Scooter: Yamaha und Gogoro arbeiten an Elektrorollern mit Tauschakkus
Die Unternehmen Yamaha und Gogoro(öffnet im neuen Fenster) wollen gemeinsam einen Elektroroller(öffnet im neuen Fenster) bauen, der an Wechselakkustationen mit frisch geladenen Stromspeichern ausgestattet werden kann. Der Nutzer spart sich so das zeitintensive Laden. Gogoro betreibt in Taiwan bereits 750 solcher Stationen für seine eigenen Roller. Das neue Modell soll von Yamaha entworfen werden und auf die Technik von Gogoro zurückgreifen. Das Marketing soll weitgehend von Yamaha übernommen werden.
Die Akkuwechselstationen von Gogoro sind von Rollerfahrern selbst bedienbar. Der Fahrer kann an eine Station fahren, dort einen neuen Akku entnehmen und seinen vorhandenen Stromspeicher austauschen. In die Roller passen maximal zwei Akkus, was die Reichweite erhöht. In Berlin fahren Gogoro-Elektroroller im Rahmen des Freefloat-Leihsystems Coup herum. Intern nutzt der Anbieter auch in Berlin die Ladestationen für die Akkus, sie sind jedoch nicht öffentlich erreichbar.
In den vergangenen drei Jahren wurden nach Angaben des 2015 gegründeten Unternehmens rund 17 Millionen Akkuwechsel an den Gogoro-Stationen durchgeführt. Diese gibt es bisher nur in Taiwan. Die neue Partnerschaft soll auch der Expansion dienen.
Auch Taiwans größte Motorrad- und Rollerfirma KYMCO will Elektroroller, ein Netz von Akkuwechselstationen sowie einen neuen Standard für universell einsetzbare und austauschbare Akkus entwickeln. Das Unternehmen präsentierte im Juni 2018 seine ersten beiden Elektroroller: Der Ionex New Many 110 EV und der Ionex Nice 100 EV sind schon mit Wechselakkus ausgerüstet. Die Systeme von KYMCO und Gogoro sind inkompatibel zueinander.
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