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Scout24: Finanzcheck.de für 285 Millionen Euro verkauft

Scout24 kauft die Plattform Finanzcheck.de, die Konsumentenkredite vergleicht. Die Scout24-Gruppe gehörte einst zur Telekom.

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Firmensitz von Scout24
Firmensitz von Scout24 (Bild: Scout24)

Scout24 übernimmt für 285 Millionen Euro in bar die Online-Plattform Finanzcheck.de. Das gab das Unternehmen am 18. Juli 2018 bekannt. Die kartellrechtliche Genehmigung für den Zukauf wird in vier bis sechs Wochen erwartet.

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Finanzcheck.de ist eine Online-Plattform für den Vergleich von Konsumentenkrediten. Scout24 betreibt Plattformen für Immobilien und Autos.

Scout24 übernimmt Finanzcheck.de von Acton Capital Partners, Btov Partners, Highland Europe, HarbourVest Partners, von dem Gründer und Chef und anderen Investoren. Die Deutsche Telekom hatte 70 Prozent der Scout24-Gruppe im November 2013 für 1,5 Milliarden Euro an den US-Finanzinvestor Hellman & Friedman verkauft. Scout24 ist seit dem Jahr 2015 börsennotiert, der Preis der Aktie stieg seitdem um 60 Prozent.

"Wir sind überzeugt, mit diesem strategischen Schritt mittelfristig das Umsatzwachstum von Consumer Services bis hin zur 250 Millionen-Euro-Marke ausbauen zu können" sagte Scout24-Chef Gregory Ellis.

Finanzcheck.de verschenkte Kredite

Im Februar 2018 vergab Finanzcheck.de einen Kredit in Höhe von 1.000 Euro zu einem Zinssatz von minus 100 Prozent. Die Aktion war jedoch zuerst auf 100 Kunden beschränkt. Firmenchef Moritz Thiele sagte: "Wir wollen damit zeigen, dass auch -100 Prozent möglich sind, wenn man das Spiel so weiterführt, aber gleichzeitig betonen, dass es sich um eine bewusste Provokation handelt und wir diesen Preiskampf für nicht nachhaltig erachten. Aber am Ende sollte jedem klar sein, dass Geld zu verschenken keine langfristige Lösung für ein wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen darstellt." Der Anbieter liefert sich hier einen Wettkampf mit Konkurrenten wie Smava und Check24. "Die Aktion war nach nicht mal zwei Stunden beendet. Die Nachfrage war groß," sagte Unternehmenssprecherin Jenny Wiethölter Golem.de auf Anfrage.

Hartmut Schwarz, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bremen, warnte davor, dass geprüft werden müsse, ob für einen Kreditantrag der gesamte wirtschaftlichen Hintergrund offengelegt, die Zugriffsdaten zum eigenen Konto und das Einverständnis für Werbeanrufe gegeben werden müsse.

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