Abo
  • Services:

Security: Android-App infiziert Windows-Rechner

Die Android-Applikation Superclean infiziert Windows-Rechner über angeschlossene Smartphones. Inzwischen ist sie nicht mehr im Play Store erhältlich.

Artikel veröffentlicht am ,
Die bereits aus dem Play Store entfernte App Superclean infiziert auch Windows-Rechner.
Die bereits aus dem Play Store entfernte App Superclean infiziert auch Windows-Rechner. (Bild: Kaspersky Labs)

Einen bislang ungewöhnlichen Angriffsvektor haben Malware-Entwickler ersonnen. Über eine Android-App wird Schadsoftware auf einen Windows-Rechner gespielt. Die App namens Superclean ist inzwischen aus Googles Play Store entfernt worden.

Stellenmarkt
  1. A.B.S. Global Factoring AG, Wiesbaden
  2. Stiftung ICP München, München

Superclean gibt vor, Android-Smartphones zu optimieren. Tatsächlich überträgt es aber Schadsoftware über den USB-Port des Android-Geräts. Die Schadsoftware lässt sich wiederum nutzen, um Gespräche auf einem Rechner des Opfers aufzunehmen. Superclean enthält aber auch Funktionen, mit denen sich Smartphones manipulieren lassen.

Veralteter Autorun-Angriff

Die Sicherheitsexperten bei Kaspersky Labs haben die Malware analysiert. Die Übertragung mit Hilfe einer präparierten Autorun.inf-Datei sei nicht mehr zeitgemäß, schreiben sie. Tatsächlich hat Microsoft die Autorun-Funktion bereits in späteren Versionen von Windows XP deaktiviert. Nicht alle Rechner haben aber entsprechende Updates für Windows XP erhalten. Allerdings lassen sich USB-Geräte generell so manipulieren, dass sie beispielsweise vom Betriebssystem auch als Tastatur eingerichtet werden und per Skript entsprechende Befehle übertragen.

Superclean hatte im Play Store zahlreiche positive Bewertungen und gab einen ähnlichen Funktionsumfang vor wie die legitime App Droid Cleaner.

Svchosts mit Audiobibliothek

Nach der Installation führte das Skript die Funktion "usb_autorun_attack" aus, eine eher unbedarfte Namensgebung, da sie leicht zu erkennen ist. Die Funktion holte sich eine präparierte Autorun.inf-Datei sowie ein entsprechendes Icon von einem Server. Die eigentliche Malware war in der Datei Svchosts.exe verborgen und trägt unter anderem den Namen Backdoor.MSIL.Ssucl.a, die laut Kaspersky bereits sei 2012 im Umlauf ist.

In dem Backdoor-Programm ist die Audiobibliothek Naudio enthalten, die frei erhältlich ist. Über Naudio überwacht die Malware den Mikrofoneingang. Sobald dieser aktiv ist, zeichnet die Schadsoftware den Audiostrom auf.

Ausgereifte Malware

Superclean schnüffelt auch auf dem infizierten Smartphone. Es kann SMS verschicken und sämtliche SMS-Nachrichten auf externe Server hochladen und auf dem Smartphone löschen. Außerdem kann Superclean WLAN aktivieren, Links im Browser öffnen und den gesamten Inhalt der SD-Karte auf externe Server übertragen. Es sei die umfangreichste Funktionsliste in einer Malware-App bisher, schreibt Victor Chebyshev im Kaspersky-Labs-Blog. Lediglich die veraltete Übertragungsart habe verhindert, dass sich Superclean effektiver verbreitet hat.

Die Malware-App ist inzwischen aus dem Play Store entfernt worden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Ni No Kuni 2 29,99€, Dark Souls 3 25,49€)
  2. 199,00€
  3. Code 100SGS3
  4. (u. a. Sicario, Bodyguard, Inception)

Abseus 07. Feb 2013

Du benutzt Linus Torwald? Iiieeeehhh das wollte hier glaub ich keiner wissen!

Ben Dover 06. Feb 2013

ein beispiel facebook app

jt (Golem.de) 06. Feb 2013

Stimmt. Ist korrigiert. Danke für den Hinweis.


Folgen Sie uns
       


Geforce GTX 1660 Ti im Test

Die Geforce GTX 1660 Ti ist mit 300 Euro die bisher günstigste Turing-Karte von Nvidia, sie hat aber keine RT-Cores für Raytracing oder Tensor-Cores für DLSS-Kantenglättung.

Geforce GTX 1660 Ti im Test Video aufrufen
Security: Vernetzte Autos sicher machen
Security
Vernetzte Autos sicher machen

Moderne Autos sind rollende Computer mit drahtloser Internetverbindung. Je mehr davon auf der Straße herumfahren, desto interessanter werden sie für Hacker. Was tun Hersteller, um Daten der Insassen und Fahrfunktionen zu schützen?
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Alarmsysteme Sicherheitslücke ermöglicht Übernahme von Autos
  2. Netzwerkanalyse Wireshark 3.0 nutzt Paketsniffer von Nmap
  3. Sicherheit Wie sich "Passwort zurücksetzen" missbrauchen lässt

Flugzeugabsturz: Boeing 737 MAX geht wegen Softwarefehler außer Betrieb
Flugzeugabsturz
Boeing 737 MAX geht wegen Softwarefehler außer Betrieb

Wegen eines bekannten Softwarefehlers wird der Flugbetrieb für Boeings neustes Flugzeug fast weltweit eingestellt - Die letzte Ausnahme war: die USA. Der Umgang der amerikanischen Flugaufsichtsbehörde mit den Problemen des neuen Flugzeugs erscheint zweifelhaft.

  1. Boeing Rollout der neuen 777X in wenigen Tagen
  2. Boeing 747 Der Jumbo Jet wird 50 Jahre alt
  3. Lufttaxi Uber sucht eine weitere Stadt für Uber-Air-Test

Gesetzesinitiative des Bundesrates: Neuer Straftatbestand Handelsplattform-Betreiber im Darknet
Gesetzesinitiative des Bundesrates
Neuer Straftatbestand Handelsplattform-Betreiber im Darknet

Eine Gesetzesinitiative des Bundesrates soll den Betrieb von Handelsplattformen im Darknet unter Strafe stellen, wenn sie Illegales fördern. Das war auch bisher schon strafbar, das Gesetz könnte jedoch vor allem der Überwachung dienen, kritisieren Juristen.
Von Moritz Tremmel

  1. Security Onionshare 2 ermöglicht einfachen Dateiaustausch per Tor
  2. Tor-Netzwerk Britischer Kleinstprovider testet Tor-SIM-Karte
  3. Tor-Netzwerk Sicherheitslücke für Tor Browser 7 veröffentlicht

    •  /