Abo
  • Services:

Mehr Sicherheit durch SE Android

SE Android erweitert die traditionelle Rechtevergabe unter Linux, nämlich die Einteilung von Rechten nach Benutzern, etwa Root mit seinen Administratorrechten sowie der normale Benutzer, der im Gegensatz zu Root keinen Zugriff auf systemnahe Dienste und Anwendungen und deren Konfigurationsdateien hat. Die traditionellen Rechte unterteilen sich in Lesen, Schreiben und Ausführen und werden jeweils einer einzelnen Datei zugewiesen. So können Dienste meist nur von Root ausgeführt, Anwendungen aber von Benutzern gestartet werden.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Osnabrück
  2. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau

Obwohl diese Rechte - auch DAC oder Discretionatory Access Control genannt - weiterhin eine entscheidende Rolle unter Linux und Unix spielen, sind sie gewissermaßen unflexibel und teils kompliziert umzusetzen, vor allem dann, wenn Benutzer Zugriff auf systemnahe Funktionen bekommen sollen. Ein Beispiel: Damit Anwender über die Benutzeroberfläche einen Zugang zu einem neuen WLAN einrichten können, müssten sie Zugriff auf Systemdateien bekommen, die eigentlich nur vom Administrator verändert werden dürfen. Wird der Zugriff auf die entsprechenden Konfigurationsdateien unter dem traditionellen Rechtemodell für alle Benutzer freigegeben, stellt das ein gravierendes Angriffspotenzial dar, denn dann erhalten sämtliche Anwendungen ebenfalls die Rechte für die Netzwerkeinstellungen. Mit dem herkömmlichen DAC lässt sich die Rechtevergabe über Gruppen steuern, was allerdings das Einrichten eines Systems deutlich erschwert. DAC ist als Kompromiss zwischen der Benutzerverwaltung und der Systemverwaltung in modernen komplexen Linux-Systemen also eher ungeeignet.

Eingeschränkte Rechte selbst bei Root-Zugriff

Hier setzt SE Android an. Das Sicherheitsframework agiert auf Systemebene und schränkt zunächst sämtliche Rechte aller Prozesse ein. Mit Hilfe von Profilen werden bestimmten Prozessen nur bestimmte Zugriffsrechte eingeräumt, etwa der Zugriff auf Datenträger oder Netzwerkgeräte. Das Konzept nennt sich Mandatory Access Control - kurz MAC. Startet ein Dienst oder eine Anwendung einen Prozess, wird dynamisch festgelegt, welche Rechte dieser Prozess erhält.

Unabhängig von den herkömmlichen Benutzern und ihren zugewiesenen Rollen verwaltet SE Android seine eigenen, nämlich Domänen, Benutzer und Rollen. Sie werden jedem Prozess oder Dienst einzeln zugewiesen, einen allmächtigen Administrator gibt es bei SE Android nicht. SE Android stellt gewissermaßen einen Container dar, in dem Anwendungen nur in einem gewissen Kontext agieren dürfen. Selbst Anwendungen mit Root-Rechten können so eingeschränkt werden, etwa indem ihnen der Zugriff auf den Datenträger über /dev/block oder bestimmte Ordner, etwa das Benutzerverzeichnis /data, verweigert wird. Dort liegen normalerweise die Apps, die SuperSU-Rechte benötigen. So soll unter anderem verhindert werden, dass fehlerhafte oder manipulierte Apps das gesamte System kompromittieren können.

Rechte werden erzwungen statt nur vorgeschlagen

Bisher lief SE Linux in Android im sogenannten Permissive-Modus. Die Regeln waren zwar implementiert, wurden aber nicht erzwungen. Überschreitungen wurden lediglich in den Protokolldateien festgehalten. Root-Apps konnten im System daher den Startprozess Init noch nutzen, um dort eigene Startskripte einzufügen, etwa Chainfire mit seinem angepassten install_recovery.sh. Damit wurde ein SuperSU-Daemon gestartet, der dem Benutzer Root-Rechte gewährleistete.

In Lollipop werden SE-Android-Rechte jetzt erzwungen. Das gilt auch für den Startprozess und verhindert somit, dass herkömmliche Root-Apps funktionieren.

 SE Android: In Lollipop wird das Rooten schwerLollipop benötigt neuen Kernel für Root-Rechte 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-35%) 38,99€
  2. 5€
  3. 4,95€
  4. 99,99€

Thaodan 20. Nov 2014

Ist es aber nicht, was meinst weswegen MS für Android Geld bekommt.

Anonymer Nutzer 19. Nov 2014

Du übersieht dabei nur, dass es die breite Masse, überhaupt nicht interessiert, ob und...

Sirence 18. Nov 2014

Einfach Backup von den DRM Keys machen.

Trollversteher 18. Nov 2014

Woher wisst Ihr das? Bzw. was wisst Ihr denn, was in den proprietären binary-blobs...

underlines 18. Nov 2014

Chainfire ermöglicht wie bei jedem Update auch hier einfaches Root per SuperSU: https...


Folgen Sie uns
       


Fahrt mit Alstoms Brennstoffzellenzug - Bericht

Wasserstoff statt Diesel: Der Nahverkehrszug der Zukunft soll sauber fahren. Der französische Konzern Alstom hat einen Zug mit einem Brennstoffzellenantrieb entwickelt, der ohne Oberleitung elektrisch fährt. Wir sind eingestiegen.

Fahrt mit Alstoms Brennstoffzellenzug - Bericht Video aufrufen
P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test: Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit
NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test
Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit

Unter dem leuchtenden Schädel steckt der bisher schnellste NUC: Der buchgroße Hades Canyon kombiniert einen Intel-Quadcore mit AMDs Vega-GPU und strotzt förmlich vor Anschlüssen. Obendrein ist er recht leise und eignet sich für VR - selten hat uns ein System so gut gefallen.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. NUC7CJYS und NUC7PJYH Intel bringt Atom-betriebene Mini-PCs
  2. NUC8 Intels Mini-PC hat mächtig viel Leistung
  3. Hades Canyon Intel bringt NUC mit dedizierter GPU

Datenschutz: Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach
Datenschutz
Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach

Verbraucher verstehen die Texte oft nicht wirklich, in denen Unternehmen erklären, wie ihre Daten verarbeitet werden. Datenschutzexperten und -forscher suchen daher nach praktikablen Lösungen.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Soziales Netzwerk Facebook will in Deutschland Vertrauen wiedergewinnen
  2. Denial of Service Facebook löscht Cybercrime-Gruppen mit 300.000 Mitgliedern
  3. Facebook-Anhörung Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle

    •  /