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Secomba: Dropbox übernimmt Boxcryptor und schließt für Neukunden

Seit dem 29. November ist es nicht mehr möglich, neue Boxcryptor -Konten zu erstellen oder neue Lizenzen zu erwerben. Bestehende Verträge werden weiter bedient, doch auch bei Konkurrenten von Dropbox?
/ Achim Sawall
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Boxcryptor gibt es kostenlos mit beschränktem Leistungsumfang. (Bild: Boxcryptor)
Boxcryptor gibt es kostenlos mit beschränktem Leistungsumfang. Bild: Boxcryptor

Die deutsche Softwarefirma Secomba verkauft ihre Verschlüsselungssoftware Boxcryptor an Dropbox. Das gaben die Partner am 29. November 2022 bekannt.(öffnet im neuen Fenster) Der Cloudhoster hat nicht das Unternehmen Secomba, sondern "mehrere wichtige Assets von Boxcryptor" zur erworben. Angaben zum finanziellen Volumen der Übernahme wurden nicht gemacht.

"Dropbox erwirbt unsere IP-Technologie. Unsere neue Aufgabe wird es sein, diese Technologie nativ in das Dropbox-Produkt einzubinden" , erklärten Andrea und Robert vom Team von Boxcryptor in einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) . "Ab sofort wird nicht mehr möglich sein, neue Konten einzurichten oder neue Lizenzen zu kaufen." Bestehende Nutzer und Kunden werden weiter gemäß bestehenden Verträgen betreut. "Keine Verträge, Kundendaten oder Schlüssel werden zu Dropbox migriert, alle Daten verbleiben in unseren deutschen Rechenzentren" , betonten die Betreiber.

Secomba wurde 2011 von Andrea Pfundmeier und Robert Freudenreich gegründet. Boxcryptor verschlüsselt bereits Dateien und Ordner bei Dropbox, Google Drive, Onedrive und vielen weiteren Anbietern. Wie lange Boxcryptor weiter bei Konkurrenten von Dropbox verwendet werden kann, wurde nicht erklärt.

Die kostenlose Version von Boxcryptor kann mit einem Clouddienst auf zwei Geräten genutzt werden. Durch ein kostenpflichtiges Upgrade ist die Nutzung von Boxcryptor mit unbegrenzt vielen Clouds auf unbegrenzt vielen Geräten möglich.

Im zuletzt vorgelegten Quartalsbericht meldete Dropbox am 3. November 2022(öffnet im neuen Fenster) einen Umsatz von 591 Millionen US-Dollar und einen Nettogewinn von 83,2 Millionen US-Dollar. Dropbox hatte rund 17,5 Millionen zahlende Nutzer und konkurriert mit Cloudangeboten von Google, Amazon oder Apple sowie Box. Dropbox gibt an, mehr als 700 Millionen registrierte Benutzer weltweit zu haben.


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