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Sechs Standorte: Weihnachtsstreik bei Amazon nochmals ausgeweitet

Die Versandarbeiter weiten den Streik bei Amazon aus. Jetzt sind zwei weitere Versandzentren im Arbeitskampf. Bisher waren 1.100 bis 1.200 Angestellte im Ausstand. Amazon erklärt stets: "Der Streik hat keinerlei Auswirkungen."

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Keine Wirkung? Amazon-Arbeiter im Streik
Keine Wirkung? Amazon-Arbeiter im Streik (Bild: Verdi)

Auch in den Amazon-Versandzentren Leipzig und Bad Hersfeld sind Beschäftigte in den Streik getreten. Das gab die Gewerkschaft Verdi am 23. Dezember bekannt. Damit befinden sich die Beschäftigten an sechs Standorten bis einschließlich 24. Dezember 2016 vorläufig im Ausstand. Die Arbeitsniederlegung in den beiden Bad Hersfelder Verteilzentren begann mit der Nachtschicht.

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Beschäftigte bei Amazon sind an den Standorten Rheinberg, Werne und Graben seit dem 21. Dezember 2016 im Ausstand. In Koblenz streiken die Lagerarbeiter bereits seit dem 19. Dezember. Bei Amazon existiert kein Tarifvertrag.

"Die Beschäftigten haben eine stressige Zeit hinter sich mit Anforderungen, die oft an die Grenzen der Belastung gingen. Eine bessere Bezahlung und verlässliche Arbeitsbedingungen durch Tarifvertrag sind das Mindeste, was der weltweit größte Online-Versandhändler dafür seinen Beschäftigten schuldig ist", sagte die für den Standort Bad Hersfeld zuständige Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke. In Bad Hersfeld, dem ältesten Amazon-Standort in Deutschland, sei der Unmut darüber groß, dass "das Management das alleinige Sagen hat". Bei Amazon existiert kein Tarifvertrag. Der Kampf darum geht nunmehr in das vierte Jahr.

"Das ist weit übertrieben"

Verdi hatte am 21. Dezember 2016 von rund 1.200 Beteiligten an den Streiks berichtet. Amazon-Sprecherin Anette Nachbar betonte: "Das ist weit übertrieben. Weniger als 1.100 Mitarbeiter der Früh- und Spätschicht an insgesamt vier Standorten haben sich beteiligt." Wie bei jedem bisherigen Streik erklärte Nachbar: "Es gibt keinerlei Auswirkungen."

Bei den Streiks bei Amazon geht es den Beschäftigten um eine etwas höhere Bezahlung, Urlaubsgeld und tarifliches Weihnachtsgeld durch einen Tarifvertrag. Nach Tarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel etwa in Sachsen bekämen die Amazon-Mitarbeiter 30 Arbeitstage Urlaub und ein Urlaubsgeld von 1.075 Euro. Weihnachtsgeld in Höhe von 1.013 Euro, eine 38-Stunden-Woche und sechs Wochen Urlaub seien laut Verdi in der Branche üblich. Amazon zahlt kein Urlaubsgeld und gewährt seit dem Jahr 2016 nur noch 28 Arbeitstage Urlaub. Laut Konzerndarstellung werden an allen Standorten in Deutschland mindestens 10 Euro brutto pro Stunde gezahlt, im Durchschnitt in Deutschland 10,40 Euro brutto pro Stunde bei 38,75 Stunden pro Woche. Hinzu kommen Bonus, Weihnachtsgeld, Mitarbeiteraktien, Gratisversicherungen, ein Pensionsfonds und Mitarbeiterrabatte.



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ChMu 24. Dez 2016

Sorry,aber die Kosten entstehenVer.di,nicht Amazon. Streikende werden doch nicht bezahlt...

sky_net 24. Dez 2016

Naürlich müsste auch bei Amazon genauer nachgefragt werden. Wobei sie ja schon mehrfach...

sevk 23. Dez 2016

Elektronikteile, Billigkleider, Gebrauchsgegenstände und Handys kaufe ich nur noch bei...

Anonymer Nutzer 23. Dez 2016

...frohe festtage...

hyperlord 23. Dez 2016

Unabhängig von Verdi halte ich die Privatisierung hoheitlicher Aufgaben für grundsätzlich...


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