TV: SD-Abschaltung kommt auch bei Satellitenfernsehen

Nach dem Antennenfernsehen wird auch für Satellit die SD-Abschaltung geplant. Doch das wird nicht schnell und auch nicht ganz einfach ablaufen.

Artikel veröffentlicht am ,
Eutelsat 172B
Eutelsat 172B (Bild: Eutelsat)

Die öffentlich-rechtlichen und die Privatsender haben eine Arbeitsgruppe bei der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) eingerichtet, um die SD-Abschaltung beim Satellitenfernsehen einzuleiten. Das berichtet das Magazin InfoDigital in seiner aktuellen Ausgabe unter Berufung auf ZDF-Produktionsdirektor Andreas Bereczky. Unter Leitung von MA-HSH-Direktor Thomas Fuchs und mit Zustimmung des Kartellamts sei nach Angaben Bereczkys die Arbeitsgruppe geschaffen worden, die einen geordneten Wechsel vorbereiten und einen geeigneten Zeitpunkt festlegen soll. Doch bis zur Abschaltung dürften noch viele Jahre vergehen.

Stellenmarkt
  1. Koordinator*in (m/w/d) für Digitalisierung mit Schwerpunkt Onlinezugangsgesetz (OZG)
    Universität Stuttgart, Stuttgart
  2. SAP BW/BI Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Raum Essen
Detailsuche

RTL und ProSiebenSat.1 wurden vom Bundeskartellamt dazu verpflichtet, ihre unverschlüsselte SD-Verbreitung auf Astra mindestens bis zum Jahr 2022 weiterzuführen. Andre Prahl, Bereichsleiter Programmverbreitung der Mediengruppe RTL Deutschland, betonte denn auch im Gespräch mit InfoDigital, dass es derzeit keine Pläne für eine SD-Abschaltung gebe. "Nicht 2020 und auch nicht danach."

Die Privatsender verbreiten zudem über die Plattform HD+ der Astra-Tochter die verschlüsselten kostenpflichtigen HD-Versionen ihrer Programme. Von den HD-Satellitenhaushalten beziehen derzeit jedoch nur rund 17 Prozent HD+, über 80 Prozent nutzen die kostenfreien SD-Varianten.

SD-Abschaltung möglich?

Bereczky erwartet auch nicht, dass der Anteil der HD-Haushalte bei den Satelliten-Direktempfängern im Jahr 2019 so hoch sein werde, dass eine SD-Abschaltung möglich würde. Er rechne mit 20 bis 30 Prozent SD-Satellitenhaushalten zu diesem Zeitpunkt, was mindestens 3,5 Millionen Haushalten entspricht. Wegen der hohen Zahl tendiere er daher dazu, noch ein bis zwei weitere Jahre zu warten, sagte Bereczky.

Golem Karrierewelt
  1. Container Management und Orchestrierung: virtueller Drei-Tage-Workshop
    06.-08.03.2023, Virtuell
  2. Data Engineering mit Python und Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    18./19.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Gegen eine SD-Abschaltung für Nutzer von Satellitenfernsehen im Jahr 2019 spreche zudem, dass im gleichen Jahr die DVB-T2-HD-Einführung abgeschlossen werde und die letzten DVB-T-Ausstrahlungen endeten. "Man muss nicht alles parallel machen", gab Bereczky zu bedenken.

Die öffentlich-rechtlichen Sender sind unverschlüsselt in HD auf Astra zu sehen. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) brachte jedoch hier vor einem Jahr eine SD-Abschaltung ins Gespräch. Zur Kostenreduktion im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sollte der Simulcast von SD und HD baldmöglichst beendet werden, erklärte die KEF über die Finanzplanung in der Beitragsperiode von 2017 bis 2020 und drängte auf die Einstellung der SD-Ausstrahlung über Satellit, ab 2019 solle ausschließlich in HD-Qualität gesendet werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


MickeyKay 03. Mai 2017

Jau, ausgelutschte Redewedungen sollte man nicht verwenden - das ist ein alter Hut ;-)

Ovaron 03. Mai 2017

Da hätte ich auch selber drauf kommen können. Danke für die Korrektur und Erläuterung.

Phantomal 03. Mai 2017

Hm, also zuerst einmal der Hinweis, dass ich gar nichts zensieren möchte. Ich wollte...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Twitter
Was bisher bei Elon Musks Twitter 2.0 geschah

Nach der Twitter-Übernahme durch Elon Musk ist klar: Das Netzwerk hat wesentlich weniger Mitarbeiter. Es ist aber noch viel mehr passiert.
Ein Bericht von Oliver Nickel

Twitter: Was bisher bei Elon Musks Twitter 2.0 geschah
Artikel
  1. Telefónica: Warum der LTE-Ausbau in der U-Bahn so lange dauert
    Telefónica
    Warum der LTE-Ausbau in der U-Bahn so lange dauert

    Seit August 2010 laufen in Deutschland LTE-Netze. Nun wird 5G langsam wichtiger, doch die Berliner U-Bahn ist noch immer nicht für alle mit 4G versorgt.

  2. Responsible Disclosure: Obi macht das Melden einer Sicherheitslücke schwer
    Responsible Disclosure
    Obi macht das Melden einer Sicherheitslücke schwer

    Ein Sicherheitsforscher hat eine Lücke bei mehreren Unternehmen und Stadtverwaltungen gemeldet. Obi machte es ihm besonders schwer.

  3. Glasfaser: Konkurrenz gegen Abschaltrecht des Kupfernetzes der Telekom
    Glasfaser
    Konkurrenz gegen Abschaltrecht des Kupfernetzes der Telekom

    Noch ist die Telekom weit davon entfernt, ihr Kupfernetz abschalten zu können. Doch erste Planungen laufen und die Konkurrenz stellt Forderungen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bei Amazon • Samsung SSDs bis -28% • Rabatt-Code für ebay • Logitech Mäuse, Tastaturen & Headsets -53% • HyperX PC-Peripherie -56% • Google Pixel 6 & 7 -49% • PS5-Spiele günstiger • Tiefstpreise: Palit RTX 4080 1.369€, Roccat Kone Pro 39,99€, Asus RTX 6950 XT 939€ [Werbung]
    •  /