Scoperty: Startup zeigt Preise von Millionen Häusern in Deutschland

Wie viel kostet das Haus? Diese Frage beantwortet die Suchmaschine Scoperty, ohne die Eigentümer gefragt zu haben.

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Scoperty veröffentlicht ungefragt Schätzpreise von Immobilien in der Bundesrepublik.
Scoperty veröffentlicht ungefragt Schätzpreise von Immobilien in der Bundesrepublik. (Bild: Scoperty)

Das Startup Scoperty hat Immobilienpreise von vielen Häusern in Deutschland veröffentlicht - ohne deren Eigentümer zu fragen. Das Immobilienportal schätzt die Preise und ermöglicht es Nutzern, die Schätzwerte zu verbessern. Wer nicht will, dass sein Haus auf Scoperty zu finden ist, muss sich melden. Per Formular auf der Website lässt sich der Wert aus dem Netz nehmen.

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Nach Angaben des Betreibers sind 35 Millionen von etwa 40 Millionen Wohnimmobilien in Deutschland im Portal erfasst. Ein Blick auf ein beliebiges Berliner Wohnviertel zeigt: Dort gibt es keine grauen Flecken. Und die Daten zu den Wohnflächen der einzelnen Wohnungen sind - wie eine Stichprobe von Golem.de zeigt - erstaunlich präzise.

Ermittlung des Preises durch Datamininig

Scoperty setzt laut einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen (Bezahlschranke) Algorithmen ein, um den Marktwert der Immobilie und einzelner Wohnungen zu ermitteln. Dabei werden nicht nur die Adresse, sondern auch die geschätzten Werte zu Grundstücksgrößen und Wohnflächen genutzt. Auch der Objekttyp und dessen Baujahr sowie die Anzahl der Wohneinheiten werden geschätzt.

Wie diese Schätzung erfolgt, ist das Betriebsgeheimnis des Unternehmens - die Basisdaten stammen laut Scoperty von Katasterämtern, der Deutschen Post sowie dem Bundesamt für Kartographie und Geographie. Sogar mit dem Marktforschungsinstitut Infas 360, die laut Selbstbeschreibung "mit einem innovativen Disziplinmix aus CRM-Analytics, Geomarketing und Marketing Research" agieren, arbeitet Scoperty zusammen. Zudem kooperiert das Startup mit Sprengnetter, einem Spezialisten für Immobilienbewertungen im Auftrag von Banken und Versicherungen.

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Einige Stichproben von Golem.de zeigten unterschiedlich gute Ergebnisse, vor allem in Hinblick auf die ermittelten Wohnflächen und das Alter der Gebäude. Was dem Bewertungsportal verborgen bleibt, ist für Käufer von vermieteten Immobilien aber von großer Wichtigkeit. Wie der Zustand des Hauses ist, ob die Bewohner regelmäßig ihre Miete zahlen und andere Faktoren bleiben außen vor.

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Sind die Preisangaben angesichts dieser Informationen zu hoch, könnten Verkäufer davon profitieren. Andererseits sind zu niedrige Angaben für Verkäufer schlecht, falls potentielle Käufer sich daran orientieren.

In Summe hinterlässt das Portal einen faden Beigeschmack: Wer mit seiner Bewertung nicht zufrieden ist, kann als Eigentümer Daten beisteuern, die die Wertermittlung beeinflussen. Dazu ist allerdings eine Registrierung beim Portal erforderlich. Wer gar nicht gelistet werden will, muss sich ebenfalls melden. Während in vielen anderen, regulierten Bereichen ein Opt-in erforderlich ist, handelt es sich hier um ein Opt-out.

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cblam 07. Apr 2021

Die Idee ist nicht neu und die Schätzungen sind auf den ersten Blick auch nicht...

HoniSoit 05. Mär 2021

Das ist ja eine tolle Grundlage für einschlägige Diebesbanden, um Einbrüche strategisch...

shizzl01 05. Mär 2021

Hab gerade ein Haus nachgeschaut das ein Kumpel von mir vor nem Jahr gekauft hat. Der...

dummzeuch 04. Mär 2021

Das Haus meiner Eltern, das ich vor ein paar Jahren verkauft habe, steht dort für den 3...

thias 04. Mär 2021

Jetzt muss ich mich hier mal anhängen. Denn die Diskussion unterschlägt ein paar Faktoren...



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