• IT-Karriere:
  • Services:

Screwed Drivers: Viele Sicherheitslücken in Hardware-Treibern

In den Windows-Treibern von zahlreichen Herstellern fanden sich Sicherheitslücken, mit denen Nutzerprozesse Code im Betriebssystemkernel ausführen können. Alle größeren Motherboard- und Chipsatzhersteller sind betroffen.

Artikel veröffentlicht am ,
"Screwed Drivers" sagen Mitarbeiter der Firma Eclypsium zum Stand der Sicherheit bei Hardwaretreibern.
"Screwed Drivers" sagen Mitarbeiter der Firma Eclypsium zum Stand der Sicherheit bei Hardwaretreibern. (Bild: Eclypsium)

Bei der Entwicklung von Hardwaretreibern spielt Sicherheit bislang offenbar keine große Rolle. Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Eclypsium erläuterten auf der Def Con in Las Vegas, wie sie mit vergleichsweise wenig Aufwand Dutzende Sicherheitslücken in Hardwaretreibern fanden. Betroffen sind dabei diverse namhafte Hersteller, darunter Asus, Intel, Nvidia und Huawei.

Stellenmarkt
  1. KiKxxl GmbH, Osnabrück
  2. simple system GmbH & Co. KG, München

Hardwaretreiber laufen mit den höchsten Privilegien und können direkt auf den Systemkernel zugreifen. Relevant sind die Sicherheitslücken vor allem, weil damit lokal laufende Schadsoftware ihre Rechte ausweiten kann. Die Forscher nennen diverse Beispiele aus der Vergangenheit wie etwa die Slingshot-Malware, die mit Hilfe von Treiber-Sicherheitslücken ein Kernel-Rootkit installierte oder die Lojax-Schadsoftware, die sich direkt in die Firmware eines Systems einnistete.

Treiber-Zertifizierung garantiert nicht für Sicherheit

Die genannten Treiber waren dabei alle von Microsoft zertifiziert und signiert. Das ist unter Windows inzwischen üblich, denn nur signierte Treiber werden über Microsofts Windows-Updatemechanismus verteilt. Zudem lassen sich unsignierte Treiber nur mit Schwierigkeiten überhaupt installieren.

Die Treiber-Zertifizierung von Microsoft garantiert jedoch nicht, dass die entsprechenden Treiber auf Sicherheitsprobleme geprüft wurden. Microsoft führt hierbei offenbar lediglich Funktionstests durch, die sicherstellen sollen, dass die Treiber korrekt arbeiten.

Die Reaktionen der Hersteller waren laut Eclypsium sehr unterschiedlich. Lobend erwähnt werden die Entwickler von Phoenix. Die hätten bereits nach einem Tag - an einem Samstag - geantwortet und nach kurzer Zeit neue Treiber herausgebracht, in denen die Sicherheitslücken behoben waren. Andere Hersteller wiederum, darunter MSI, Toshiba und Biostar antworteten auf die Fehlerberichte von Eclypsium überhaupt nicht.

Für Nutzer bedeuten die Ergebnisse vor allem eines: Wie jede andere Software sollten Treiber immer aktuell gehalten werden. Wenn der Hersteller Sicherheitsupdates bereitstellt, sollte man diese zeitnah installieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 9,49€
  2. 7,99€
  3. (u. a. Code Vein - Deluxe Edition für 23,99€, Railway Empire - Complete Collection für 23...
  4. 9,29€

Argh 13. Aug 2019

Ich habe am Wochenende meinen "neuen" zusammen gebastelt. B450-F von Asus mit einem Ryzen...

Auspuffanlage 13. Aug 2019

Hätten wir den Quelltext könnten wir das jetzt nachgucken ;)

DubstepCat 13. Aug 2019

Hat damit nichts zu tun, mal angenommen irgendwann hat mal jemand Zeit bugs in Open...

Frostwind 12. Aug 2019

Genau! White Lambert hat den SiSoftware Sandra-Treiber exploitet. Grayfish, ProjectSauron...

wonoscho 12. Aug 2019

Zu Ende gedacht heißt es wohl eher: Never expose your system to external data. Denn in...


Folgen Sie uns
       


Immortals Fenyx Rising - Fazit

Im Video zeigt Golem.de das Actionspiel Immortals Fenyx Rising.

Immortals Fenyx Rising - Fazit Video aufrufen
IT-Unternehmen: Die richtige Software für ein Projekt finden
IT-Unternehmen
Die richtige Software für ein Projekt finden

Am Beginn vieler Projekte steht die Auswahl der passenden Softwarelösung. Das kann man intuitiv machen oder mit endlosen Pro-und-Contra-Listen, optimal ist beides nicht. Ein Praxisbeispiel mit einem Ticketsystem.
Von Markus Kammermeier

  1. Anzeige Was ITler tun können, wenn sich jobmäßig nichts (mehr) tut
  2. IT-Jobs Lohnt sich ein Master in Informatik überhaupt?
  3. Quereinsteiger Mit dem Master in die IT

MCST Elbrus: Die Zukunft von Russlands eigenen Prozessoren
MCST Elbrus
Die Zukunft von Russlands eigenen Prozessoren

32 Kerne für Server-CPUs, eine Videobeschleunigung für Notebooks und sogar SSDs: In Moskau wird die Elbrus-Plattform vorangetrieben.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Anzeige Verkauf von AMDs Ryzen-5000-Serie startet
  2. Alder Lake S Intel bestätigt x86-Hybrid-Kerne für Desktop-CPUs
  3. Core i5-L16G7 (Lakefield) im Test Intels x86-Hybrid-CPU analysiert

Wissen für ITler: 11 tolle Tech-Podcasts
Wissen für ITler
11 tolle Tech-Podcasts

Die Menge an Tech-Podcasts ist schier unüberschaubar. Wir haben ein paar Empfehlungen, die die Zeit wert sind.
Von Dennis Kogel


      •  /