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Scio: Spektrometer für die Hosentasche

Scio ist ein Nahinfrarot-Spektrometer, das kaum größer ist als ein USB-Stick, den Consumer Physics entwickelt hat. Auf Kickstarter sucht das israelische Unternehmen derzeit finanzielle Unterstützung.

Artikel veröffentlicht am ,
Scio: Datenauswertung auf einem Cloudserver
Scio: Datenauswertung auf einem Cloudserver (Bild: Consumer Physics)

Welche Nährstoffe enthält wohl diese Speise? Geht es meiner Zimmerpflanze gut? Ist die Avocado reif? Völlig unterschiedliche Fragen, aber ein Gerät soll sie beantworten können: Scio ist ein kleines Spektrometer, das im Nahinfrarotbereich arbeitet (Nahinfrarotspektroskopie, NIRS). Entwickelt wurde Scio von dem israelischen Unternehmen Consumer Physics.

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Da die Bindungen von Atomen in einem Molekül elastisch sind, können Atome schwingen. Wird ein Molekül angeregt, schwingt es in einer bestimmten Frequenz. Scio sendet Licht im Nahinfrarotspektrum aus. Das trifft auf ein Molekül, regt es an und das schwingende Molekül reflektiert das Licht in einem bestimmten Muster. Ein optischer Sensor im Scio fängt das reflektierte Infrarotlicht auf.

Apps für Android und iOS

Die Daten werden per Bluetooth 4.0 LE an das Smartphone und von dort auf einen Cloudserver übertragen. Der wertet sie aus und schickt das Ergebnis wieder zurück auf das Smartphone - die entsprechende App gibt es für Android-Geräte mit der entsprechenden Hardwareausstattung (ab Android 4.3), für das iPhone (ab Version 4S und iOS5) sowie für das iPad (ab der 3. Generation).

  • Scio ist ein kleines Spektrometer. (Bild: Consumer Physics)
  • Es arbeitet im Nahinfrarot-Spektrum... (Bild: Consumer Physics)
  • ... und wird per Smartphone gesteuert. (Bild: Consumer Physics)
  • Anwendungsmöglichkeiten sind etwa die Analyse von Arzneimitteln, ... (Bild: Consumer Physics)
  • ... Obst... (Bild: Consumer Physics)
  • ... und anderen Nahrungsmitteln. (Bild: Consumer Physics)
Scio ist ein kleines Spektrometer. (Bild: Consumer Physics)

Mit dem Gerät lässt sich beispielsweise der Fettgehalt im Essen oder der Zuckergehalt in einer Frucht bestimmen. Oder es misst, wie viel Wasser in einem Pflanzenblatt ist - und sagt dem Besitzer, ob es nicht angeraten wäre, wieder einmal zur Gießkanne zu greifen. Scio könne nur Materialien und Objekte analysieren, die in der Datenbank auf dem Cloudserver hinterlegt seien, erklären die Entwickler. Diese sei schon recht umfangreich, soll aber per Crowdsourcing immer weiter ausgebaut werden.

Schwingungsspektroskopie

NIRS gehört zu den Schwingungsspektroskopien und ist ein bewährtes Verfahren, das beispielsweise in der Nahrungsmittelproduktion zur Qualitätskontrolle eingesetzt wird. Andere Anwendungsgebiete sind etwa die Medizin, wo die NIRS unter anderem zur Erfassung der Hirnaktivitäten genutzt wird, oder die Astronomie, um die Atmosphäre von Sternen zu analysieren.

Die Geräte sind groß und teuer. Consumer Physics hat aber nach eigenen Angaben ein neues, kleines Spektrometer entwickelt. Scio ist deshalb nur 7,3 cm lang, 2,5 cm breit sowie 1,65 cm dick. Das Gerät wiegt 20 Gramm.

Scio auf Kickstarter

Um die Serienfertigung von Scio zu finanzieren, haben die Entwickler eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter eingerichtet. Darüber wollen sie bis zum 15. Juni 200.000 US-Dollar sammeln. Das sollte kein Problem sein: Am Tag nach dem Start haben mehr als 1.000 Unterstützer bereits über 170.000 US-Dollar zugesagt.

Die ersten 300 Spender haben einen Scio für 149 US-Dollar bekommen, danach gab es 600 für je 179 US-Dollar. Wer ein Spektrometer haben möchte, muss jetzt 199 US-Dollar zusagen. Im Dezember sollen die Geräte ausgeliefert werden.



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Sander Cohen 02. Mai 2014

Tja, Star Trek wird immer mehr und mehr Realität :)

furanku1 01. Mai 2014

Wie kommst Du auf Massenspektrometer? Nahinfrarotspektroskie! Ich habe zwar auch meine...

Auric 01. Mai 2014

das 98% der Menschheit nicht Prozentrechnen kann und geben die 17g Zucker halt auf 100 gr...

HerrHerger 30. Apr 2014

Ich habe es gerade in einem anderen Thread schon gesagt. Nun habe ich den...

Bouncy 30. Apr 2014

Ja na wie gesagt, dass sich lokal Rohdaten auslesen lassen schließt die DB in der Cloud...


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