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Secure Boot: Linus Torvalds sieht keine Probleme mit UEFI

Linux-Erfinder Linus Torvalds zeigt wenig Verständnis für die Kritik am Umgang von Fedora und Red Hat mit Secure Boot. Er könne sich sogar vorstellen, Secure Boot selbst zu nutzen.
/ Sebastian Grüner
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Linus Torvalds versteht die Aufregung um Secure Boot nicht. (Bild: Microsoft)
Linus Torvalds versteht die Aufregung um Secure Boot nicht. Bild: Microsoft

Die für Fedora vorgeschlagene Lösung zum Umgang mit Secure Boot ist auf teils heftige Kritik gestoßen. Der Linux-Erfinder und -Chefentwickler Linus Torvalds zeigt dafür jedoch wenig Verständnis. Dem US-Magazin ZDNet(öffnet im neuen Fenster) sagte er: "Wenn es nur 99 US-Dollar kostet, um einen Schlüssel für Fedora zu bekommen, verstehe ich nicht, was das riesige Problem ist."

Genau dieser Punkt erregte jedoch viele Linux-Nutzer. Der Entwickler Matthew Garrett schlug einen Bootprozess vor, bei dem ein kleiner Teil mit einem Schlüssel von Microsoft signiert wird. Dafür ist eine Gebühr von 99 US-Dollar nötig, die jedoch nicht an Microsoft geht, sondern an Versign, das den Schlüssel bereitstellt.

Torvalds ist Pragmatiker

Wie bereits in vielen Debatten analysiert Torvalds auch diesmal die Lage pragmatisch. "Solange es möglich ist, die Schlüsselüberprüfung abzuschalten, damit Kernel-Entwickler ihre Arbeit machen können" , könnte Secure Boot sogar zur Systemsicherheit beitragen, so Torvalds.

Er sagte außerdem, er könne sich sogar vorstellen, künftig selbst Secure-Boot zu nutzen, falls seine Hardware dies unterstütze. Torvalds kenne zwar auch die mögliche Gefahr eines Missbrauchs von Secure Boot, einige Personen seien ihm diesbezüglich jedoch zu besorgt.

UEFI nicht sehr sicher

Obwohl Torvalds Secure Boot prinzipiell einsetzen würde, weist er dennoch auf technische Gefahren hin. Seiner Meinung nach könnten zum Beispiel "clevere Hacker" in Besitz der privaten Schlüssel gelangen und so Schadcode signieren. Außerdem könnten auch Sicherheitslücken einer signierten Anwendung ausgenutzt werden, sagte Torvalds.


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