Abo
  • IT-Karriere:

Seasonic Prime 600W Titanium Fanless: Das bisher beste passiv gekühlte Netzteil

Mit dem Prime Titanium Fanless hat Seasonic das einzige passiv gekühlte Netzteil mit 600 Watt und extrem hoher Effizienz im Angebot. Die Messwerte überzeugen durchweg und selbst elektronische Störgeräusche gibt es keine.

Artikel von veröffentlicht am
Seasonic Prime 600W Titanium Fanless
Seasonic Prime 600W Titanium Fanless (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Leise Netzteile haben bei Seasonic eine lange Tradition, schon das S12 von 2005 war in der Silent-Szene gefragt. Ein paar Jahre später - 2010 - folgte mit dem X-400 Fanless das erste passiv gekühlte Netzteil mit 80-Plus-Gold-Zertifikat. In den Folgejahren baute Seasonic das Portfolio mit dem X-460 Fanless und dem 520W Platinum Fanless weiter aus. Das aktuelle Modell ist das Prime Titanium Fanless mit 600 Watt und einer entsprechend hohen Effizienz.

  • Seasonic Prime 600W Titanium Fanless (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Seasonic Prime 600W Titanium Fanless (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Seasonic Prime 600W Titanium Fanless (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Seasonic Prime 600W Titanium Fanless (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Seasonic Prime 600W Titanium Fanless (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. Concordia Versicherungsgesellschaft a.G., Hannover
  2. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm

Seasonic liefert das voll modulare Netzteil mit abnehmbaren Kabeln aus: Neben dem 24- und zwei 8-Pin-Steckern für Mainboard sowie CPU gibt es gleich vier 6+2-Pin-Anschlüsse für Grafikkarten wie zwei Radeon RX Vega 64. Hinzu kommen sechs Sata-Stromstecker an zwei Kabeln und fünf Molex-Stromstecker an zwei Strängen, an Floppy-Anhänger wurde ebenfalls gedacht. Das 170 mm lange Gehäuse ist mit Waben versehen, damit die Abwärme nach oben steigen kann. Über dem Netzteil sollte daher etwas Luft gelassen werden.

Ein Blick ins Innere zeigt, dass Seasonic eine leicht modifizierte DC-DC-Plattform auf Basis des aktiv gekühlten Prime Titanium mit 750 Watt verwendet. So gibt es eine Haupt- und eine Tochterplatine, welche die Wandler und die obligatorischen, bis 105 Grad Celsius ausgelegten Nippon-Chemicon-Kondensatoren mit hohen 840 uF Kapazität trägt. Der Hersteller hat alle relevanten Schutzschaltungen integriert: gegen Überlast auf den Rails (OCP), gegen generelle Überlast (OPP), gegen Überhitzung (OTP), gegen Kurzschlüsse (SCP) sowie gegen Unter- und Überspannung (UVP/OVP).

  • Seasonic Prime 600W Titanium Fanless (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Seasonic Prime 600W Titanium Fanless (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Seasonic Prime 600W Titanium Fanless (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Seasonic Prime 600W Titanium Fanless (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Seasonic Prime 600W Titanium Fanless (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Uns liegt zwar ein Muster des Prime 600W Titanium Fanless vor, mangels Chroma-System oder ähnlichem Equipment können wir aber keine weiterführenden Messungen erheben. Die bisher verfügbaren Tests bescheinigen dem Seasonic-Netzteil jedoch exzellente Werte in allen Kategorien: Schon bei 10 Prozent Auslastung schafft es knapp 92 Prozent Effizienz und bis über 95 Prozent bei 50 Prozent Last - top. Die Spannungsstabilität der Schienen ist hervorragend, gleiches gilt für die Restwelligkeit (Ripple & Noise) und die Hold Up Time von satten 35 ms.

Dabei arbeitet das Prime 600W Titanium Fanless absolut lautlos, auch elektronische Störgeräusch wie Spulenfiepen treten nicht auf. Unser Sample bestätigt das: Selbst mit Ryzen Threadripper 1950X und Radeon RX Vega 64 gibt es trotz über 500 Watt Last keinen Mucks von sich - und stürzt auch nicht sporadisch ab wie das wohl überforderte 520W Platinum Fanless.

Verfügbarkeit und Fazit

Das Seasonic Prime 600W Titanium Fanless ist für rund 190 Euro lieferbar. Die aktiv gekühlte 650-Watt-Version, das Prime Ultra Titanium, kostet 160 Euro - der Aufpreis für das lüfterlose Netzteil ist also vergleichsweise gering. Die Garantie für das Fanless beträgt zwölf Jahre, was in diesem Markt enorm lange ist. Echte Alternativen gibt es nicht, einzig das zwei Jahre alte Digifanless 550W von Enermax hat weniger Leistung und 80-Plus-Platinum.

Sinn oder Unsinn eines passiv gekühlten Netzteils außen vor, gilt: Wer ein solches Modell haben möchte, bekommt mit dem Seasonic Prime 600W Titanium Fanless schlicht das beste, was der Markt zu bieten hat. Die Messwerte sind herausragend und 600 Watt mit 80+ Titanium einzigartig.

Wer das restliche (Highend-)System lautlos kühlen möchte, wird beim NSG S0 von Calyos mit doppelter Phasenkühlung fündig.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. HP Reactor Omen Maus für 34,90€, HP Pavilion Gaming Headset für 39,90€, HP Pavilin...
  2. (u. a. Battlefield V Deluxe Edition Xbox für 19,99€, Fortnite Epic Neo Versa Bundle + 2000 V...
  3. 128,99€
  4. 78,90€

Ach 25. Jan 2018

Ich würde das Netzteil am oberen Ende des Silent Bereichs verorten. HE Silent sozusagen...

ArcherV 25. Jan 2018

Dito. Mein System ist im Idle / Desktop trotz Netzteil und Gehäuselüfter ebenfalls...

Legendenkiller 25. Jan 2018

Nur mal als Beispiel: gib auch andere Anbieter wenn man nach Silent / Lkautlos PC...

Eheran 24. Jan 2018

Du solltest weniger Zeit mit Verschwörungstheorien verbringen und mehr Zeit damit, dein...

Dwalinn 24. Jan 2018

Nicht wirklich, bei 40-50% ist das Netzteil ja "nur" im optimalen bereich bei 10% sind...


Folgen Sie uns
       


Maxus EV80 Probe gefahren

Golem.de hat mit dem Maxus EV80 einen chinesischen Transporter mit europäischer DNA getestet.

Maxus EV80 Probe gefahren Video aufrufen
CO2-Emissionen und Lithium: Ist das Elektroauto wirklich ein Irrweg?
CO2-Emissionen und Lithium
Ist das Elektroauto wirklich ein Irrweg?

In den vergangenen Monaten ist die Kritik an batteriebetriebenen Elektroautos stärker geworden. Golem.de hat sich die Argumente der vielen Kritiker zur CO2-Bilanz und zum Rohstoff-Abbau einmal genauer angeschaut.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Reichweitenangst Mit dem E-Auto von China nach Deutschland
  2. Ari 458 Elektro-Lieferwagen aus Leipzig kostet knapp 14.000 Euro
  3. Nobe 100 Dreirädriges Retro-Elektroauto parkt senkrecht an der Wand

Razer Blade 15 Advanced im Test: Treffen der Generationen
Razer Blade 15 Advanced im Test
Treffen der Generationen

Auf den ersten Blick ähneln sich das neue und das ein Jahr alte Razer Blade 15: Beide setzen auf ein identisches erstklassiges Chassis. Der größte Vorteil des neuen Modells sind aber nicht offensichtliche Argumente - sondern das, was drinnen steckt.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Blade 15 Advanced Razer packt RTX 2080 und OLED-Panel in 15-Zöller
  2. Blade Stealth (2019) Razer packt Geforce MX150 in 13-Zoll-Ultrabook

Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
Ricoh GR III im Test
Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
Ein Test von Andreas Donath

  1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
  2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

    •  /