SEC: Dell hat im Vorjahr 13.000 Arbeitsplätze abgebaut
Dell Technologies hat fast doppelt so viele Stellen abgebaut wie zuvor angekündigt. Das geht aus einer 10-K-Pflichtmitteilung des IT-Konzerns (PDF(öffnet im neuen Fenster) ) an die US Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) hervor.
Danach hatte Dell Anfang Februar 2024 120.000 Beschäftigte, das sind etwa 13.000 weniger als zu Beginn des Jahres 2023 und damit fast 10 Prozent weniger. Wegen schwächerem PC-Absatz hatten Dell-Führungskräfte Anfang 2023 angekündigt, etwa 6.650 Stellen abzubauen.
"Während des Geschäftsjahres 2024 haben wir weiterhin bestimmte Maßnahmen ergriffen, um die Kosten zu senken" , erklärte Dell in der 198-seitigen Einreichung. "Trotz dieser schwierigen Entscheidungen setzen wir unsere gezielten Bemühungen fort, unsere Mitarbeiter zu stärken und Talente anzuziehen, zu entwickeln und zu halten." Das Geschäftsjahr 2024 entspricht bei Dell dem Kalenderjahr 2023.
Die IT-Marktforscher von IDC prognostizieren für das Jahr 2024 einen Anstieg der Serverauslieferungen um schätzungsweise 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Markt war seit dem Höhepunkt der COVID-19-Pandemie rückläufig.
Dells Server werden derzeit verstärkt für KI-Anwendungen nachgefragt, aber ein Konkurrent ist hier sehr viel stärker. KI-Server des US-Konzerns Super Micro Computer machten im jüngsten Quartalsbericht mehr als die Hälfte des Umsatzes von fast 3,7 Milliarden US-Dollar aus.
Im Vergleich dazu hätten Dell und HPE nur KI-Server im Wert von 800 Millionen US-Dollar beziehungsweise mehr als 400 Millionen US-Dollar ausgeliefert, berichtete das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) . Doch Dell-Aktien liegen nahe an einem Rekordhoch, weil das Kundeninteresse an KI-optimierten Servern steigt.
Dell mit starkem Gewinnanstieg
Dell Technologies meldete am 1. März 2024 für das vierte Quartal einen zweistelligen Anstieg des bereinigten Nettogewinns. Der Hersteller gab bekannt, dass sein Gewinn, bereinigt um einmalige Posten, für das am 2. Februar endende Quartal um 22 Prozent gestiegen sei. Der Umsatz ging um um 11 Prozent auf 22,32 Milliarden US-Dollar zurück, fiel aber etwas besser aus als von der Wall Street prognostiziert.
"Unsere starke Dynamik bei KI-optimierten Servern setzt sich fort: Die Bestellungen stiegen sequenziell um fast 40 Porzent und der Auftragsbestand hat sich nahezu verdoppelt" , sagte Chief Operating Officer Jeff Clarke.
Das Segment Infrastrukturlösungen des in Round Rock, Texas, ansässigen Unternehmens wuchs dadurch insgesamt um 10 Prozent, während der Speicherserverumsatz um 16 Prozent stieg.
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