Scraping: Google geht gegen SEO-Tools vor

Google ist in den vergangenen Wochen gegen einige Anbieter von Werkzeugen zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) vorgegangen, die Daten über die Positionierung von Webseiten in den Google-Suchergebnissen durch automatische Abfragen generieren. Hersteller entsprechender Tools verdienen mittlerweile viel Geld mit so erhobenen Daten.

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Keyword-Tools zeigen, wie einzelne Suchbegriffe in der Google-Suche ranken.
Keyword-Tools zeigen, wie einzelne Suchbegriffe in der Google-Suche ranken. (Bild: Searchmetrics)

Das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) nimmt im Onlinemarketing einen großen Stellenwert ein und entsprechend viel Geld wird dafür ausgegeben. Um einschätzen zu können, ob die eigenen Maßnahmen erfolgreich sind, stehen SEO-Experten und Websitebetreibern diverse Werkzeuge zur Verfügung, mit denen sie überprüfen können, wie ihre Seiten mit welchen Keywords bei Google ranken, wie die Konkurrenz dasteht und auf welche anderen Keywords sich eine Optimierung lohnen könnte. Einige Daten lassen sich dabei direkt über Google-APIs anfragen, beispielsweise darüber, was wie häufig gesucht wird. Anderes lässt sich nur mit automatisierten Suchanfragen ermitteln, was Google aber untersagt. Gegen dieses sogenannte Scraping geht Google nun vor, nachdem es jahrelang geduldet wurde.

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So hat Google mindestens drei Anbieter - Raven, Seomoz und Ahrefs - von SEO-Werkzeugen aufgefordert, auf die per Scraping gewonnenen Daten zu verzichten, und andernfalls gedroht, ihnen den Zugriff auf die eigenen APIs zu sperren.

Raven hat mittlerweile angekündigt, auf die per Scraping gewonnenen Daten zu verzichten und will die entsprechenden Angebote zum 2. Januar 2013 einstellen. Raven-Chef Keeble Patrick spricht von der schwierigsten geschäftlichen Entscheidung seines Lebens, letztendlich aber habe man sich für den weniger riskanten Weg entschieden. Keeble geht davon aus, dass es auch andere Unternehmen treffen wird und vermutet, dass schon bald kein Unternehmen mehr beide Arten von Daten, solche aus Googles APIs und solche, die per Scraping gewonnen wurden, gemeinsam anbieten kann.

Auch Ahrefs stellt seine Keyword-Analyse ein. Bis der Dienst aber am 11. Januar 2013 abgeschaltet wird, kann ihn nun jeder kostenlos nutzen.

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Anders Seomoz: Dort wird weiterhin mit den per Scraping gewonnenen Daten gearbeitet und im Gegenzug auf Angaben zur Suchhäufigkeit verzichtet, die bislang aus dem Google Adwords API ausgelesen wurden. Der Zugriff wurde Seomoz aber nun durch Google gesperrt. Ohne Angabe von genauen Gründen, wie Tela Andrews, Produktmanager bei Seomoz, angibt.

Hierzulande zählen Sistrix und Searchmetrics zu den größten Anbietern von SEO-Tools. Der Blogger Vincent Schmalbach befürchtet bereits das Ende der SEO-Tools. Searchmetrics-Chef Marcus Tober weist aber darauf hin, dass sein Unternehmen keine Daten aus Google-APIs verwendet, so dass Searchmetrics ein solcher Zugriff nicht entzogen werden könne. Die bei Searchmetrics angegebenen Daten zum Suchvolumen werden aus verschiedenen Quellen gewonnen.

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