Abo
  • IT-Karriere:

Secure Boot: Linus Torvalds sieht keine Probleme mit UEFI

Linux-Erfinder Linus Torvalds zeigt wenig Verständnis für die Kritik am Umgang von Fedora und Red Hat mit Secure Boot. Er könne sich sogar vorstellen, Secure Boot selbst zu nutzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Linus Torvalds versteht die Aufregung um Secure Boot nicht.
Linus Torvalds versteht die Aufregung um Secure Boot nicht. (Bild: Microsoft)

Die für Fedora vorgeschlagene Lösung zum Umgang mit Secure Boot ist auf teils heftige Kritik gestoßen. Der Linux-Erfinder und -Chefentwickler Linus Torvalds zeigt dafür jedoch wenig Verständnis. Dem US-Magazin ZDNet sagte er: "Wenn es nur 99 US-Dollar kostet, um einen Schlüssel für Fedora zu bekommen, verstehe ich nicht, was das riesige Problem ist."

Stellenmarkt
  1. Lebensversicherung von 1871 a. G. München, München
  2. Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Berlin, Braunschweig

Genau dieser Punkt erregte jedoch viele Linux-Nutzer. Der Entwickler Matthew Garrett schlug einen Bootprozess vor, bei dem ein kleiner Teil mit einem Schlüssel von Microsoft signiert wird. Dafür ist eine Gebühr von 99 US-Dollar nötig, die jedoch nicht an Microsoft geht, sondern an Versign, das den Schlüssel bereitstellt.

Torvalds ist Pragmatiker

Wie bereits in vielen Debatten analysiert Torvalds auch diesmal die Lage pragmatisch. "Solange es möglich ist, die Schlüsselüberprüfung abzuschalten, damit Kernel-Entwickler ihre Arbeit machen können", könnte Secure Boot sogar zur Systemsicherheit beitragen, so Torvalds.

Er sagte außerdem, er könne sich sogar vorstellen, künftig selbst Secure-Boot zu nutzen, falls seine Hardware dies unterstütze. Torvalds kenne zwar auch die mögliche Gefahr eines Missbrauchs von Secure Boot, einige Personen seien ihm diesbezüglich jedoch zu besorgt.

UEFI nicht sehr sicher

Obwohl Torvalds Secure Boot prinzipiell einsetzen würde, weist er dennoch auf technische Gefahren hin. Seiner Meinung nach könnten zum Beispiel "clevere Hacker" in Besitz der privaten Schlüssel gelangen und so Schadcode signieren. Außerdem könnten auch Sicherheitslücken einer signierten Anwendung ausgenutzt werden, sagte Torvalds.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,19€
  2. (-64%) 6,50€
  3. 2,80€
  4. 23,49€

SmokeMaster 12. Jun 2012

Oh stimmt, das hatte ich wohl falsch in Erinnerung. Ich entschuldige mich dafür.

Kaiser Ming 12. Jun 2012

ja allerdings nur für den Entwicklungszeitraum, danach soll mans wieder einschalten...

Sharra 12. Jun 2012

Wer sich derzeit ein Windows-Pad kauft, ist sowieso unrettbar verloren. Tut mir leid...

tingelchen 12. Jun 2012

Verisign ist ein Registrar für Zertifikate. Die Erzeugung und die Absicherung eines...


Folgen Sie uns
       


LG G8x Thinq - Hands on

Das G8x Thinq von LG kann mit einer speziellen Hülle verwendet werden, die dem Smartphone einen zweiten Bildschirm hinzufügt. Golem.de hat sich das Gespann in einem ersten Kurztest angeschaut.

LG G8x Thinq - Hands on Video aufrufen
Apple TV+: Apples Videostreamingdienst ist nicht konkurrenzfähig
Apple TV+
Apples Videostreamingdienst ist nicht konkurrenzfähig

Bei so einem mickrigen Angebot hilft auch ein mickriger Preis nicht: Apples Streamingdienst hat der Konkurrenz von Netflix, Amazon und bald Disney nichts entgegenzusetzen - und das wird sich auf Jahre nicht ändern.
Eine Analyse von Ingo Pakalski

  1. Apple TV+ Apples Streamingangebot kostet 4,99 Euro im Monat
  2. Videostreaming Apple TV+ startet mit fünf Serien für 10 US-Dollar monatlich

Serielle Hybride: Unterschätzte Zwischenlösung oder längst überholt?
Serielle Hybride
Unterschätzte Zwischenlösung oder längst überholt?

Die reine E-Mobilität kommt nicht so schnell voran, wie es Klimaziele und Luftreinhaltepläne erfordern. Doch viele Fahrzeughersteller stellen derweil eine vergleichsweise simple Technologie auf die Räder, die für eine Zukunft ohne fossile Kraftstoffe Erkenntnisse liefern kann.
Von Mattias Schlenker

  1. ADAC Keyless-Go bietet Autofahrern keine Sicherheit
  2. Gesetzentwurf beschlossen Regierung verlängert Steuervorteile für Elektroautos
  3. Cabrio Renault R4 Plein Air als Elektro-Retroauto

TVs, Konsolen und HDMI 2.1: Wann wir mit 8K rechnen können
TVs, Konsolen und HDMI 2.1
Wann wir mit 8K rechnen können

Ifa 2019 Die Ifa 2019 ist bezüglich 8K nüchtern. Wird die hohe Auflösung wie 4K fast eine Dekade lang eine Nische bleiben? Oder bringen kommende Spielekonsolen und Anschlussstandards die Auflösung schneller als gedacht?
Eine Analyse von Oliver Nickel

  1. Kameras und Fernseher Ein 120-Zoll-TV mit 8K reicht Sharp nicht
  2. Sony ZG9 Erste 8K-Fernseher werden bald verkauft
  3. 8K Sharp schließt sich dem Micro-Four-Thirds-System an

    •  /