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Eine Parallele zum echten Wahlkampf

Als ich nach einigen Stunden in die Welt von Second Life zurückkehre, steht plötzlich Macaria Wind vor mir. Ihr Avatar zeigt eine Frau mit zwei langen Zöpfen, Flip-Flops und einem bauchfreien Top, auf dem das Konterfei von Bernie Sanders prangt. Ob es sich bei Macaria Wind auch im echten Leben um eine Frau handelt, weiß ich nicht und möchte auch nicht fragen. Der Reiz einer virtuellen Welt wie Second Life besteht schließlich darin, in eine Rolle zu schlüpfen.

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Nach etwas Smalltalk spreche ich sie auf den übergroßen Trump am Himmel an: Kann man nichts dagegen tun? "Ich kann die Nutzer melden, aber Second Life wird nichts gegen Unreife und Ignoranz unternehmen", sagt Wind. Das sei im virtuellen Leben ebenso erlaubt wie im echten. Allerdings sei die gesamte Aktion "ein guter Hinweis darauf, was uns ALLE erwartet, wenn Trump ins Weiße Haus einzieht."

  • Der Pavillon von Bernie Sanders in Second Life (Screenshot: Zeit Online)
  • Sanders in einer Nachbildung des Oval Office (Screenshot: Zeit Online)
  • Dieses Trump-Bild prangt am Himmel über dem Sanders-Hauptquartier. (Screenshot: Zeit Online)
  • Der etwas andere "Trump-Tower" (Screenshot: Zeit Online)
  • Am Ende unseres Besuchs war von dem Trump-Bild nichts mehr zu sehen. (Screenshot: Zeit Online)
  • Macaria Wind, die Besitzerin des Sanders-Hauptquartiers  (Screenshot: Zeit Online)
Macaria Wind, die Besitzerin des Sanders-Hauptquartiers (Screenshot: Zeit Online)

Es ist nicht schwer, Parallelen zwischen dem Wahlkampf in Second Life und dem in der echten Welt zu erkennen. Während Bernie Sanders als linker Idealist vor allem von jungen, gebildeten Bürgern Zuspruch erfährt, enden die Wahlkampfveranstaltungen von Donald Trump regelmäßig im Chaos: Prügeleien, gewalttätige Sicherheitskräfte, ausgeschlossene Journalisten. Die aggressive Rhetorik, die Trump während seiner Reden und auf Twitter verbreitet, färbt auf seine Unterstützer ab.

Möglicherweise ist die virtuelle Realität nicht so weit entfernt vom echten Leben, wie es gerne heißt. Second Life mag heutzutage hoffnungslos veraltet sein, doch in vielerlei Hinsicht ist es ein Prototyp der neuen, virtuellen Welten, die mit der Verbreitung von VR-Brillen kommen werden. Und in denen es Menschen geben wird, die sich danebenbenehmen.

  • Der Pavillon von Bernie Sanders in Second Life (Screenshot: Zeit Online)
  • Sanders in einer Nachbildung des Oval Office (Screenshot: Zeit Online)
  • Dieses Trump-Bild prangt am Himmel über dem Sanders-Hauptquartier. (Screenshot: Zeit Online)
  • Der etwas andere "Trump-Tower" (Screenshot: Zeit Online)
  • Am Ende unseres Besuchs war von dem Trump-Bild nichts mehr zu sehen. (Screenshot: Zeit Online)
  • Macaria Wind, die Besitzerin des Sanders-Hauptquartiers  (Screenshot: Zeit Online)
Am Ende unseres Besuchs war von dem Trump-Bild nichts mehr zu sehen. (Screenshot: Zeit Online)


Nach etwa zehn Minuten verabschiedet sich Macaria Wind höflich. Es sei wohl leider an der Zeit, die "Bernie-Bubble" zu bauen, damit man den "Trump-Müll" nicht mehr sehen müsse, sagt sie. Einige Minuten später erscheint nach und nach eine Mauer vor dem riesigen Trump-Bild am Horizont, bis es schließlich komplett verschwunden ist. Schade nur, dass ein Stück des blauen Himmels daran glauben musste.

 Second Life: Eine Mauer für Bernie
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notthisname 03. Mai 2016

Köstlich, hat sich doch gelohnt die Antworten zu lesen. :D

Bouncy 03. Mai 2016

Inklusive darauf Dinge zu erschaffen, Projekte umzusetzen und etwas zu basteln. Oder in...

MrAnderson 02. Mai 2016

Danke für den Link, hab mich noch mehr amüsiert als über diesen Artikel ... also...

ioxio 02. Mai 2016

IF YOU BUILD THE WALL THEY WON'T COME

ZyzyX 02. Mai 2016

Hmm nein eher nicht. Hab auch damals viel in SL gemacht (später auch open grid z.B. für...


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