• IT-Karriere:
  • Services:

Security: Apples App Store als Einfallstor für Schadcode

Über eine Schwachstelle in der Verarbeitung von Belegen für Einkäufe in Apples App Store lässt sich Code auf fremden Rechnern einschleusen.

Artikel veröffentlicht am ,
Über eine Schwachstelle kann beliebiger Code in die Beleg-E-Mail von Apples App Store eingebettet werden.
Über eine Schwachstelle kann beliebiger Code in die Beleg-E-Mail von Apples App Store eingebettet werden. (Bild: Benjamin Kunz Mejri)

Ein etwas ungewöhnliches Einfallstor: Über den Beleg, den Apple nach einem Einkauf im App Store verschickt, lässt sich beliebiger Code einschleusen. Dazu muss der Code nur in das Namensfeld eingetragen werden. Der Beleg wird nicht nur an die eigene Adresse verschickt, sondern auch an den Verkäufer und durchläuft dabei die Server-Infrastruktur von Apple.

Stellenmarkt
  1. Fontanestadt Neuruppin, Neuruppin
  2. itsc GmbH, Hannover

Entdeckt hat die Schwachstelle der IT-Sicherheitsexperte Benjamin Kunz Mejri, der Apple bereits Anfang Juni 2015 davon in Kenntnis gesetzt hat. Apple hat die Schwachstelle zwar bereits bestätigt und ihr eine entsprechende ID zugewiesen, allerdings gab es bis gestern noch keinen Patch, wie uns Mejri bestätigt. Apple müsste dafür eine Verifizierungsmethode einführen.

Schadcode für den App-Verkäufer

Je nachdem mit welcher Applikation und Sicherheitsstufe die Beleg-E-Mail geöffnet wird, kann der eingeschleuste Code automatisch ausgeführt werden. Möglich wäre auch, dass der Schadcode durch den Verkäufer fälschlicherweise an andere Nutzer weitergegeben werden könnte. Aber auch Phishing-Angriffe oder Weiterleitungen auf manipulierte Webseiten sind möglich. Da die Beleg-E-Mail stets den offiziellen Domainnamen @email.apple.com trägt, dürfte sie von den meisten Nutzern als vertrauenswürdig eingestuft werden.

In einem Machbarkeitsnachweis ersetzte Mejri auf einem iPod seinen Namen mit einer Befehlszeile. Das Problem: Dort können auch beliebige Sonderzeichen eingegeben werden. Eine Zeichenbegrenzung gebe es vermutlich, er kenne sie aber nicht genau, sagte Meijri zu Golem.de. Apples Beleg-E-Mails werden im HTML-Format versendet, der Code wird dort in einem Iframe eingebettet. In Kombination mit anderen Exploits könnte diese Lücke für einen App-Verkäufer gefährlich werden. Da der Code auf einfacher Benutzerebene eingegeben und aus der Ferne ausgenutzt werden kann, erhielt die Lücke eine CVSS-Einstufung von 5,8.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (Daily Black Deals, u. a. Lexar 128GB SSD für 19,49€, HP Pavilion x360 Convertible für 583...
  2. (u. a. iRobot Roomba Saugroboter für 271,97€, LG OLED65B9DLA für 1.656,19€, Apple AirPods Pro...
  3. 183,99€ (inkl. 10€ Direktabzug)

Folgen Sie uns
       


Die Evolution des Microsoft Flugsimulator (1982-2020)

Die Entwicklung des Flugsimulator zeigt die beeindruckenden Fortschritte der Spielegrafik in den letzten Jahrzehnten.

Die Evolution des Microsoft Flugsimulator (1982-2020) Video aufrufen
Materiejets aus schwarzem Loch: Schneller als das Licht?
Materiejets aus schwarzem Loch
Schneller als das Licht?

Das schwarze Loch stößt Materie mit einer Geschwindigkeit aus, die wie Überlichtgeschwindigkeit aussieht.
Ein Bericht von Andreas Lutter

  1. Oumuamua Ein ganz normal merkwürdiger interstellarer Asteroid

Horror-Thriller Unsubscribe: Wie ein Zoom-Film die Nummer 1 an der Kinokasse wurde
Horror-Thriller Unsubscribe
Wie ein Zoom-Film die Nummer 1 an der Kinokasse wurde

Zwei US-Filmemacher haben mit Zoom den Horror-Film Unsubscribe gedreht. Sie landeten damit sogar an der Spitze der US-Box-Office-Charts. Zumindest für einen Tag.
Von Peter Osteried

  1. Film Wie sich Science-Fiction-Autoren das Jahr 2020 vorstellten
  2. Alien Im Weltall hört dich keiner schreien
  3. Terminator: Dark Fate Die einzig wahre Fortsetzung eines Klassikers?

Mehrwertsteuersenkung: Worauf Firmen sich einstellen müssen
Mehrwertsteuersenkung
Worauf Firmen sich einstellen müssen

Wegen der Mehrwertsteuersenkung müssen viele Unternehmen in kürzester Zeit ihre Software umstellen. Alle möglichen Sonderfälle müssen berücksichtigt werden, der Aufwand ist enorm.
Von Boris Mayer

  1. Raumfahrt Vega-Raketenstart während Corona-Ausbruchs verschoben
  2. Corona Google und Microsoft starten Weiterbildungsprogramme
  3. Kontaktverfolgung Datenschützer kritisieren offene Gästelisten

    •  /