7 samt der Distribution Debian und dem Desktop Gnome statt Ubuntu. Nutzer sollen trotzdem kaum Unterschiede bemerken(öffnet im neuen Fenster) .
Das Verzeichnis /pentest, in dem die zahlreichen Sicherheitswerkzeuge lagen, gibt es nicht mehr. Stattdessen ist die aktualisierte Anwendungssammlung in Debian integriert. Demnach liegen auch alle Werkzeuge im Pfad und müssen nicht mehr mit kompletter Pfadangabe aufgerufen werden. Die Navigation im Startmenü wurde ebenfalls erleichtert. Unter der Rubrik "Top Ten" sind populäre Anwendungen aufgeführt, etwa John the Ripper für das Knacken von Passwörtern oder das Metasploit-Framework für ausgiebiges Testen von Schwachstellen in IT-Infrastrukturen.
Kali für ARM
Der recht aktuelle Linux-Kernel sorgt dafür, dass möglichst viele Netzwerkgeräte mit dem Backtrack-Nachfolger funktionieren. Außerdem gibt es künftig eine Ausgabe, die auf ARM-Rechnern läuft, darunter auch das Raspberry Pi. Die bisherigen Versionen in 32- und 64-Bit lassen sich ebenfalls kostenlos von der Webseite des Projekts herunterladen(öffnet im neuen Fenster) .
In einem Wiki(öffnet im neuen Fenster) sind Anpassungen beschrieben, die sich an Kali vornehmen lassen, etwa der Wechsel von Gnome zu einem anderen Desktop, die Erstellung einer angepassten ISO oder die Liste der Standardpasswörter für Kali.