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Seagates Backup Plus: Universal Storage Module mit überschaubarer Unterstützung

Seagate hat auf der Ifa die Vorzüge seiner Backup-Plus-Festplatten gezeigt. Sie lassen sich wie Wechselmedien in Geräte einschieben, doch so richtig verbreitet hat sich der USM-Standard noch immer nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Lenovo-PC mit USM-Steckplatz
Lenovo-PC mit USM-Steckplatz (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Seagate arbeitet weiter daran, den Standard Universal Storage Module (USM) zu verbreiten, wenn auch nicht mit durchschlagendem Erfolg. Auf der Ifa konnte die Firma einige Geräte präsentieren, die zwar teils schon auf dem Markt, aber trotzdem weitgehend unbekannt sind. Das liegt daran, dass Seagate für den selbst entwickelten und mittlerweile über die SATA-IO verabschiedeten Standard kaum Werbung macht. Hinweise darauf, dass beispielsweise die eigenen Backup-Plus-Laufwerke, die kompatibel mit den meisten Goflex-Laufwerken sind, USM-fähig sind, findet der Anwender allenfalls im Detail.

  • Lenovo Ideacentre mit einem Schacht für USM-Festplatten
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  • Digitaler Videorekorder von Pace nimmt USM-Festplatten auf.
  • Digitaler Videorekorder von Pace nimmt USM-Festplatten auf.
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  • Externes Gehäuse zum Anschluss von USM-Festplatten
Lenovo Ideacentre mit einem Schacht für USM-Festplatten
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2,5-Zoll-USM-Festplatten entsprechen einer bestimmten Form und können somit in Slots eingesetzt werden. Außerdem lässt sich die Schnittstelle austauschen. Die von Seagate vertriebenen Goflex-Adapter lassen sich sogar an internen Festplatten im 2,5-Zoll-Format verwenden, weil am Steckerformat nichts Besonderes ist. Seltene Formate wie Micro-SATA zum Beispiel bei 1,8-Zoll-Laufwerken oder Slim-Sata, was Lenovo benutzt, lassen sich nicht direkt anschließen.

Seagate plant seltsamerweise - abgesehen von Messeständen - auch nicht, den USM-Standard zu bewerben. Stattdessen sind die Backup-Plus-Festplatten für Seagate Social-Media-Festplatten inklusive Backuptool für Facebook. Es ist bereits schwierig herauszufinden, ob und wie die Goflex-Serie und deren Adapter mit den Backup-Plus-Festplatten kompatibel sind, denn es gibt ein paar unangenehme Probleme mit einigen alten Goflex-Modellen. Stattdessen sollen die Partner den Bedarf an USM-Geräten wecken. So gibt es von Lenovo etwa ein Ideacentre, das einen USM-Schacht aufweist. In den passen normale USM-Festplatten von Seagate und Verbatim, wenn der Adapter vorne abgenommen wird. Auch einige alte Goflex-Festplatten passen dort hinein. Slim-USM-Laufwerke hingegen nicht. Laut Seagate ist das nicht vorgesehen, wer aber ein wenig Geschick mitbringt, schafft das trotzdem.

Gezeigt wurden außerdem Rahmen zum nachträglichen Einbau von USM-Schächten in Tower- oder Desktopgehäuse. Thermaltake bietet einen Rahmen für 3,5-Zoll-Schächte. Nicht gezeigt wurde der 5,25-Zoll-Rahmen von Antec, der neben einer USM-Festplatte intern auch eine 2,5-Zoll-Festplatte zusätzlich aufnehmen kann.

Auf dem Markt befindet sich zudem ein Mediaplayer mit USM-Schacht. Im Unterschied zu den anderen Geräten wird eine USM-Platte komplett im Gehäuse versenkt und über einen Auswurfmechanismus wieder gelöst. Einen solchen Auswurfmechanismus hat auch Dell in einem seiner Notebooks. Normalerweise passt dort ein optisches Laufwerk hinein. Da die ziemlich dünn sind, passen dort nur die USM-Slim-Platten hinein. Selbst Seagate hat dort nur wenig Auswahl. USM-Slim ist voraussichtlich bald Teil des SATA-Standards.

Außer Seagate und Verbatim interessiert sich sonst kaum ein Festplattenhersteller für das USM-Format. Western Digital sagte uns auf der Ifa, dass es derzeit keine Pläne gibt. Die Tochter Hitachi bietet zwar auch externe Festplatten an, das Label G Technology soll aber vor allem auf den Mac-Markt abzielen. Auch von Anbietern externer Festplatten ohne eigene Produktionsanlagen haben wir auf der Ifa keine USM-Festplatten gesehen.

Obwohl USM-Laufwerke nun schon seit mehr als einem Jahr auf dem Markt sind und sich auch verkaufen, ist das Interesse an dem Formfaktor als Wechselmedium mit direkter SATA-Durchbindung gering. USM-Laufwerken bleibt dann immer noch der Vorteil der wechselbaren Schnittstelle. Langfristig wird aber auch hier das Interesse sinken. Der eSATAp-Adapter wurde von Seagate eingestellt. Gegenstellen zu finden ist aber auch schwer, vielen eSATA-Schnittstellen fehlt das p für Power. Mit USB 3.0 braucht es den USB-2.0-Adapter nicht mehr, den Seagate normalerweise auch gar nicht mehr beilegt. Firewire-800-Adapter sind nur für ältere Macs interessant, da Apple langsam anfängt, die Schnittstelle mit Thunderbolt auszutauschen. Der Thunderbolt-Adapter ist mit fast 100 Euro für USM-Module zu teuer. Außerdem fehlt dann noch das 50 Euro teure Thunderbolt-Kabel.

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as (Golem.de) 07. Sep 2012

Hallo, ja, danke für den Hinweis. Im Text selbst hab ich es auch Ideacentre genannt...

Sinnfrei 07. Sep 2012

Ein NAS ersetzt kein Backup (leider). Wenn Dir einmal der Blitz richtig einschlägt hast...


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