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Science-Studie: Verbrenner sollten möglichst schnell verschrottet werden

Weil frühere Annahmen zu Batterien und Stromproduktion überholt sind, wäre es für das Klima am besten, selbst fabrikneue Verbrenner zu verschrotten.
/ Mario Petzold
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Ein Schrottplatz in Louisville, Kentucky (Bild: Getty Images/Jon Cherry)
Ein Schrottplatz in Louisville, Kentucky Bild: Getty Images/Jon Cherry

Eine Studie der University of California, Santa Cruz(öffnet im neuen Fenster), USA, hat anhand aktueller Daten errechnet, ab welchem Zeitpunkt ein Auto mit Verbrennungsmotor über den gesamten Lebenszyklus hinweg eine schlechtere Umweltbilanz als ein Elektroauto ausweist. Die Berechnungen der Studie, die in Science(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht wurde, zeigen, dass das so gut wie ab dem ersten Jahr der Fall ist.

Hauptgrund dafür ist laut den gesammelten Daten zum einen ein deutlich geringerer CO2-Ausstoß bei der Herstellung eines E-Autos, als in früheren Studien angenommen wurde. Zum anderen erhöhte sich die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen stark, so dass die Umweltbilanz in der Nutzungsphase ebenfalls deutlich besser ausfällt.

Konkret soll die Herstellung eines Elektroautos nur noch knapp doppelt so viele Treibhausgasemissionen verursachen wie bei einem Verbrenner. Mit der durchschnittlichen Fahrleistung von 15.000 km, die für Neuwagen typisch ist, bekommt ein E-Auto spätestens im zweiten Jahr eine insgesamt bessere Umweltbilanz. Bei Vielfahrern ist das bereits im ersten Jahr der Fall.

Kreislaufsysteme noch nicht berücksichtigt

Das Forschungsteam merkt zudem an, dass der Verbrenner im besten Fall sofort verschrottet werden sollte. So kämen keine weiteren Treibhausgasemissionen hinzu und das Fahrzeug würde nicht das Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt erhöhen, denn Letzteres könnte die Anschaffungskosten senken und die Weiternutzung von Verbrennungsmotoren doch attraktiver machen.

Dass die Unterschiede so stark geschrumpft sind, liegt laut der Studie zu großen Teilen an falschen Annahmen bezüglich Batterieherstellung und ihrer Lebensdauer. Mittlerweile werden zum Beispiel Batterietypen eingesetzt, die deutlich weniger kritische Rohstoffe wie Cobalt nutzen. Parallel habe sich gezeigt, dass die Gesamtfahrleistung eines Elektroautos wesentlich höher ist als früher angenommen. Weil die Batterien zum Teil nach der Verwendung im Auto beispielsweise für stationäre Stromspeicher genutzt werden können, verbesserte sich die CO2-Bilanz nochmals.

Noch gar nicht berücksichtigt wurde die Möglichkeit des Batterierecyclings. Weil es noch keine etablierten Verfahren gibt, liegen keine entsprechenden Zahlen vor. Die Wiederverwendung der wichtigsten Rohstoffe der Akkumulatoren dürfte die Umweltbilanz der Elektroautos jedoch noch weiter verbessern.


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