• IT-Karriere:
  • Services:

Science-Fiction wird real: Kampf der Robotergiganten

An geheimer Stelle zu geheimer Zeit haben dieser Tage zwei riesige, menschengesteuerte Roboter gegeneinander gekämpft. Das Duell zwischen japanischen und amerikanischen Konstrukteuren ist weit mehr als nur eine weitere Spinnerei nach Monstertrucks, Wrestling und Nascar.
Update: Das Video des Kampfes ist jetzt im Artikel zu sehen.

Artikel von Felix Lill veröffentlicht am
Kampfroboter Kuratas: angetrieben von einem Dieselmotor
Kampfroboter Kuratas: angetrieben von einem Dieselmotor (Bild: Suidobashi Heavy Industries)

Wer mal in Tokio war und ein bisschen was für Technik übrig hat, der wird schon vor diesem Riesenroboter gestanden haben: Gundam, benannt nach dem gleichnamigen japanischen Anime-Universum. Er ragt direkt vor einem achtstöckigen Einkaufszentrum auf und lässt dieses fast klein wirken. Und wenn man so davorsteht und zum Kopf dieses Giganten aufschaut, muss man an all die Science-Fiction-Storys mit Robotern und Maschinenmutanten denken und fragt sich träumend: Wie wäre das wohl, im Kopf solch eines Kampfroboters zu sitzen, ihn zu steuern?

Inhalt:
  1. Science-Fiction wird real: Kampf der Robotergiganten
  2. Megabot gegen Kuratas, Kraft gegen Finesse

Für andere ist das kein Traum mehr. Dieser Tage fand an einem geheimen Ort ein Kampf zwischen zwei Robotern statt, die durch Menschen gesteuert werden. Die Kontrahenten waren der US-amerikanische Roboterbauer Megabots und der japanische Konstrukteur Suidobashi Heavy Industries. Beide Unternehmen stellen solche Maschinen her, mit denen sie vielleicht eines Tages regelmäßige Turniere organisieren wollen. Das aktuelle Duell könnte der erste Schritt sein.

Die Provokation ging vor zwei Jahren von den USA aus, wo sich die Tüftler mit dem älteren Vorbild aus Japan messen wollten: "Suidobashi, wir haben einen riesigen Roboter, ihr habt einen riesigen Roboter. Ihr wisst, was jetzt passieren muss. Wir fordern euch zu einem Duell heraus."

Japanischer Roboter schießt mit Wasser und Bleipatronen

Kogoro Kurata, Chef von Suidobashi Heavy Industries, konterte: "Irgendwas in großen Dimensionen bauen und Gewehre dranstecken. Typisch amerikanisch!" Er könne das nicht nur besser, er werde auch die nationale Ehre verteidigen. "Riesenroboter sind eine Sache aus Japan. Dieses Match dürfen wir nicht verlieren." Die einzige Bedingung von Kogoro Kurata für die Schlacht: Im Mêlée-Stil müsste sie sein, also Nahkampf, ohne irgendwelche einengenden Regeln.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Mannheim
  2. ZIEHL-ABEGG SE, Kupferzell

Das ist auch schon eine der ersten Kuriositäten dieses Duells: Keiner der Hersteller weiß so recht, worauf er sich bei seinem Gegenüber vorbereiten soll. Videos kursieren online, aber sind diese Modelle schon komplett? Über den japanischen Roboter Kuratas ist bekannt, dass er 13 Fuß hoch ist, auf Rollen fährt und eine Höchstgeschwindigkeit von 10 Stundenkilometern erreicht. Durch die eigens entwickelte Software V-Sido kann man von Cockpit aus, das sich in der Mitte befindet, den Torso und die Arme bewegen. Die vier Rollen lassen sich zusammen- und auseinanderfahren, wodurch die Höhenposition des Cockpits verstellbar wird. Der Motor tankt Diesel.

Und dann sind da die Waffen: Der sogenannte Lohas Launcher - angeblich ökofreundlich und sicher für Menschen, trotzdem aber gefährlich für andere Roboter - schießt Wasserpatronen ab. Sonderlich zielgenau soll er nicht sein, eher gemäß dem Schrotflintenprinzip. Hinzu kommt das Twin Gatlin Gun, das 600 Bleipatronen in der Minute abfeuern kann. Ausgelöst wird es durch ein Lächeln des Piloten im Cockpit, identifiziert durch eine mit dem System V-Sido verbundene Kamera. An der Außenseite von Kuratas lässt sich wiederum der Feind durch ein Trackingsystem per Kamera einfangen und anvisieren.

Megabots meint, das toppen zu können.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Megabot gegen Kuratas, Kraft gegen Finesse 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. GTA 5 - Premium Online Edition für 13,99€ und Devil May Cry 5 für 20,99€)
  2. (u. a. ELEX für 49,99€, Stealth Bastard Deluxe für 7,99€, Styx: Shards Of Darkness für 17...
  3. 159,90€ (Bestpreis!)

mv1704 22. Okt 2017

Wie krank muss man in der Birne eigentlich sein, um Unmengen an Zeit und Ressourcen in...

Raistlin 19. Okt 2017

Ja ich hatte auch das Gefühl das die Menschen im Roboter das ganze gebremst haben. Aber...

Raistlin 19. Okt 2017

Leider muss ich dir zustimmen. Aber ich denke wenn ein grobes Regelwerk steht dann könnte...

Der Held vom... 19. Okt 2017

Immer wahlweise mit Korruption, Inkompetenz oder Gleichgültigkeit, wenn in der Frage...

AndyFX 18. Okt 2017

Cool... Mein erster Gedanke dazu: https://m.youtube.com/watch?v=hiMxsfIRua8 :)


Folgen Sie uns
       


Nintendo Ring Fit Adventure angespielt

Mit Ring Fit Adventure können Spieler auf der Nintendo Switch einen Drachen bekämpfen - und dabei gleichzeitig Sport machen.

Nintendo Ring Fit Adventure angespielt Video aufrufen
Autonomes Fahren: Wenn der Wagen das Volk nicht versteht
Autonomes Fahren
Wenn der Wagen das Volk nicht versteht

VW testet in Hamburg das vollautonome Fahren in der Stadt - und das recht erfolgreich, wie eine Probefahrt zeigt. Als größtes Problem erweist sich ausgerechnet die Höflichkeit der Fußgänger.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Volkswagen ID. Space Vizzion als Elektrokombi vorgestellt
  2. Elektroauto von VW Es hat sich bald ausgegolft
  3. ID.3 kommt Volkswagen verkauft den E-Golf zum Schnäppchenpreis

Starlink: SpaceX steht zwischen Flaute und Rekordjagd
Starlink
SpaceX steht zwischen Flaute und Rekordjagd

Die nächsten 60 Starlink-Satelliten stehen zum Start bereit, nachdem in diesem Jahr ungewöhnlich wenige Raketen gestartet sind - nicht nur von SpaceX. Die Flaute hat SpaceX selbst verursacht und einen Paradigmenwechsel in der Raumfahrt eingeläutet.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt SpaceX testet Notfalltriebwerke des Crew Dragon
  2. Starship Mit viel Glück nur 6 Monate bis zum ersten Flug ins All
  3. SpaceX Das Starship nimmt Form an

In eigener Sache: Aktiv werden für Golem.de
In eigener Sache
Aktiv werden für Golem.de

Keine Werbung, kein unerwünschtes Tracking - kein Problem! Wer Golem.de-Inhalte pur nutzen möchte, hat neben dem Abo Golem pur jetzt eine weitere Möglichkeit, Golem.de zu unterstützen.

  1. Golem Akademie Von wegen rechtsfreier Raum!
  2. In eigener Sache Wie sich Unternehmen und Behörden für ITler attraktiv machen
  3. In eigener Sache Unser Kubernetes-Workshop kommt auf Touren

    •  /