Science-Fiction: Andy Weirs The Egg auf Youtube verfügbar
Eine kurze Science-Fiction-Erzählung von Andy Weir (Der Marsianer, Der Astronaut – Project Hail Mary) hat Jahre nach ihrer Veröffentlichung als animierter Kurzfilm neue Aufmerksamkeit erhalten: Wie die US-amerikanische Entertainment-Webseite Slashfilm(öffnet im neuen Fenster) berichtet, ist der vom deutschen Animationsstudio Kurzgesagt produzierte Kurzfilm The Egg als rund achtminütige Adaption kostenlos auf Youtube verfügbar. Die Vorlage stammt aus dem Jahr 2009 und zählt zu den bekanntesten Kurztexten des Autors.
Eine Seele
The Egg erzählt aus der Perspektive eines kürzlich verstorbenen Mannes, der nach einem Unfall einer höheren Instanz begegnet. Diese erklärt ihm, dass Wiedergeburt real sei und er sein nächstes Leben in einer gänzlich anderen Zeit und Identität fortsetzen werde. Zentral ist dabei die Idee, dass alle Menschen letztlich ein und dieselbe Seele teilen.
Die Verfilmung ist Teil der Reihe Kurzgesagt: In a Nutshell, die sich mit wissenschaftlichen und philosophischen Fragestellungen beschäftigt. Regie führte Philipp Dettmer, das Drehbuch wurde von James Gurney adaptiert, der durch die Dinotopia-Bücher bekannt wurde. Sprecher des Films ist Steve Taylor.
Weirs Geschichte
Weir selbst hatte die Geschichte laut einem Interview mit dem Magazin Grimdark eher spontan geschrieben und nicht als tiefgreifendes theologisches Werk verstanden. Dennoch entwickelte sich The Egg schnell zu einem viralen Text, der häufig als Denkanstoß über Empathie und menschliches Verhalten interpretiert wird.
Die Grundidee, dass alle Menschen miteinander verbunden sind, greift Motive aus verschiedenen religiösen und philosophischen Strömungen auf. Entsprechend interpretiert The Egg Religion und Philosophie als unterschiedliche Perspektiven auf eine gemeinsame Wahrheit.