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Security: Apple beendet Rechtsstreit mit iOS-Virtualisierer

Mehrmals hat Apple gegen den iOS-Virtualisierer Corellium vor Gericht verloren. Apple beendet nun den Rechtsstreit und stimmt einer Einigung zu.

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Apple beendet die Klage gegen Corellium mit einem Vergleich. (Bild: PATRICK T. FALLON/AFP via Getty Images)

Der iPhone-Hersteller Apple hat sich in dem Rechtsstreit um eine mögliche Urheberrechtsverletzung mit dem Security-Start-up Corellium nach einer jahrelangen Auseinandersetzung auf einen Vergleich eingelassen. Das berichtet das Magazin The Register unter Berufung auf entsprechende Gerichtsunterlagen. Details zu der geschlossenen Einigung gehen daraus jedoch nicht hervor.

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Die ursprüngliche Klage reichte Apple bereits im Sommer 2019 gegen Corellium ein. Das Start-up bietet das Werkzeug Corsec zur Virtualisierung und Simulation von iOS. Apple sah das Corsec aber als "vollständige Kopie und Reproduktion" von iOS an, die direkt mit den Sicherheitswerkzeugen des Herstellers konkurriere. Aus der Klage ging außerdem hervor, dass Apple bereits 2018 versucht hatte, Corellium zu übernehmen.

Apple verlor vor einem Bezirksgericht in Florida. Nach einer vermeintlichen Einigung in der Auseinandersetzung entschied sich Apple letztlich doch dazu, eine Berufung anzustreben und ging weiter juristisch gegen Corellium vor. Doch auch das angestrebte Berufungsverfahren im Frühjahr dieses Jahres verlor Apple. Das zuständige Gericht bestätigte Corellium eine Fair-Use-Ausnahme des US-Urheberrechts.

Langer Rechtsstreit mit großer Auswirkung

Wie Forbes berichtet, war aber auch das nicht das Ende der gerichtlichen Auseinandersetzung. Eigentlich hätte ein Bezirksgericht nun noch darüber entscheiden müssen, ob Corellium mit seinem Angebot gegen das Urheberrecht von Apple an dessen Wallpapern und gegen das Markenrecht verstieß. Hierzu konnte nun die erwähnte Einigung erzielt werden.

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Der Fall dürfte mittelfristig Auswirkungen darauf haben, wie und unter welchen Umständen sich die Betriebssysteme von Apple virtualisieren lassen. Denn dies will Apple eigentlich verhindern beziehungsweise weitgehend unter seiner eigenen Kontrolle behalten. So ermöglicht Apple die Virtualisierung von MacOS bisher etwa nur mit Bordmitteln und zahlreiche, teils weit verbreite Virtualisierungssoftware wird dabei nicht offiziell unterstützt.