Secret Communications: Facebook-Messenger bald mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Mit Secret Communications sollen künftig auch Facebook-Nutzer verschlüsselt chatten können. Wie Whatsapp setzt der Messenger dabei auf das Signal-Protokoll, Nutzer müssen aber einige Entscheidungen treffen.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook will eine Verschlüsselung des Messenger-Dienstes ermöglichen.
Facebook will eine Verschlüsselung des Messenger-Dienstes ermöglichen. (Bild: Facebook)

Facebook testet derzeit für seinen Messenger-Dienst eine optionale Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Der Chatdienst Whatsapp, der ebenfalls von Facebook betrieben wird, bietet bereits eine durchgehende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Stellenmarkt
  1. IT-Mitarbeiter (m/w/d) für klinische Anwendungen und Digitalisierungsprojekte
    Diakonie-Klinikum Stuttgart, Stuttgart
  2. Softwarearchitektin / Softwarearchitekt (w/m/d)
    Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Campus Nord, Eggenstein-Leopoldshafen
Detailsuche

Das Feature wird von Facebook Secret Communications genannt und muss von den Nutzern aktiviert werden. Bei der Verschlüsselung im Messenger soll das Signal-Protokoll zum Einsatz kommen. Außerdem können Nutzer auch ein Ablaufdatum für Nachrichten festlegen.

  • Facebook testet jetzt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Messenger. (Bild: Facebook)
  • Facebook testet jetzt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Messenger. (Bild: Facebook)
  • Facebook testet jetzt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Messenger. (Bild: Facebook)
  • Facebook testet jetzt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Messenger. (Bild: Facebook)
Facebook testet jetzt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Messenger. (Bild: Facebook)

Die verschlüsselten Nachrichten können wegen der Verschlüsselung immer nur auf einem Gerät gelesen werden. Es ist also nicht möglich, den Chat in einer Session auf dem Smartphone zu beginnen und dann auf dem Tablet fortzusetzen. Nutzer können jeweils nur ein Gerät für die Nutzung geheimer Chats verwenden. Soll das Gerät gewechselt werden, wird das alte abgemeldet und die entsprechenden Schlüssel auf dem neuen Gerät neu erzeugt.

Die auf Signal basierende Verschlüsselung nutzt die elliptische Kurve 25519, es werden eine Reihe von Schlüsseln erstellt. Der Identity Key wird bei der ersten Nutzung des Dienstes erzeugt. Ein weiterer Pre-Key wird mit dem Identitiy Key signiert und regelmäßig ausgetauscht. Mit dem One-Time-Pre-Key-Schlüsselpaar schließlich werden die einzelnen Konversationen verschlüsselt. Der Ephemeral Key wird für jeden Kommunikationsvorgang innerhalb eines geheimen Chats neu erzeugt.

Bei OTR kann nur zeitgleich gechattet werden

Golem Akademie
  1. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    15.–17. März 2022, Virtuell
  2. Unity Basiswissen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    7.–9. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Aufgrund des Designs von Signal ist es auch möglich, asynchrone Kommunikation zu verschlüsseln. Das geht bei der Nutzung von Protokollen wie Jabber in Verbindung mit Off-the-Record-Messaging (OTR) nicht. Dort müssen beide Kommunikationspartner zeitgleich online sein.

Facebook weist in dem Whitepaper (PDF) darauf hin, dass Metadaten der Kommunikation nicht durch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung abgedeckt sind. Chatprotokolle werden nach Angaben von Facebook nur lokal vorgehalten, die Informationen auf dem Gerät selbst durch symmetrische Verschlüsselung geschützt. Weitere Details nennt das Unternehmen dazu nicht.

Derzeit ist das Feature in der Testphase. Im Laufe des Sommers sollen aber mehr Nutzer Zugriff darauf bekommen. In dieser Zeit sollen Funktionalität und Performance getestet und Möglichkeiten geschaffen werden, um anstößige Inhalte an Facebook zu melden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sam Zeloof
Student baut Chip mit 1.200 Transistoren

In seiner Garage hat Sam Zeloof den Z2 fertiggestellt und merkt scherzhaft an, Moore's Law schneller umgesetzt zu haben als Intel selbst.

Sam Zeloof: Student baut Chip mit 1.200 Transistoren
Artikel
  1. Xbox Cloud Gaming: Wenn ich groß bin, möchte ich gerne Netflix werden
    Xbox Cloud Gaming
    Wenn ich groß bin, möchte ich gerne Netflix werden

    Call of Duty, Fallout oder Halo: Neue Spiele bequem am Business-Laptop via Stream zocken, klingt zu gut, um wahr zu sein. Ist auch nicht wahr.
    Ein Erfahrungsbericht von Benjamin Sterbenz

  2. IBM: Watson Health anteilig für 1 Mrd. US-Dollar verkauft
    IBM
    Watson Health anteilig für 1 Mrd. US-Dollar verkauft

    Mit Francisco Partners greift eine große Investmentgruppe zu, das Geschäft mit Watson Health soll laut IBM darunter aber nicht leiden.

  3. Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut: Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell
    Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut
    "Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell"

    Ganz wie der Imperator es wünscht: Der Lego UCS AT-AT ist riesig und imposant - und eines der besten Star-Wars-Modelle aus Klemmbausteinen.
    Ein Praxistest von Oliver Nickel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MediaMarkt & Saturn: Heute alle Produkte versandkostenfrei • Corsair Vengeance RGB RT 16-GB-Kit DDR4-4000 114,90€ • Alternate (u.a. DeepCool AS500 Plus 61,89€) • Acer XV282K UHD/144 Hz 724,61€ • MindStar (u.a. be quiet! Pure Power 11 CM 600W 59€) • Sony-TVs heute im Angebot [Werbung]
    •  /