Science-Fiction-Film In Vitro: Wem kann man trauen, wenn jeder kopiert werden kann?

Inhalt
Manchmal ist eine Idee besser als die Umsetzung. Eigentlich kommt das sogar recht häufig vor. Bei In Vitro, der am 11. Dezember 2025 auf DVD und Blu-ray erscheint, gilt das in gewisser Weise auch, aber nicht vollumfänglich.
Ja, die Prämisse verspricht ein bisschen mehr, als der Film zu liefern vermag. Dann wiederum hat er aber auch ein paar interessante Ideen, die über die Sci-Fi-Thematik hinausgehen und ein moralisches Dilemma in den Fokus rücken.
In der Weite Australiens
Die Geschichte: In der nahen Zukunft betreiben Layla und Jack eine Farm, auf der sie Kühe klonen. Es ist ein Prozess, der zwei Wochen in Anspruch nimmt und nicht immer erfolgreich endet. Eines Nachts hört Layla etwas und sieht sich um. Was sie findet, erschreckt sie zutiefst. Denn Jack hat einen Klon von ihr hergestellt. Als sie ihn damit konfrontiert, liefert er eine plausibel klingende Erklärung.
Aber ihr Klon hat eine andere Erklärung. Mehr noch: Die zweite Layla warnt die erste davor, dass ihr Mann etwas verbirgt.
Stimmungsvoll
Die Drehorte im australischen Cooma in New South Wales bieten den eindrucksvollen Hintergrund für den Film. Dass er in der nahen Zukunft spielt, zeigen nur wenige Details, etwa ein futuristisch anmutendes Gewehr.
Die Stimmung hingegen ist fast schon apokalyptisch, nicht unähnlich dem Streamingfilm Foe . In beiden Filmen geht es um ein Paar, scheinbar am Ende der Welt. Die beiden Filme entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen, das Flair ist jedoch dasselbe.
In Vitro ist dabei deutlich mehr Sci-Fi-Film, und das nicht nur, weil Zukunftstechnologie gezeigt wird. Vielmehr wird sie als Katalysator genutzt, um die menschliche Natur in den Fokus zu rücken. Die beste Science-Fiction sagt immer viel mehr über den Menschen selbst als über andere Welten und Außerirdische.



