Science-Fiction: Die Stranger-Things-Macher über Fan-Theorien
Im Gespräch mit der US-amerikanischen Entertainment-Website Collider(öffnet im neuen Fenster) haben Ross und Matt Duffer, die Schöpfer von Stranger Things, über einige der wildesten Theorien von Fans gesprochen, die sie gehört haben.
Zahlenspiele
Ross Duffer hat dabei ausgerechnet eine Theorie genannt, die die gesamte Serie im Nachhinein radikal umdeuten würde – und das Publikum emotional "zerlegen" dürfte. Demnach habe es eine Fan-Idee gegeben, nach der Mike die komplette Geschichte nur erfunden habe, um mit Wills Tod fertigzuwerden – weil Will in Staffel 1 demnach tatsächlich gestorben sei. Das "Nichts davon ist real" -Motiv sei zwar grundsätzlich ein interessanter Ansatz gewesen, räumte Duffer ein, betonte aber zugleich, dass niemand so ein Ende gemocht hätte. Es sei eben eine spannende Theorie, aber nie der Plan gewesen.
Sein Bruder Matt Duffer bevorzugte hingegen eine deutlich weniger grausame, dafür angenehm nerdige Theorie: die "D20"-Rechnung. Dabei ging es um die Zahlen 8, 1 und 11, die zusammen 20 ergeben – also den perfekten Wurf mit einem 20-seitigen Würfel aus Dungeons & Dragons. Matt Duffer bezeichnete das im Gespräch als "reinen Zufall" , fand die Idee aber trotzdem "ziemlich cool" .
Die Theorie docke demnach an eine der DNA-Spuren der Serie an: Denn Stranger Things sei seit jeher tief in der D&D-Mythologie verwurzelt. In der Fan-Lesart ergibt die Zahlensumme daher eine geradezu saubere Symbolik: Eleven (11), Eight/Kali (8) – und „One" (1), wobei Fans hier teils Henry/Vecna oder eine Ersatzrolle diskutierten. Genau das sei, laut Duffner, allerdings auch das Problem: Man hätte dafür Henry "erlösen" müssen – und das wäre "nicht cool" gewesen. Clever sei es trotzdem.
Kreative Ideen
Unterm Strich falle laut dem Bericht von Collider vor allem auf, wie wohlwollend die Duffers auf das kreative Overthinking ihrer Community blicken. Selbst wenn viele Theorien völlig abdrifteten, sei da spürbar Respekt für die Detailarbeit der Fans dahinter – gerade bei einem Finale, das absichtlich Interpretationsspielraum lasse.
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