Abo
  • Services:

SCO gegen IBM: Der Streit um Unix soll enden

Wem gehört Unix? Nach 13 Jahren soll der Rechtsstreit zwischen dem US-amerikanischen IT- und Beratungsunternehmen IBM und dem Softwareanbieter SCO Group um diese Frage endlich beendet werden.

Artikel veröffentlicht am , Ferdinand Thommes
SCO vs. IBM vor dem baldigen Ende
SCO vs. IBM vor dem baldigen Ende (Bild: Flickr/CC-BY 2.0)

13 Jahre lang hat sich der US-Softwareanbieter SCO Group bemüht, sich an den Rechten für das erfolgreiche Betriebssystem Unix gesundzustoßen. Zunächst klagte das Unternehmen wegen Urheberrechtsverletzungen gegen das IT- und Beratungsunternehmen IBM, dann wurde es selbst vom Hard- und Softwarehersteller Novell verklagt, schließlich klagte es erneut gegen IBM. Jetzt soll der Prozess endlich zu Ende gehen - mit einer Pleite für SCO.

Stellenmarkt
  1. Axians Infoma GmbH, Ulm
  2. CGM Mobile GmbH, Koblenz

Die Anwälte beider Streitparteien haben vor dem Distriktgericht in Utah beantragt, den Prozess abzuschließen. Dafür soll eine Entscheidung des Richters vom 5. Februar 2015 zugrundegelegt werden, mit der die letzten beiden Anklagepunkte abgewiesen werden.

Der Rechtsstreit begann 2003, als SCO IBM auf eine Milliarde US-Dollar Schadenersatz verklagte. Der Vorwurf lautete, IBM habe Unix-Code aus einem gemeinsamen Projekt in den Linux-Kernel eingebracht und damit gegen den gemeinsamen Vertrag verstoßen. Allerdings konnte SCO diese Behauptung nie mit Beweisen untermauern, wie eine Mitschrift eines Verhandlungstags vom September 2004 zeigt, die von Groklaw veröffentlicht wurde.

Bereits 2007 brachte IBM einen Antrag ein, den Fall ohne Gerichtsverfahren zu beenden. Der Hard- und Softwarehersteller Novell schaltete sich mit einer Klage gegen SCO ein und konnte seinerseits vor Gericht beweisen, die Rechte an Unix zu halten. Damit endete auch der Prozess zwischen SCO und IBM. Allerdings stellte SCO 2013 einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens gegen IBM unter Berufung auf zwei Streitpunkte, die auch ohne die Rechte an Unix weiterbestehen würden.

Es sah schon mehrfach so aus, als sei der Rechtsstreit tatsächlich beendet, doch diesmal könnte es stimmen. Der jetzige beiderseitige Wunsch nach einem Ende des Verfahrens wird durch den seit 2007 anhaltenden Bankrott von SCO beflügelt. Die Anwälte sind der Ansicht, die noch vorhandenen Geldmittel sollten den Gläubigern zukommen und nicht in einem offensichtlich aussichtslosen Verfahren weiter verringert werden. Der Prozess gegen IBM war in den vergangenen Jahren die einzige Aktivität der SCO Group.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 7,99€ inkl. FSK-18-Versand
  2. 4,25€
  3. (u. a. Fast & Furious 8, Kong: Skull Island, Warcraft - The Beginning, Batman v Superman: Dawn of...

CHU 02. Mär 2016

... sind wahrscheinlich die Anwälte, die mittlerweile erkennen, dass sie nicht mehr...

longthinker 02. Mär 2016

Ersteres ist aber schon SEHR lange her, oder? 70er Jahre letztes Jahrhundert?

mxcd 02. Mär 2016

Ich habe so gefeiert grade, als ich den Artikel sah. SCO und der...

tg-- 02. Mär 2016

In dem Fall freut sich auch eine der Parteien. Der Bruder von Darl McBride (SCO CEO...

mnementh 02. Mär 2016

Insolvenz heißt man kann laufende Zahlungen nicht mehr leisten. Meist fällige...


Folgen Sie uns
       


Apple WWDC 2018 Keynote in 11 Minuten - Supercut

Im Supercut zur WWDC 2018 zeigen wir in zehn Minuten, was Apple Entwicklern und Nutzern von iOS 12, MacOS Mojave und WatchOS 5 und TvOS präsentiert hat.

Apple WWDC 2018 Keynote in 11 Minuten - Supercut Video aufrufen
VR-Rundschau: Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?
VR-Rundschau
Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?

Der mediale Hype um VR ist zwar abgeflaut, spannende Inhalte dafür gibt es aber weiterhin - und das nicht nur im Games-Bereich. Mit dabei: das beliebteste Spiel bei Steam, Jedi-Ritter auf Speed und ägyptische Grabkammern.
Ein Test von Achim Fehrenbach

  1. Oculus Core 2.0 Windows 10 wird Minimalanforderung für Oculus Rift
  2. Virtual Reality BBC überträgt Fußball-WM in der virtuellen VIP-Loge
  3. VR-Brillen Google experimentiert mit Lichtfeldfotografie

Bargeldloses Zahlen: Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt
Bargeldloses Zahlen
Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt

Während Google Pay jüngst hierzulande gestartet ist, lässt Apple Pay auf sich warten. Kein Wunder: Der deutsche Markt ist schwierig - und die Banken sind in einer guten Verhandlungsposition.
Eine Analyse von Andreas Maisch

  1. Bargeldloses Zahlen Apple und Goldman Sachs planen Apple-Kreditkarte

Nasa-Teleskop: Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
Nasa-Teleskop
Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig

Seit 1996 entwickelt die Nasa einen Nachfolger für das Hubble-Weltraumteleskop. Die Kosten dafür stiegen seit dem von 500 Millionen auf über 10 Milliarden US-Dollar. Bei Tests fiel das Prestigeprojekt zuletzt durch lockere Schrauben auf. Wie konnte es dazu kommen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  2. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen
  3. Raumfahrt Nasa startet neue Beobachtungssonde Tess

    •  /