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Seagate-Festplatte: Getrennte Köpfe sollen HDD-Leistung verdoppeln

Seagate möchte bei künftigen HAMR - Festplatten auf mehrere Aktoren setzen, um so die Köpfe an den Armen unabhängig voneinander lesen und schreiben zu lassen. Das Verfahren hilft vor allem, die Latenz zu verringern und die Anzahl der Befehle pro Sekunde zu steigern, die reine Datenübertragung profitiert weniger.
/ Marc Sauter
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Multi Actuator Technology (Bild: Seagate)
Multi Actuator Technology Bild: Seagate

Der Festplattenhersteller hat mit der Multi Actuator Technology(öffnet im neuen Fenster) eine neue Idee für künftige HDDs angekündigt. Die Technik soll bei Festplatten mit HAMR (Heat Assisted Magnetic Recording) eingesetzt werden, diese erwartet Seagate bis Ende nächsten Jahres mit bis zu 20 Terabyte Speicherkapazität.

Bei herkömmlichen HDDs gibt es einen Aktor, welcher bei einem Laufwerk mit acht Plattern die acht Arme mit ihren Köpfen bewegt, die dann entweder Daten lesen oder sie schreiben. Die Multi Actuator Technology soll dieses Manko beheben, indem es zwei Aktoren mit jeweils vier Armen und acht Köpfen gibt. Die eine Hälfte kann so Daten lesen und die andere Hälfte schreiben, weshalb das Host-System eine solche Festplatte als zwei Laufwerke sieht.

Mehr IOPS sind das Ziel

Weil die beiden Arm-Pärchen autark agieren, sinkt die durchschnittliche Latenz, mit der Informationen gelesen oder geschrieben werden. Das verdoppelt theoretisch die Input/Output-Operationen pro Sekunde, eine für Datacenter wichtige Performance-Metrik. Dort sollen die HAMR-Festplatten mit Multi Actuator Technology folgerichtig auch zuerst erscheinen. Künftig möchte Seagate die Anzahl der Aktoren erhöhen, um mehr Parallelität innerhalb der HDDs zu erreichen. Niedrige IOPS sind einer der größten Nachteile von Festplatten verglichen mit Flash-basierten SSDs.

Bei HAMR (Heat Assisted Magnetic Recording) wird die Datenschicht auf den Plattern mit einem kleinen Laser erhitzt, bevor der Schreibkopf die Informationen aufbringt. Daher dürften die Magnetscheiben aus Glas statt aus dem bisher üblichen Aluminium bestehen, da dieses Material hitzebeständiger und zudem dünner sowie steifer ist.


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