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Zum Aufbau von Googles Espresso haben die Entwickler bestimmt sehr viel Kaffee benötigt.
Zum Aufbau von Googles Espresso haben die Entwickler bestimmt sehr viel Kaffee benötigt. (Bild: Scott Schiller, flickr.com/CC-BY 2.0)

SDN: Google beschleunigt sein Peering mit einem Schuss Espresso

Zum Aufbau von Googles Espresso haben die Entwickler bestimmt sehr viel Kaffee benötigt.
Zum Aufbau von Googles Espresso haben die Entwickler bestimmt sehr viel Kaffee benötigt. (Bild: Scott Schiller, flickr.com/CC-BY 2.0)

Bis zu 25 Prozent des weltweiten Internet-Verkehrs laufen an Googles Peering-Knoten vorbei, sagt das Unternehmen. Um das Routing dafür zu optimieren, nutzt Google die Software Espresso statt einzelner Hardware-Komponenten.

Das Internet besteht bekanntermaßen nicht aus einem einzigen großen Netzwerk, sondern aus vielen Teilbereichen, die durch Peering miteinander verbunden sind. Laut Google bietet das Unternehmen zusammengefasst eine der weltweit größten Peering-Schnittstellen und verarbeitet deshalb 25 Prozent des gesamten Internet-Verkehrs. Um die Kommunikation mit den Netzen der Internet-Provider zu optimieren setzt Google deshalb auf die Software Espresso.

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Mit dem intern genutzten Espresso verabschiedet sich Google langsam von der bisher üblichen Nutzung tausender einzelner Router, also klassischer Hardware, zum Verarbeiten des Netzwerkverkehrs und wendet sich dem sogenannten Software Defined Networking (SDN) zu. Eigenen Angaben zufolge sei Espresso "seit über zwei Jahren produktiv im Einsatz" und leite inzwischen 20 Prozent von Googles Gesamtverkehr ins Internet. Die restlichen 80 Prozent des Verkehrs nach außen übernehmen bei Google also noch Hardware-Router.

Software baut bessere Routen als Hardware

Für Google sind die Vorteile, die der SDN-Ansatz auch für das Peering bringt, offensichtlich: "Statt einen statischen Punkt zu wählen, um Benutzer einfach basierend auf ihrer IP-Adresse (oder schlimmer, die IP-Adresse ihres DNS-Resolvers) zu verbinden, wählen wir dynamisch den besten Punkt und verteilen unseren Verkehr auf der Grundlage tatsächlicher Leistungsdaten. Ebenso können wir in Echtzeit auf Ausfälle und Überlastung in unserem Netzwerk und im öffentlichen Internet reagieren", schreibt das Unternehmen in der Ankündigung von Espresso.

Zudem "trennen wir die Logik und die Kontrolle des Verkehrsmanagements von den Grenzen der einzelnen Router. Anstatt sich auf Tausende von einzelnen Routern zu verlassen, um Paketströme zu verwalten und aus diesen zu lernen, schieben wir die Funktionalität auf ein verteiltes System, das die gesammelten Informationen extrahiert" - diese Informationen werden dann natürlich in der hauseigenen Cloud-Infrastruktur analysiert.

Weitere Details zu dem genauen Vorgehen, etwa wie und ob Google eigene Routing-Protokolle nutzt oder wie genau der Lastausgleich vollzogen wird, gibt Google wie zu erwarten aber nicht an.


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