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Science-Fiction: Es wird keine Metropolis-Serie geben

Seit Jahren ist eine Serienadaption von Fritz Langs Science-Fiction -Klassiker Metropolis in Produktion – jetzt wurden die Bemühungen beendet.
/ Peter Osteried
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Maria wird transformiert: eine imposante Szene aus Metropolis. (Bild: Murnau Stiftung)
Maria wird transformiert: eine imposante Szene aus Metropolis. Bild: Murnau Stiftung

Jahrelang ist Sam Esmail(öffnet im neuen Fenster) (Mr. Robot) damit beschäftigt gewesen, aus dem deutschen Science-Fiction-Klassiker Metropolis(öffnet im neuen Fenster) aus dem Jahr 1927 eine Serie zu machen. Nun wurde das Projekt aber eingestellt – eine Auswirkung des Autorenstreiks.

Der Arbeitskampf der Autoren, ganz zu schweigen von dem drohenden Streik der Schauspieler, sorgt in Hollywood für Unsicherheit unter den Produzenten – und es ist irgendwie passend, dass es nun Metropolis trifft, in dem die arbeitende Mehrheit auch den Aufstand gegen "die da oben" probt.

Die Serie sollte mit großem Budget für Apple TV+ produziert werden. Die Vorbereitungen in Australien für den Drehstart waren schon weit gediehen, bevor die Produktion jetzt permanent gestoppt wurde. Die Crew wurde darüber bereits in Kenntnis gesetzt, dabei hätte es diesen Sommer losgehen sollen.

Als Grund werden neben der Unsicherheit wegen des Streiks die hohen Kosten genannt. Dies habe zu dieser schweren Entscheidung geführt, erklärte ein Vertreter der Produktionsfirma UCP.

Das Ende für die Produktion kam auch, weil man die Dreharbeiten gar nicht hätte starten können. Denn die Drehbücher waren vor Beginn des Autorenstreiks am 2. Mai noch nicht finalisiert. Das erschwerte die Budgetierung und die Planung. Zum Teil stand auch schon die Besetzung. Unter anderem sollten Briana Middleton und Lindy Booth dabei sein.

UCP hätte viel Geld in die Produktion investieren müssen, Studios hätten angemietet, Spezialeffekte gefertigt und Sets gebaut werden müssen – und all das, ohne dass jemand seriös hätte sagen können, wann die Dreharbeiten starten. Gedreht werden sollte im australischen Bundesstaat Victoria. Dort existiert auch die Infrastruktur für virtuelle Produktion – und zwar eine der größten auf der Welt. Das Budget für die Serie lag bei etwa 300 Millionen US-Dollar.


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