Quantumscape macht keine Angaben zum Kernbestandteil des Akkus

Ehemalige Mitarbeiter gibt es wohl viele. Auch bei Golem.de meldete sich nach dem Bericht von Dezember ein Insider, der die Firma einige Jahre zuvor bei Verhandlungen zu einer möglichen Firmenfusion beurteilen sollte. Viele der damals in der Forschung leitende Mitarbeiter sind bereits wieder ausgeschieden. Entwickelte Technologien wurden bei auftretenden Problemen immer wieder gewechselt und nie eine einmal entwickelte Technik verfeinert. Auch die Festkörperbatterie steht noch ganz am Anfang.

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Das zeigte Quantumscape unfreiwillig durch die Veröffentlichung von Daten einer vierlagigen Akkuzelle. Die sollte als Beleg für die Kommerzialisierbarkeit der Technik dienen, denn bei der Präsentation im Dezember wurden nur einlagige Zellen gezeigt. Aber die vierlagige Zelle ist mit 30 x 30 mm nur etwas größer als eine Briefmarke. Die einlagigen Zellen haben das Format 70 x 85 mm, etwa so groß wie eine Kreditkarte. Kommerzielle Zellen für Elektroautos haben Formate vergleichbar mit A5-Blättern und sind teilweise noch deutlich größer.

Das nochmals kleinere Format belegt die Probleme der Firma, die empfindlichen keramischen Separatoren und Batteriezellen selbst im Labor zuverlässig herzustellen. Damit fehlt schon dort eine wichtige Grundvoraussetzung, um auch nur die notwendige Laborarbeit zur Entwicklung kommerzieller Zellen zu beginnen, die selbst mehrere Jahre in Anspruch nimmt.

Sagt Quantumscape nichts zum Separator, weil er zu teuer ist?

Der keramische Separator ist der Kernbestandteil der Technologie. Aber es gibt keinerlei Angaben dazu. Nicht einmal Grundlegendes wird genannt, wie das Material, aus dem er besteht oder dessen Dicke. Einige häufig verwendete Keramiken für solche Separatoren bestehen etwa zu 14 Prozent aus dem seltenen und teuren Metall Tantal, von dem jährlich nur 1.700 Tonnen weltweit produziert werden. Sie wären damit für die Massenproduktion in der Autoindustrie kaum geeignet.

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Es fehlt auch die Angabe der Ionenleitfähigkeit der Keramik bei verschiedenen Temperaturen, was eine rechnerische Überprüfung der Angaben zur Funktion des Akkus bei tiefen Temperaturen möglich machen würde. Das Problem der Feststoffbatterien liegt in der Herstellung und Verarbeitung der Keramik, um gute Eigenschaften zu erreichen, nicht in deren Zusammensetzung. Alle diese Angaben wären also problemlos möglich, würden die Glaubwürdigkeit des Unternehmens stützen und Kritik entkräften. Ohne Aussagen dazu muss befürchtet werden, dass Quantumscape keinen kommerziell tauglichen Separator herstellen kann.

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Aber selbst wenn die Keramik aus billigen und leicht zu verarbeitenden Materialien besteht, ist die Dicke des Separators ein entscheidender Faktor für die Energiedichte eines Akkus. Die hohe Energiedichte ist das große Versprechen von Quantumscape. Aber es werden gezielt alle Daten ausgelassen, mit der sie sich berechnen lässt. Ein dicker Separator bedeutet zusätzliches Volumen und mehr Masse, ohne zusätzliche Energiekapazität. Andererseits sind dünne Separatoren mechanisch sehr anfällig und schwer herzustellen. Die Herstellung nur sehr kleiner Testzellen deuten auf solche Probleme hin.

Aber auch zum Material auf dem Separator, der Kathode, fehlen Daten.

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 Scorpion Capital: Quantumscape zeigt unter Druck noch mehr SchwächenQuantumscape benutzt ausgedachte Kennzahlen ohne Grundlagen 
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moji 01. Mai 2021

Vielen Dank! So oder so - ich bin sehr gespannt, wie diese Geschichte enden wird... .

MajorPainpoint 29. Apr 2021

+1 da ich schon mehrfach lasche und tendenziöse Artikel und Autoren bei Golem krisiert...

Eheran 23. Apr 2021

Ist ja auch komplett öffentlich? Wie soll da einer was von Scam behaupten, wenn die...

Steffo 23. Apr 2021

Nikola hatte General Motors und bis heute sogar Bosch als Partner. Das ist einfach kein...

m4mpf 23. Apr 2021

Der Run auf die Festkörperakkus findet deshalb statt, weil der Zug bei den momentanen...



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