SDI: Note-7-Aus hat negativen Effekt auf Samsungs Akku-Tochter

Offiziell steht die Ursache der Brände bei Samsungs Galaxy Note 7 noch nicht fest, die Akkus waren aber schnell verdächtig. Für den Hersteller der ersten Akkus, Samsungs Tochter SDI, bedeutet dieser Generalverdacht einen sinkenden Marktwert und Probleme mit den Kunden.

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Das Galaxy Note 7 ist für Samsung SDI ein Problem.
Das Galaxy Note 7 ist für Samsung SDI ein Problem. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Als die ersten Galaxy Note 7 in Flammen aufgingen, tauschte Samsung die Geräte gegen neue Modelle mit Akkus eines anderen Herstellers aus. Die in den ersten Geräten verbauten Akkus der Samsung-Tochter SDI standen schnell unter dem Verdacht, die Brände zu verursachen. Dass auch einige neue Austauschgeräte mit Amperex-Akkus Feuer fingen, änderte nichts an der schlechten Publicity.

Geschäft von SDI leidet mehr als das von Samsung

Wie Reuters jetzt im Gespräch mit SDI-Managern herausgefunden hat, leidet das Geschäft von SDI immer noch unter dem Note-7-Debakel. Einer der Entwickler des Akkus erklärt, dass der Hersteller bereits kurz nach den ersten Vorfällen andere Kunden davon überzeugen musste, dass die für ihre Geräte produzierten Akkus sicher seien. Dazu zählt auch Apple.

Die Batterieprobleme sollen sich SDI zufolge ausschließlich auf das Galaxy Note 7 beziehen. Dennoch denken Analysten, dass SDI künftig Probleme haben könnte, neue Kunden zu gewinnen. Dies sei wahrscheinlich schwieriger, als die aktuellen Kunden zu überzeugen.

Unterschiedliche Entwicklungen bei den Börsenkursen

Anders als der Börsenkurs von Samsung, der nach dem Note-7-Zwischenfall höchstens stagnierte, aber nicht sank, ist der Marktwert von SDI um ein Fünftel gesunken. Der Verlust im dritten Quartal 2016 ist mehr als doppelt so hoch wie der im Vorjahreszeitraum. SDI hat einen Marktwert von 25 Prozent bei Kleingerätebatterien. Das Unternehmen wurde 1970 als Joint Venture von Samsung und NEC gegründet.

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