SEA-ME-WE 6: Neues Seekabel nach Südostasien bietet 126 Tbps

Ein neues Seekabel, das zwischen Südfrankreich und Singapur verläuft, soll die Datenübertragung beschleunigen.

Artikel veröffentlicht am ,
Verlauf von SEA-ME-WE 6
Verlauf von SEA-ME-WE 6 (Bild: Singtel)

Eine neue schnelle Internetverbindung in den Mittleren Osten und nach Asien steht bevor: Der Bau an dem neuen South-East-Asia-Middle-East-Western-Europe-Kabel (SEA-ME-WE) hat begonnen. Es soll Anfang 2025 fertig sein.

Startpunkt von SEA-ME-WE 6 ist in Singapur. Von dort läuft es durch den Indischen Ozean, den Suezkanal und das Mittelmeer nach Marseille. Anschlüsse und Abzweigungen sind für Malaysia, Bangladesh, die Malediven, Indien, Pakistan, Djibouti, Saudi Arabien und in Ägypten geplant. Optionen bestehen zudem für einen zweiten Abzweig nach Indien sowie Abzweigungen nach Griechenland und Italien.

Das Unterwasserkabelsystem wird eine Länge von 19.200 Kilometern haben. Nach Angaben des Fachportals Submarine Cable Networks verfügt es über zehn Glasfaserpaare mit einer Übertragungsrate von jeweils 12,6 Terabit pro Sekunde (Tbps).

SEA-ME-WE 6 bietet höhere Geschwindigkeiten

Das ganze Kabel bietet also eine Datenrate von 126 Tbps. Zum Vergleich: Das 2016 fertiggestellte SEA-ME-WE 5 hat drei Glasfaserpaare und bietet eine Übertragungsgeschwindigkeit von 24 Tbps. SEA-ME-WE 4 wurde 2015 überarbeitet und ermöglicht jetzt über zwei Glasfaserpaare 4,6 Tbps. Zuvor waren es 1,28 Tbps.

Die Verbindung durch den Suezkanal gilt wegen des hohen, dichten Schiffsverkehrs als nicht unproblematisch. Mehrfach ist es deshalb dort zu größeren Ausfällen gekommen. Aber auch Anschläge wurden schon vermutet. 2013 wurden zudem Taucher dabei erwischt, dass sie SEA-ME-WE 4 kappen wollten.

Im Dezember wurde deshalb der Bau eines Unterwasserkabels von Europa nach Ostasien beschlossen, das nördlich von Kanada und den USA durch die Nordwestpassage verläuft. Das Far North Fiber soll 14.000 Kilometer lang werden.

Das gesteigerte Datenvolumen macht die neue Kabelsysteme notwendig. "Wo immer mehr Menschen aus der Ferne arbeiten und leben, wird dieses neue Kabelsystem allen Beteiligten dabei helfen, den Nutzern entlang dieser multiregionalen Datenautobahn einen schnelleren Breitbandzugang zur Verfügung zu stellen", sagte Yue Meng Fai, Chef der Unterwasserkabel-Sparte bei Singapore Telecommunications Limited (Singtel).

SEA-ME-WE 6 soll im ersten Quartal 2025 einsatzbereit sein. Die Kosten für das Unterseekabel werden auf 500 Millionen US-Dollar geschätzt.

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kues 23. Feb 2022

@Golem: Das neue SEA-ME-WE 6 soll NICHT durch den Suezkanal verlegt werden. In der...

Huso 22. Feb 2022

Kurz gesagt: Es ist einfacher, günstiger und sicherer.

Sbibi93 22. Feb 2022

Auf seiner Tastatur sind Satzzeichen, Buchstaben und Substantive leider sehr selten. Du...

LASERwalker 22. Feb 2022

Da liegen nicht nur Kabel drin sondern auch Verstärker. Mehr Fasern -> mehr Verstärker...



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