Science-Fiction: Neil deGrasse Tyson findet Star Trek besser als Star Wars

Die US-amerikanische Entertainment-Website Looper(öffnet im neuen Fenster) berichtet, welches Sci-Fi-Franchise der Astrophysiker Neil deGrasse Tyson, der zu den bekanntesten Wissenschaftlern weltweit gehört, vorzieht. Er äußert sich regelmäßig auch zu Popkultur – insbesondere zu Science-Fiction. Dabei macht er keinen Hehl daraus, dass er Star Trek deutlich besser findet als Star Wars.
"Fake-Fake" vs. "fake-real"
Bereits 2015 erklärte Tyson in seiner Sendung Startalk(öffnet im neuen Fenster) , dass er Star Trek klar gegenüber Star Wars bevorzuge. Auf die Frage eines Fans habe er ohne Zögern geantwortet, dass der entscheidende Unterschied in der wissenschaftlichen Herangehensweise liege. Star Wars bezeichnete er demnach als "fake-fake" , während Star Trek für ihn "fake-real" sei. Damit meinte Tyson, dass die Welt von Star Trek zwar fiktiv sei, sich aber erkennbar an realer Wissenschaft orientiere.
Nach Tysons Darstellung arbeiteten auf der USS Enterprise Wissenschaftlerinnen, Ingenieure und Techniker daran, ein komplexes Raumschiff funktionsfähig zu halten. Die verwendeten Begriffe und Konzepte seien zumindest an bestehende Theorien angelehnt. Star Wars hingegen setze überwiegend auf frei erfundenen Jargon ohne wissenschaftliche Grundlage. In diesem Zusammenhang zog Tyson den Vergleich zwischen der Enterprise und dem Millennium Falcon und betonte, dass für ihn die Grenze dort verlaufe, wo jede Verbindung zur Physik aufgegeben werde.
Zudem hat Tyson hervorgehoben, dass die Enterprise eines der ersten Raumschiffe der Science-Fiction-Geschichte gewesen sei, das explizit für Forschung und Entdeckung konzipiert worden sei. Es gehe nicht nur um Transport oder Kampf, sondern um das Erkunden des Unbekannten. Der Millennium Falcon erfülle dagegen eher die Rolle eines klassischen, wenn auch ikonischen Transportmittels.
Keine ernsthafte Darstellung von Physik
Diese Einschätzung passt zu Tysons grundsätzlicher Einordnung der beiden Reihen. Star Trek sei im Kern Science-Fiction, während Star Wars eher als Fantasy im Weltraum zu verstehen sei, da dort metaphysische Elemente wie die Macht im Vordergrund stünden, so Tyson.
Schon vor Jahren hatte Tyson einmal erklärt, er habe zu Star Wars nie einen Zugang gefunden, da die Reihe keinerlei ernsthaften Versuch unternehme, Physik darzustellen.



