Second Sight: Bionisches Auge ermöglicht zentrales Sehen

Makuladegeneration (AMD) ist eine Augenerkrankung, die das zentrale Sehen beeinträchtigt. Ein bionisches Auge soll Patienten einen Teil davon zurückgeben. Britische Ärzte haben es erstmals einem AMD-Patienten eingesetzt.

Artikel veröffentlicht am ,
Argus II: neue Möglichkeiten für die Behandlung von AMD
Argus II: neue Möglichkeiten für die Behandlung von AMD (Bild: Second Sight)

Ärzte in England haben einem Patienten eine Retina-Prothese eingesetzt. Es ist das erste Mal, dass ein Patient das System bekommt, der altersbedingte Makuladegeneration (AMD) hat. Das Implantat soll ihm einen Teil seines zentralen Sehens zurückgeben.

Stellenmarkt
  1. Data Manager (m/w/d)
    Hays AG, München
  2. Senior Java Developer / Consultant Finance (w/m/d)
    SMF GmbH, Dortmund
Detailsuche

Der 80-jährige Patient hat einen Teil seiner Sehkraft durch AMD verloren. Dabei wird der Gelbe Fleck beeinträchtigt. Das ist der Bereich des Auges mit den meisten Sinneszellen. Im Zentrum des Gelben Flecks befindet sich die Sehgrube, die der Punkt des schärfsten Sehens ist. Der an Makuladegeneration Erkrankte verliert nach und nach das zentrale Sehen.

Argus besteht aus interner und externer Einheit

Die Augenärzte des Manchester Royal Eye Hospital haben dem Patienten das System Argus II eingesetzt, das von dem kalifornischen Unternehmen Second Sight entwickelt wurde. Es besteht aus einem Implantat, das auf die Retina aufgesetzt wird, und einer externen Einheit.

Das Implantat ist eine Matrix aus 60 Elektroden, die mit dem Sehnerv verbunden sind. Hinzu kommen ein Empfänger und ein Akku. Zu dem externen Teil gehören eine Brille, an der eine Kamera und eine Sendeeinheit befestigt sind, und ein kleiner Computer, der am Gürtel getragen wird und die Kamerabilder in elektrische Signale wandelt.

System ermöglicht Schwarzweiß-Sehen

Golem Karrierewelt
  1. Kubernetes – das Container Orchestration Framework: virtueller Vier-Tage-Workshop
    11.-14.07.2022, Virtuell
  2. Container Management und Orchestrierung: virtueller Drei-Tage-Workshop
    22.-24.08.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Signale werden auf das Implantat übertragen, das wiederum die Sehzellen stimuliert. Die Information gelangt dann über den Sehnerv ins Gehirn. Die Auflösung von 60 Pixeln soll ausreichen, damit der Träger einfache Formen erkennen oder Bewegungen erfassen kann. Auch große Buchstaben soll er damit lesen können. Das Argus-System ermöglicht nur Schwarzweiß-Sehen.

Das System ist in Europa und den USA zugelassen und schon seit einigen Jahren im Einsatz, bisher allerdings nur bei Patienten mit Retinopathia pigmentosa (RP).

Patient kann wieder besser sehen

"Der Unterschied zwischen RP und trockener AMD ist, dass RP vor allem das periphere Sehen betrifft. AMD hingegen betrifft vor allem das zentrale Sehen. Retina-Implantate können Patienten mit AMD einen Teil ihres zentralen Gesichtsfelds wiedergeben, das durch die Degeneration der Sehzellen nicht mehr arbeitet", sagt Paulo Stanga. Er leitet die Studie mit den AMD-Patienten in Manchester.

Zwei Wochen nach dem Einsetzen wurde das System aktiviert. Es zeigte sich, dass der Träger einen Teil seines Sehens wiedergewinnen konnte. Positive Ergebnisse aus der Studie könnten neue Möglichkeiten für die Behandlung von trockener AMD eröffnen, sagt Stanga.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ichbinsmalwieder 24. Jul 2015

Soso... Also ich finde es bequemer mit 2 Clicks eine neue Mail zu schreiben, wo dann...

minecrawlerx 24. Jul 2015

Neue Idee für Studie: Simple Mathematik bei Golem-Profis :D Resultat: Lieber nicht...

johnsonmonsen 23. Jul 2015

Hallo mnementh, Ich frage mich in diesem Zusammenhang, ob die Optimierung des Menschen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
"Macht mich einfach wahnsinnig"
Kelber beklagt digitale Inkompetenz von VW

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat vor einem Jahr ein Elektroauto bei VW bestellt. Und seitdem nichts mehr davon gehört.

Macht mich einfach wahnsinnig: Kelber beklagt digitale Inkompetenz von VW
Artikel
  1. Nancy Faeser: Der wandelnde Fallrückzieher
    Nancy Faeser
    Der wandelnde Fallrückzieher

    Angeblich ist Nancy Faeser Bundesinnenministerin geworden, um sich für den hessischen Landtagswahlkampf zu profilieren. Das merkt man leider.
    Ein IMHO von Friedhelm Greis

  2. Unikate: Deutsche Post verkauft eine Milliarde Matrixcode-Briefmarken
    Unikate
    Deutsche Post verkauft eine Milliarde Matrixcode-Briefmarken

    Die Deutsche Post begann im Februar 2021, Briefmarken mit Matrixcode zu verkaufen. Nun wurden bereits eine Milliarde Stück verkauft.

  3. Agile Softwareentwicklung: Einfach mal so drauflos programmiert?
    Agile Softwareentwicklung
    Einfach mal so drauflos programmiert?

    Ohne Scrum wäre das nicht passiert, heißt es oft, wenn etwas schiefgeht. Dabei ist es umgekehrt: Ohne agiles Arbeiten geht es nicht mehr. Doch es gibt drei fundamentale Missverständnisse.
    Von Frank Heckel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Xbox Series X bestellbar • Samsung schenkt 19% MwSt. • MindStar (u. a. AMD Ryzen 9 5950X 488€) • Cyber Week: Jetzt alle Deals freigeschaltet • LG OLED TV 77" 62% günstiger: 1.749€ • Bis zu 35% auf MSI • Alternate (u. a. AKRacing Core EX SE Gaming-Stuhl 169€) [Werbung]
    •  /