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Science-Fiction: Warum Isaac Asimov Steven Spielbergs UFO-Film ablehnte

Fun Fact
Asimov und Spielberg – eine interessante Kombination, zu der es Ende der Siebzigerjahre nicht gekommen ist.
/ Peter Osteried
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Unheimliche Begegnung der dritten Art war seinerzeit ein sehr ungewöhnlicher Film - nur nicht für Isaac Asimov. (Bild: Sony Pictures)
Unheimliche Begegnung der dritten Art war seinerzeit ein sehr ungewöhnlicher Film - nur nicht für Isaac Asimov. Bild: Sony Pictures

Nach seinem Erfolg mit Der weiße Hai wollte Steven Spielberg den Sci-Fi-Film Unheimliche Begegnung der dritten Art machen und sprach dafür den Sci-Fi-Autor Isaac Asimov an – er sollte das Drehbuch schreiben, wie die US-amerikanische Entertainment-Website Slashfilm(öffnet im neuen Fenster) zusammengefasst hat.

Als Unheimliche Begegnung der dritten Art 1977 in die Kinos kam, stellte der Film eine Ausnahmeerscheinung dar. Das US-Kino der Siebzigerjahre war vor allem von realistischen, erwachsenen Stoffen geprägt gewesen. Filme wie Star Wars, Der weiße Hai und Spielbergs Unheimliche Begegnung der dritten Art veränderten Hollywood jedoch, da sie stark auf Fantasy, Science-Fiction und Spezialeffekte setzten.

Spielberg fragte Asimov – und erhielt eine Absage

Unheimliche Begegnung der dritten Art gilt als nachdenklicher Science-Fiction-Film, der Ufo-Mythologie mit Thriller-Elementen verbindet. Richard Dreyfuss spielt darin einen Mann, der nach einer Begegnung mit einem unbekannten Flugobjekt von Visionen heimgesucht wird. Spielberg zeichnete selbst für das Drehbuch verantwortlich.

Wie später bekannt wurde, hatte Spielberg ursprünglich erwogen, den renommierten Science-Fiction-Autor Isaac Asimov für das Drehbuch zu gewinnen. In einem Interview mit der Los Angeles Times aus dem Jahr 1988 erklärte Asimov, er sei tatsächlich angefragt worden, habe das Angebot jedoch umgehend abgelehnt. Er habe damals nicht gewusst, wer Spielberg sei, und auch nicht ahnen können, welchen Erfolg der Film haben würde. Selbst mit diesem Wissen hätte er die Anfrage nach eigenen Worten jedoch ebenfalls ausgeschlagen.

Als Hauptgrund nannte Asimov seine inhaltlichen Vorbehalte. Er habe die Geschichte rückblickend als wenig überzeugend empfunden und kritisiert, dass Hollywood-Science-Fiction häufig Logik und Rationalität zugunsten von Spezialeffekten opfere.

Skepsis gegenüber Effektkino

Asimov habe stets Wert darauf gelegt, dass seine oft futuristischen Ideen zumindest gedanklich im Bereich des Plausiblen blieben. Ihm sei es weniger um spektakuläre Bilder gegangen als um die philosophischen und gesellschaftlichen Folgen neuer Technologien – ein Ansatz, der sich etwa in seinen berühmten Robotergesetzen widerspiegelt.


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