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Section Control: Bremsen vor Blitzern soll nicht mehr vor Bußgeld schützen

Schnelles Abbremsen vor der Radarfalle soll Autofahrer bald nicht mehr vor Bußgeldern schützen. Mit Section Control kann auf einer Strecke gemessen werden, ob der Fahrer im Durchschnitt zu schnell war. Dazu gibt es bald einen Pilotversuch in Deutschland.

Artikel veröffentlicht am ,
Streckenüberwachung in Großbritannien
Streckenüberwachung in Großbritannien (Bild: DeFacto/Collage: Golem.de/CC-BY-SA 2.5)

Vor vielen Radarfallen wird im Internet und mit Hilfe von Online-Navigationssystemen gewarnt. Autofahrer, die sich nicht an Tempolimits halten wollen, können das ausnutzen und ihre Geschwindigkeit kurz vor der Messstation reduzieren. Das soll künftig nicht mehr vor einem Bußgeld und weiteren Strafen schützen.

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Mit einem Streckenradar sollen vom Sommer 2016 an in Niedersachsen ganze Abschnitte einer Straße kontrolliert werden. Ist der Autofahrer im Schnitt zu schnell, wird er erfasst und muss mit Konsequenzen rechnen. Je nach Höhe der Geschwindigkeitsübertretung kann das zu Geldstrafen, aber auch zu zeitweisem Führerscheinentzug führen.

Der bundesweit erste Pilotversuch mit einem Abstandsradar soll auf der Bundesstraße 6 bei Laatzen in der Nähe von Hannover stattfinden und einige Monate dauern, hieß es vom niedersächsischen Innenministerium. Die Teststrecke ist 3 km lang. Bußgelder gibt es dem Vernehmen nach erst nach dem Testlauf. Schilder weisen auf die Überwachung hin. Auf der Strecke gibt es eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h.

Bilder werden verschlüsselt

Nach einem Bericht des NDR gab es zunächst datenschutzrechtliche Probleme beim Speichern der Fotos von Fahrern, die sich an das Limit halten. Nun seien aber bis auf wenige technische Details die Fragen der Datensicherheit geklärt, so der Sprecher der Landesdatenschutzbehörde.

Wenn die Erprobung positiv verläuft, könnte die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig die Abschnittskontrolle als Blitzeranlage offiziell zulassen. Ein entsprechendes Dokument, das die Erfordernisse beschreibt, ist online verfügbar (pdf). Darin wird von satellitenbasierten Geschwindigkeitsüberwachungsgeräten gesprochen, weil der Abstand zwischen den beiden Messpunkten per GPS bestimmt wird. Die Anwesenheit eines Fahrzeugs wird per Radarmessung festgestellt und mittels Bildaufnahme dokumentiert.

Die sogenannte Section Control ist in Österreich, Australien und den Niederlanden seit Jahren im Betrieb. Die Datenschutzprobleme konnten durch eine Verschlüsselung und einen Zwischenschritt gelöst werden. Beim Einfahren in den Bereich werden zwar alle Fahrzeuge fotografiert und beim Verlassen ein zweites Mal. Beide Aufnahmen werden verschlüsselt gespeichert und zusammen mit den Messdaten signiert. Erst wenn die Messung eine Tempoüberschreitung anzeigt, wird der Fahrer wie bei einem klassischen Blitzfoto aufgenommen und auf die verschlüsselten Fotos zur Beweissicherung zurückgegriffen.



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crazypsycho 09. Jun 2016

Stell dich doch nicht so dumm. Wenn man auffährt, so hat man was falsch gemacht...

der_wahre_hannes 07. Jun 2016

Nein, nicht wirklich. Du sagst "so lange niemand behindert wird". Und das findet sich...

kendon 02. Jun 2016

Hast Du keine Kinder oder dürfen die nicht raus?

RvdtG 01. Jun 2016

Ich hab mal die Worte ergänzt, deren der Verständlichkeit im Wege standen. Gemein ist...

Clown 01. Jun 2016

Oh, ich nahm fälschlicherweise an, dass das System an mehreren Punkten misst aber eben...


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